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REDAKTION SOZIOLOGIE
ARCHIV
 









   
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    >> Soziologie in der Öffentlichkeit
     
>> Sabine Pfeiffer und Wieland Jäger
Ende des Elends.
Marxsche Reformulierung, handlungstheoretischer Beitrag und dialektische Reanimation der Arbeits- und Industriesoziologie
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In der aktuellsten Runde der Debatte um Elend und Krise der Arbeits- und Industriesoziologie fällt auf, dass scheinbar längst Vergessenes und in den letzten Jahren fast Tabuisiertes wieder in den Fokus zu rücken scheint: wenn auch mit unterschiedlicher Stoßrichtung – die Marxsche Theorie wird wieder als (eine) Teillösung in die endlos zwischen Elend und Ende oszillierende Debatte der Disziplin eingebracht. Der Beitrag knüpft an diese Debatte an und zeigt zunächst, dass die Forderung nach einer handlungstheoretischen Re-Interpretation der Marxschen Grundlagen auf fruchtbaren Boden fällt – hat doch die Arbeits- und Industriesoziologie mit dem Konzept des Subjektivierenden Arbeitshandelns längst einen spezifischen und genuinen Beitrag zur soziologischen Handlungstheorie geleistet. Zudem zeigen wir, dass die eingeklagte gesellschaftstheoretische Re-Fundierung der Arbeits- und Industriesoziologie mehr als das erfordert, nämlich eine dialektische Reanimation der Marxschen Grundlagen (vielleicht nicht nur) der Arbeits- und Industriesoziologie. Dies gelingt mit der Kategorie des Arbeitsvermögens, die gleichzeitig eine operationalisierbare Brücke zwischen Arbeits- und Lebenswelt und damit die Grundlage zu der ebenso alten wie jüngst wieder aufgelegten Forderung nach einem über die Erwerbsarbeit hinaus weisenden Arbeitsbegriff bildet. Der Artikel versteht sich partiell als Antwort auf die aktuelle Debatte und führt diese in kritischer Auseinandersetzung mit den vorgelegten Beiträgen weiter.



   
    >> Identität und Interdisziplinarität
     
>> Georg W. Oesterdiekhoff
Modernisierungstheorie und Wandel der Weltgesellschaft
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Es ist den Sozialwissenschaften bisher kaum gelungen, den Veränderungen der Entwicklungsländer in den letzten Dekaden Rechnung zu tragen und geeignete theoretische Konzepte zu schmieden, die die Konsequenzen aus diesen Veränderungen ziehen. Die Entwicklungsländer haben in den letzten dreißig Jahren - mit der Ausnahme insbesondere Afrikas - gewaltige Fortschritte gemacht, die, was man in weiten Teilen der Sozialwissenschaften ausblendet, den Kern der Globalisierung ausmachen. Der Aufstieg Asiens und Lateinamerikas ist weder von der „Soziologischen Theorie“ noch von der „Entwicklungssoziologie“ hinreichend theoretisch bewältigt und verarbeitet worden. Im Gegenteil: Die modernen, postmodernen Theorien der „multiplen Modernitäten“ wie auch die arbiträren Konzepte der siebziger Jahre, die Dependenz- und Weltsystemtheorien, werden in unterschiedlichsten Varianten weiter gepflegt. Sie alle scheitern darin, als Theorie der Entwicklung der außereuropäischen Welt, der Globalisierung sozialer Strukturen und als Theorie der Entwicklung der Weltgesellschaft auftreten zu können. Die Entwicklung der außereuropäischen Welt in den letzten Dekaden zeigt nämlich, dass die klassische Modernisierungstheorie die Entwicklung sowohl der Industrie- als auch der Entwicklungsländer im Kern richtig beschreibt. Diese Erkenntnis müsste weit reichende Folgen nicht nur für die soziologische Theorie und die Entwicklungssoziologie, sondern auch für Kulturtheorien und makrosoziologische Theorien sozialen Wandels nach sich ziehen.



>> Jochen Gläser
Die Fallstricke der Bibliometrie
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Die bibliometrische Messung der Forschungsleistung soziologischer Fachbereiche durch Litzenberger und Sternberg ist ein instruktives Beispiel für die Gefahren, die der Umgang mit bibliometrischen Methoden birgt. Der Stand der Forschung in der Bibliometrie lässt sich dahingehend zusammenfassen, dass die von Litzenberger und Sternberg vorgeschlagene Methodik der Leistungsbewertung in der Soziologie aus prinzipiellen Gründen nicht anwendbar ist. Die Diskussion einiger technischer Probleme soll darauf aufmerksam machen, dass die durch das Institute of Scientific Information angebotenen Standardinstrumente keineswegs kostengünstig und einfach zu nutzen sind.



>> Timo Litzenberger und Rolf Sternberg
Wenn weiße Schafe krampfhaft nach schwarzen suchen ...
und sich dabei dreckig machen!
Replik auf den Beitrag von Jochen Gläser
   
    >> Lehren und Lernen
     
>> Paul Kellermann
Von Sorbonne nach Bologna und darüber hinaus.
Zur Ideologie derzeitiger europäischer Hochschulpolitik
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Die Umstrukturierung der europäischen Hochschulsysteme im so genannten Bologna-Prozess bedeutet weniger einen Bruch mit den Studienorganisationen (Wiederaufnahme mittelalterlicher europäischer bzw. anglo-sächsischer Universitätstitel und Beurteilungsverfahren), sondern vielmehr mit der ideologischen Zweckbestimmung der Studien: Statt um Erkenntnisgewinn (bzw. „Wahrheitssuche“) und Kooperation soll es um Konkurrenz und Ausrichtung auf Märkte der Bildung, der Titel und des Wissens gehen. Zeitgeistig heben verschiedene Dokumente europäischer Organisationen mit einer Instrumentalisierung der Hochschulbildung auf die so genannte Lissabon-Strategie ab, „... to become the most competitive and dynamic knowledge-based economy of the world“. Es ist zu erwarten – was Wirtschaftsstatistiken erkennen lassen –, dass das angestrebte Ziel gerade durch die einseitige Zurichtung der Studien verfehlt wird. Eine „Wissensgesellschaft“ und damit auch wirtschaftlicher Erfolg zur Sicherung und Verbesserung der Lebensbedingungen können wohl nur durch offene und vielseitige Entwicklungen der Studien erreicht werden.



   
    >> DGS-Nachrichten
     
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Die Natur der Gesellschaft. 33. Kongress der DGS 2006 in Kassel
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Ausschreibung der von der DGS beim 33. Kongress der DGS in Kassel zu verleihenden Preise
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Empfehlungen der DGS zur Ausgestaltung soziologischer Bachelor- und Master-Studiengänge
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Erhöhung der Jahresbeiträge für die DGS
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Eine Zukunftsinvestition. Vorschlag für ein Organisations- und Leistungs- modell der DGS
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Veränderungen in der Mitgliedschaft
   
    >> Berichte aus den Sektionen und Arbeitsgruppen
     
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Sektion Bildung und Erziehung
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Sektion Entwicklungssoziologie und Sozialanthropologie
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Sektionen Jugendsoziologie / Bildung und Erziehung
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Sektion Methoden der qualitativen Sozialforschung
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Sektion Rechtssoziologie / Arbeitsgruppe Professionssoziologie
   
    >> Nachrichten aus der Soziologie
     
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Fairness als Beruf – Zum Abschied Helga Hoppes von der DFG
Habilitationen
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Call for Papers
Wovon die PISA-Studie nichts weiß: mikrosoziologische Zugänge zu Bildung und sozialer Ungleichheit; Soziale Netzwerke; Soziologische Analysen des transnationalen Terrorismus; Schönheit, Schutz und Pflege
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Tagungen
Problembezogener Vergleich sozialtheoretischer Ansätze: Terrorismus als soziales Gebilde
   
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