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Identität und Interdisziplinarität |
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Gerhard Wagner |
| Does excellence matter? Eine wissenschaftssoziologische Perspektive |
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Exzellenz ist der Schlüsselbegriff der europäischen Wissenschaftspolitik. Exzellenz-Initiativen sollen Wissenschaftler und wissenschaftliche Institutionen, die Spitzenleistungen in Forschung und Lehre erbringen, fördern und zur weiteren Leistungsoptimierung vernetzen. Die Kritieren wissenschaftlicher Exzellenz sind allerdings nicht verbindlich definiert. Studien zeigen, dass Reputation im Wissenschaftsbetrieb nicht nur auf wissenschaftlichen Leistungen, sondern auch auf sozialem Kapital beruht. Daraus folgt die Frage, ob die Exzellenznetzwerke und Clusters wirklich die leistungsstärksten Akteure integrieren, sodass ihnen der Status wissenschaftlicher Exzellenz nach herkömmlichem Verständnis zu Recht zukommt; oder ob sich nicht eher sozialkapitalträchtige Gruppen unter dem Etikett der Exzellenz reproduzieren, die dadurch zu einer bloßen Metapher gerät.
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Horst-Dietrich Elvers |
| Umweltgerechtigkeit als Forschungs¬paradigma der Soziologie |
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Dieser Beitrag diskutiert Umweltgerechtigkeit als ein mögliches neues Forschungsparadigma der Umweltsoziologie. Ausgehend von einer Schilderung der US-amerikanischen Erfahrungen und einer Erörterung der aktuellen Diskussionslinien in Deutschland wird ein Analyserahmen entwickelt, der Debatten um Umweltgerechtigkeit strukturieren soll und zugleich als Impuls für Forschungen zum Thema verstanden werden kann. Umweltgerechtigkeit wird hiermit als ein durch Konflikte gekennzeichneter Aushandlungsprozess von Interessen charakterisiert. Kern der Betrachtungen wird eine Auflistung von einzelnen „Entscheidungsfeldern“ sein, die im Zusammenhang mit solchen umweltbezogenen Entscheidungen eine Rolle spielen, die Diskurse um Gerechtigkeit auslösen. Der Analyserahmen wird schließlich an einem aktuellen Fallbeispiel illustriert – der Planung des neuen Großflughafens „Berlin-Brandenburg International“.
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Lehren und Lernen |
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Werner Meinefeld |
Studienabbruch und Studienfachwechsel in der Soziologie: Ein Blick hinter die Zahlen
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Analysen der Abbrecherquoten eines Studienfaches beruhen überwiegend auf Daten der Universitätsverwaltungen bzw. auf den Daten standardisierter Befragungen. In einer detaillierten Analyse mehrerer Immatrikulationsjahrgänge eines Studienfaches wird gezeigt, dass jene Daten (zumindest für Magisterstudiengänge) die tatsächlichen Abbrecherquoten stark überschätzen, da sie nicht in der Lage sind, Scheineinschreibungen und Parkstudierende zu identifizieren: im untersuchten Studiengang „Soziologie” machen diese Gruppen gut die Hälfte der Abbrecher aus. Eine Analyse der Motive für diese Revision der Studienfachwahl bei der anderen Hälfte verweist auf grundlegende Unzulänglichkeiten im Prozess der Studienfachwahl, denen eine weit größere Bedeutung für diese Entscheidung zukommt als den Faktoren der Lehrqualität.
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Peter Kriwy und Jochen Groß |
| Das Eignungsfeststellungsverfahren für angehende Hauptfachstudierende der Soziologie. Erste Erfahrungen mit dem Münchner Verfahren |
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Der Artikel stellt die ersten Erfahrungen mit dem im Wintersemester 2004/05 eingeführten Eignungsfeststellungsverfahren für den Diplomstudiengang Soziologie an der LMU München vor und betrachtet dessen Auswirkungen. Das Auswahlverfahren wurde vor dem Hintergrund hoher Abbruchquoten und der Überlastung des wissenschaftlichen Personals insbesondere im Rahmen der Grundstudiumsausbildung auf Grundlage einer „Experimentierklausel“ im Bayerischen Hochschulgesetz befristet eingeführt. Es wird erstens gezeigt, dass nicht nur die Zahl der Neuimmatrikulationen seit Einführung des Verfahrens deutlich zurückgegangen ist, sondern bereits die Bewerberzahlen unter den bisherigen Einschreibungen liegen. Zweitens wird der Selektionsprozess im Verfahrensverlauf betrachtet. Die Befürchtung, Bewerber mit guten Abiturabschlüssen würden sich für alternative Angebote entscheiden, bestätigt sich bislang nicht. Hinsichtlich der Bewertung der Auswirkungen der Eignungsfeststellung zeigen die bisher vorliegenden Erfahrungen drittens, dass eine hohe Akzeptanz dieses Auswahlverfahrens seitens der Beteiligten vorliegt und dass das Verfahren als effiziente Lösung sowohl zur Senkung der Abbruchquote als auch im Umgang mit der Überlastungsproblematik erscheint.
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Mark Trappmann |
| Mathematische Voraussetzungen sozialwissenschaftlicher und psychologischer Studiengänge. Ein Survey unter Lehrenden |
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In einer Befragung unter Lehrenden an deutschen und deutschsprachigen schweizerischen Universitäten wurden mathematische Voraussetzungen für ein erfolgreiches Studium in den Sozialwissenschaften und der Psychologie erhoben. Als besonders wichtige Voraussetzungen vor Beginn des Studiums werden von Lehrenden aller Fächer grundlegende Inhalte der Sekundarstufe I hervorgehoben. Bei der Zusammenstellung eines Brückenkurses möchten die Lehrenden jedoch die Stochastik im gleichen Umfang berücksichtigt wissen. Bezüglich der Stochastik zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen unterschiedlichen Lehrendentypen: Ein Teil der Befragten sieht diese als wichtigste Voraussetzung, während ein anderer Teil deren Kenntnis vor Beginn des Studiums für völlig unwichtig hält. Hinsichtlich der übrigen Teildisziplinen herrscht Einigkeit: Kenntnisse der Analysis und der Linearen Algebra sind von mittlerer Wichtigkeit. Für relativ unwichtig befunden werden Geometrie, Spezialgebiete wie Spieltheorie, aber auch einige Standardanforderungen der Oberstufenanalysis (z.B. Extremwertaufgaben, Kurvenscharen), bei der vor allen Dingen Lehrende der Psychologie nur einen geringen Bedarf sehen. Abgesehen vom Streitpunkt „Stochastik“ ergibt sich ein von den meisten Lehrenden geteiltes und fachunabhängiges Anforderungsprofil, das die Erstellung fachübergreifender Vorbereitungsmaterialien erlaubt.
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DGS-Nachrichten |
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Brief des DGS-Vorsitzenden zu Beiträgen, dem Kasseler Soziologiekongress und den Wahlen zu Vorsitz, Vorstand und Konzil
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| Helga Hoppe Ehrenmitglied der Deutschen Gesellschaft für Soziologie |
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| Veränderungen in der Mitgliedschaft |
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Berichte aus den Sektionen und Arbeitsgruppen |
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| Sektionen Arbeits- und Industriesoziologie und Frauen- und Geschlechterforschung |
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| Sektion Politische Soziologie |
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| Sektion Wissenssoziologie |
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Nachrichten aus der Soziologie |
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Call for Papers
Politik der Grenze; Professions, citizenship and the changing worlds of welfare governance; Social Policy in a Globalizing World: Developing a North-South Dialogue; Expected and Unexpected Consequences of the Educational Expansion; Migration and People Movement in Europe: Threat or Benefit? |
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Tagungen
Welfare state feedbacks: From outcomes to inputs; Topics in Advanced Categorical Data Analysis (CDA); Wandel der Lebensformen in Deutschland – Ausmaß, Ursachen und Konsequenzen im sozialpolitischen Kontext |
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>> Jahrgang 35 - Heft 4 - 2006
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>> Jahrgang 35 - Heft 3 - 2006
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>> Jahrgang 34 - Heft 4 - 2005
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>> Jahrgang 34 - Heft 3 - 2005
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>> Jahrgang 33 - Heft 4 - 2004
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