| Experimentelle Untersuchungen zur Feinstruktur argumentkodierender Flexionsmarker |
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Experimentelle Untersuchungen zur Feinstruktur argumentkodierender Flexionsmarker
Projekt der Forschergruppe 742 Grammatik und Verarbeitung verbaler Argumente
In diesem Projekt werden etablierte und zum Teil theorieübergreifende Prinzipien aus dem
Bereich der theoretischen Morphologie mit Fragestellungen und Untersuchungsmethoden
der Neuro-/Psycholinguistik verknüpft.
Auf dem Gebiet der Flexionsmorphologie
untersucht die theoretische Linguistik das formale System von Form und Verteilung von
Morphemen. Aus der Forschung in diesem Bereich ergibt sich seit einiger Zeit verstärkt
die Tendenz zu einer feinstrukturellen abstrakten Analyse sowohl der Form als auch der
Funktion von argumentkodierenden morphologischen Exponenten.
Zum gegenwärtigen
Stand der Forschung ist jedoch weitestgehend ungeklärt, ob die dabei offensichtlich gewordenen
grundlegenden Prinzipien einer adäquaten Beschreibung des morphologischen
Systems kognitiv reale Prozesse und Prinzipien widerspiegeln oder ob es sich um bloße
Epiphänomene grammatischer Systeme und ihrer theoretischen Beschreibung handelt.
Im Rahmen dieses Projektes werden exemplarisch zwei dieser Prinzipien, nämlich
die Subanalyse der Exponenten (Form) und die Unterspezifikation von Exponenten bzgl.
(häufig dekomponierter) morpho-syntaktischer Merkmale (Funktion), mittels moderner
psycho- und neurolinguistischer Methoden auf ihre Relevanz im menschlichen Sprachverarbeitungssystem
hin untersucht. Dies geschieht vor dem Hintergrund neuerer
Erkenntnisse zur neurophysiologischen Basis der Sprachverarbeitung und deren experimenteller
Beobachtbarkeit in Form von ereigniskorrelierten Potentialen (EKP).
Mitarbeiter
Prof. Dr. Gereon Müller (Projektleiter)
Prof. Dr. Angela D. Friederici (Projektleiterin)
Dr. Stefanie Regel
Andreas Opitz
Letzte Änderung: 4.5.2009 |
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