Tagung/Symposium am

Veranstaltungsort: Universität Leipzig, Sportwissenschaftliche Fakultät, Jahnallee 59, 04109 Leipzig

Inklusion - Diversität - Geschlecht

Ein (un)geklärtes Beziehungsgefüge in der Sportwissenschaft

Zwischen den sportwissenschaftlichen Diskursen zur Inklusion, zur Diversität und zum Geschlecht bestehen vielfältige Verknüpfungen, die ein komplexes, abhängig von der Perspektive unterschiedliches und in Facetten ungeklärtes Beziehungsgefüge abbilden. Die Fokussierung auf zentrale Forschungsfragen offenbart, auf welche Weise sich die Diskurse ergänzen: Die Problematisierung von Zuschreibungen, Exklusions- und Teilhabeprozessen spielt sowohl in der Inklusions- als auch in der Diversitäts- und Geschlechterforschung eine zentrale Rolle. Verschränkung der diesbezüglichen Diskurse finden bisher allerdings eher selten statt. Aus anderer Perspektive zeigt sich ein eher hierarchisches Gefüge: Inklusion kann als übergeordneter Begriff verstanden werden, der für den menschenrechtsbasierten Anspruch von Menschen auf Wertschätzung und Teilhabe steht und der sich sowohl auf sportwissenschaftliche Diskurse als auch Praxen auswirkt. Obwohl Inklusion in einem engeren Sinne ausschließlich die Kategorie Behinderung ins Zentrum rückt, wird zunehmend auch das weite Begriffsverständnis zugrunde gelegt, dass sich auf die Diversität von Menschen, also auf vielfältige Heterogenitätsdimensionen z. B. Geschlecht bezieht. In dieser Argumentationslinie formuliert der Inklusionsdiskurs den Anspruch auf Teilhabe, der auf die Kategorie Diversität ausgerichtet ist. Diese, aber auch weitere Verknüpfungen zwischen den Diskursen stehen im Mittelpunkt der 27. Tagung der dvs-Kommission „Geschlechter- und Diversitätsforschung“. In den Tagungsbeiträgen soll es darum gehen, diesbezügliche Forschungsergebnisse zu präsentieren, die u. a. mögliche Hierarchien und Synergieeffekte, Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Widersprüche anhand von Prozessen und Strukturen offenlegen, gegenüberstellen und diskutieren.

Keynotes:

  • Prof. Dr. Jürgen Budde (Europa-Universität Flensburg)
  • Prof. Dr. Bettina Rulofs (Deutsche Sporthochschule Köln)
  • Dr. Karolin Heckemeyer (Fachhochschule Nordwestschweiz)

 

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