Leipzig Alumni International (LAI)  

Leipzig Alumni
International (LAI)

Aktuelles

Ein Stolperstein für Marie Runkel

Auf Initiative der Kulturwissenschaftlerin Dr. Fruzsina Müller, wurde am 21. Juni 2018 ein Stolperstein vor dem Evangelisch-Lutherischen Diakonissenhaus in Leipzig-Lindenau in die Erde eingelassen. Über 60.000 sogenannte „Stolpersteine“ gibt es in ganz Europa – davon 480 in Leipzig. Die quadratischen, von Hand gefertigten Steine erinnern, eingelassen als kleine Messingtafeln in Gehwege, an Menschen, die während der NS-Diktatur ermordet wurden. Ins Leben gerufen wurde das mittlerweile größte dezentrale Mahnmal der Welt vom Künstler Gunter Demnig.

Nachdem Demnig den Stein vor dem Diakonissenkrankenhaus gesetzt hat, legt Dr. Fruzsina Müller weiße Rosen am Mahnmal nieder. Die gebürtige Ungarin promovierte 2016 am Institut für Kulturwissenschaften der Universität Leipzig und arbeitet heute als Historikerin beim Diakonissenhaus. Müller hat die Stolpersteinverlegung und die zugehörige Ausstellung als wissenschaftliche Betreuerin organisiert. Dank Müllers Engagement werden Passanten seit Ende Juni mit dem Stolperstein an die Ermordung der Diakonisse Marie Runkel erinnert. Diese lebte und arbeitete rund 30 Jahre im Leipziger Diakonissenhaus, um sich der Pflege hilfebedürftiger Menschen zu widmen. Nachdem sie psychisch erkrankt war, ermordeten die Nazis sie 1941 in einer Gaskammer in der Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein.

Nach der Verlegung des Stolpersteins führt Müller durch die gerade eröffnete Ausstellung zum Leben von Marie Runkel. Man merkt, dass ihr die Erinnerung an das Schicksal der ermordeten Diakonisse viel bedeutet: „Das war für mich eine Herzensangelegenheit“, bekräftigt sie. Sie erforscht in einem über mehrere Jahre angelegten Projekt die Geschichte des Diakonissenkrankenhauses. „Die meiste Zeit verbringe ich in unserem Archiv, um Akten zu sichten“, erklärt sie. Ende 2019 soll das Manuskript fertiggestellt sein.

Kuba-Reise der Universität Leipzig

DAAD-Alumni-Treffen und Kooperation in Havanna

Eine Delegation unserer Universität unter der Leitung von Rektorin Beate Schücking besuchte vom 4. bis 13. Februar Boston in den USA sowie die kubanische Hauptstadt Havanna.
Im Rahmen des Alumni-Treffens des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) vom 9. bis 11. Februar in Havanna nahm die Rektorin an einer Podiumsdiskussion zum Thema: „Die Verantwortung der Hochschulen in Kuba und Deutschland für die Umsetzung der Agenda 2030“ teil. Svend Poller sprach im Plenum über Alumni als Protagonisten in der deutsch-kubanischen Wissenschaftskooperation.
Seit im Juli 2016 der Universitätsvertrag der Universidad de La Habana und der Universität Leipzig erneuert wurde, gab es Verhandlungen über eine Vereinbarung zum Studierendenaustausch beider Universitäten. Einen Höhepunkt im Rahmen des Besuchs an der Universidad de La Habana bildete deshalb die Unterzeichnung der Studierendenvereinbarung durch Beate Schücking. Mit dabei war der stellvertretende Generalsekretär des DAAD, Ulrich Grothus. Es handelt sich um eine fächerübergreifende Vereinbarung zum Studierendenaustausch auf Universitätsebene. „In Kuba hatte ich auch die Gelegenheit, mir die wunderschön in einem alten Kloster gelegene Medizinische Fakultät anzusehen. In den Gesprächen mit der Dekanin und der Vize-Gesundheitsministerin ging es vor allem um Medizindidaktik und einen stärken Austausch unserer Studenten“, resümierte Schücking.
Den Abschluss des Besuchs in Kuba bildete die Jubiläumsfeier „290 Jahre Universidad de La Habana“, an der die Delegation unserer Universität am 12. Februar teilnahm.

Zentrales Alumni-Treffen der Universität Leipzig in Havanna

Im Vorfeld dieser Veranstaltungen, hat Leipzig Alumni International am 8. Februar ein Alumni-Treffen an der Universidad de La Habana veranstaltet. Es war nach 20 Jahren das erste Treffen, das die Alumni der Universität Leipzig fächergreifend vereinte. Unter den insgesamt 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren Alumni der Sport-, Sprach- und Wirtschaftswissenschaften, sowie der Mathematik. Nach dem ersten Teil des Treffens mit Vorträgen zu den Wissenschaftsbeziehungen der Universität Leipzig und der Universidad de La Habana, wurde im zweiten Teil der im April 2017 verstorbenen Leipziger Professorin Barbara Wotjak feierlich gedacht. Als Professorin für Deutsch als Fremdsprache am Herder-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig und der Philologischen Fakultät hat sie zahlreiche kubanische Studierende in der deutschen Sprache ausgebildet. Als Ehrengast nahm ihr Ehemann Prof. Gerd Wotjak, emeritus des Instituts für Angewandte Linguistik und Translatologie der Universität Leipzig an dem Treffen teil. Die beiden Sprachwissenschaftler gelten als Pioniere des Austauschs zwischen beiden Universitäten.

Bei einem gemeinsamen Abendessen konnte der Tag mit angeregten Gesprächen ausklingen. Den weitesten Weg zu dem Alumni-Treffen hatte die Leipzig-Alumna Dr. Victoria Arencibia Sosa. Sie war von der Dominikanischen Republik nach Havanna gereist. Die Kubanerin hat in den 1980er Jahren Ökonomie an der Karl Marx Universität Leipzig studiert und an der Pädagogischen Hochschule Erfurt in Mathematik promoviert. Aktuell lehrt sie Mathematik an der Universidad Nacional Evangélica in Santo Domingo (Dominikanische Republik).

Diskussion - Polnische Kultur als Beruf oder Berufung? | 26.02.2018, 18:00 Uhr

Gespräch mit den Fachreferenten Bernd Karwen (Literatur, Politik & Wissenschaft) und Rainer Mende (Film, Musik & Bildung)  

Die Mitarbeiter des Polnischen Instituts in Leipzig erzählen darüber, wie sie zu Kulturmanagern wurden, berichten aus ihrem Arbeitsalltag und zeigen zum Abschluss einen Überraschungsfilm aus ihrem Archiv, der bisher noch nie öffentlich vorgeführt wurde.  

Polnische Institute widmen sich weltweit von New York bis Tokio – ähnlich den deutschen Goethe-Instituten – der Vermittlung polnischer Kultur im weitesten Sinne an das jeweilige Publikum. Mit diesem Auftrag versucht auch das Leipziger Institut seit 1969, in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt Veranstaltungen zu organisieren, Kooperationen anzuregen und polnische Sichtweisen zu vermitteln.  

Das Leipziger Institut ist ein Spezialfall – hier arbeiten zwei Menschen, die keine polnischen Wurzeln haben, sondern sich aus Leidenschaft der polnischen Sprache und Kultur widmen. Seit über 15 Jahren sind sie nicht nur in Leipzig unterwegs, um als Organisatoren, Moderatoren, Autoren und Dolmetscher andere mit ihrer Begeisterung für das Nachbarland anzustecken.

Veranstalter: Alumni-Büro der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Polnischen Institut Berlin - Filiale Leipzig

Reihe: "FÜR und MIT Alumni" | Eintritt: frei | Ort: Polnisches Institut, Markt 10, 04109 Leipzig

Info: www.leipzig.polnischekultur.de,
www.uni-leipzig.de/studium/alumni/lai/ueber-lai.html

Dr. Václav Velčovský wird Mitglied im internationalen Alumni-Netzwerk

Wir freuen uns sehr: Der Stellvertretende Minister für Bildung, Jugend und Sport der Tschechischen Republik, Dr. Václav Velčovský, ist seit November 2017 Mitglied im internationalen Alumni-Netzwerk der Universität Leipzig. Er schickte uns ein „Beweisfoto“ des Einladungsbriefes, den er von LAI erhalten hatte. Der im tschechischen Ostrava geborene Velčovský studierte 2007-2008 als Austauschstudent Slavistik an der Uni Leipzig. Seinen Doktortitel erhielt er 2012 mit einer philologischen Untersuchung über die Beziehung von deutscher und tschechischer Sprache.

Leipziger Wissenschaftler wird Ehrenmitglied der Universität Szeged in Ungarn

Am 10. November 2017 war der ehemalige wissenschaftliche Mitarbeiter der Juristenfakultät der Universität Leipzig, Dr. Josef Bischof, zu Besuch im LAI-Büro. Die Staats- und Rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Szeged in Ungarn, hat Bischof am 15. September 2017 zum Ehrenmitglied der Universität ernannt. Ausgezeichnet wurde er für seine Verdienste um die deutsch-ungarischen Beziehungen in Lehre und Wissenschaft. Besonders gewürdigt wurde seine 11-jährige Lehrtätigkeit zum deutschen Strafrecht im Rahmen des Erasmus-Programms.

Vom 01. bis 04. November 2017 waren Mitglieder von „DAAD Alumni France“ zu Besuch an der Universität

Die jährliche Reise deutscher und französischer DAAD-Alumni begann am 01. November 2017 mit einem Empfang im Alten Senatssaal. Dort begrüßten Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking und der Leiter des Akademischen Auslandsamtes, Dr. Svend Poller die ehemaligen DAAD-Stipendiaten. In den folgenden Tagen besichtigten die Besucher zahlreiche Einrichtungen der Universität - darunter die Research Academy Leipzig, die Kustodie und die Universitätsbibliothek.

Auf den Spuren seines Vaters

Vor über 50 Jahren kam sein Vater zum Studium nach Leipzig – diesen Ort wollte sein Sohn nun kennenlernen. Lawrence Onuora aus Nigeria studierte von 1965 bis 1973 Medizin an der Universität Leipzig und promovierte 1974 im Bereich Neuropathologie. Sein Sohn Cosmas ist ebenfalls Mediziner und als Assistant Professor an der Northeastern Ohio Medical University in den USA tätig.

Im September 2017 war Cosmas Onuora an der Universität Leipzig zu Gast und begab sich auf Spurensuche. Gemeinsam mit den Medizin-Alumni Dr. Karl-Heinz („Kasimir“) Krämer (Absolvent 1956) und Professor Steffen Schulz (Absolvent 1969) vom Alumni-Verein der Leipziger Medizinischen Fakultät erkundete er den Medizincampus sowie den Campus Augustusplatz und recherchierte die Studienunterlagen seines Vaters im Universitätsarchiv.


letzte Änderung: 21.08.2018 

Ansprechpartner

Akademisches Auslandsamt
Dr. Agneta Jilek
Kontaktdaten

LAI @

pages