Überblick

Über den eigenen Horizont hinaus

Das studium universale an der Universität Leipzig ist eine Veranstaltungsreihe nach dem humboldtschen Bildungsideal. Jedes Semester wird ein wechselndes Oberthema aus verschiedenen Disziplinen und Fragestellungen heraus beleuchtet.

Das studium universale ist eine Vorlesungsreihe an der Universität Leipzig. Die Veranstaltungen des studium universale stehen jedes Semester unter einem neuen Oberthema. Ziel ist es, dieses Thema aus verschiedenen Perspektiven und Fachdisziplinen zu betrachten und zu disktutieren. Die Veranstaltungsreihe setzt somit einen Gegenpol zur zunehmenden Spezilialisierung und Ausdifferenzierung der Fächerkulturen, indem sie geistes-, sozial- und naturwissenschaftliche Perspektiven vereint. Gleichzeitig zielt das studium universale darauf ab, wissenschaftliche Erkenntnisse verständlich aufzubereiten und in den öffentlichen Diskurs einzubringen. Das studium universale fördert somit den Dialog zwischen den Bürgern der Stadt Leipzig und der Universität sowie den Fächern innerhalb der Universität. 

Das studium universale richtet sich an alle Angehörigen der Universität sowie die breite Öffentlichkeit. Die Teilnahme steht somit allen Interessierten offen. Zudem sind die Veranstaltungen des studium universale für alle Teilnehmerinnen und Teilnerhmer kostenfrei. 

Das studium universale steht allen Interessierten offen. Eine Anmeldung oder Registrierung ist in der Regel nicht nötig. In einigen Ausnahmefällen ist eine Anmeldung aufgrund begrenzter Platzkapazitäten notwendig. Welche Veranstaltungen das betrifft und wie Sie sich anmelden, erfahren Sie im Abschnitt Programm auf dieser Seite. 

Die Veranstaltungen finden in der Regel mittwochs um 19:00 Uhr im Hörsaal 1 des Hörsaalgebäudes am Campus Augustusplatz (Universitätsstraße 3, 04109 Leipzig) statt. Informationen zu abweichenden Veranstaltungsorten finden Sie im Programmflyer oder über den Veranstaltungskalender auf dieser Seite. 

Im Rahmen des studium universale arbeiten wir mit einer Reihe von Partnern zusammen. Zu diesen Partnern gehören

Programm

Aktuelles Thema: Forschen. Lehren. Heilen.

Lebendig sein bedeutet, nach Heilung zu streben. Gesundheit ist kein Zustand, schon gar keine Norm, sondern ein Prozess. Das Bedürfnis nach Heilung ist universal. Es ist weder mechanisch, noch rein körperlich und beschäftigt uns auch im Zustand vermeintlicher Gesundheit. Heilung hat so viele Facetten, wie es Ungleichgewichte gibt, in die ein Lebewesen geraten kann. Mit diesem gewohnt weiten, interdisziplinären Themenfeld widmet sich das studium universale im Sommersemester 2019 einem unserer Forschungsschwerpunkte: der Medizin und damit dem Streben nach dem Erhalt menschlichen Lebens.

Wir laden Sie ein, mit uns neueste Errungenschaften des medizinischen Fortschritts kennenzulernen und über Grenzen des medizinisch-ethisch und -technisch Möglichen zu sprechen. Kritisch wollen wir mit Ihnen das profitable Geschäft um Gesundheit und unhaltbare Heilsversprechen diskutieren, jedoch mindestens genauso kritisch möchten wir die institutionellen Paradigmen und ökonomischen Schranken hinterfragen, welche vielerorts wirklichen medizinischen Fortschritt und Gerechtigkeit verhindern. Heilung ist, besonders in der heutigen Zeit, eine gesamtgesellschaftliche, ja globale Aufgabe. Wir laden Sie ein, daran teilzuhaben.

 

10.04.2019

Food for Thought – Globale Ernährung und Planetare Gesundheit

19 Uhr
Hörsaal 3

Sabine Gabrysch

Weltweit leiden 800 Millionen Menschen an Hunger und 2 Milliarden Menschen sind übergewichtig. Beides mit enormen negativen Folgen für die Gesundheit. Gleichzeitig zerstören Landwirtschaft und Nutztierhaltung natürliche Lebensräume, vernichten unzählige Tier- und Pflanzenarten und tragen zur Klimakrise bei, welche die Situation noch extrem verschärfen wird. Unser globales Ernährungssystem krankt und wir brauchen dringend ein Umdenken und einen tiefgreifenden Wandel. Das Konzept der Planetaren Gesundheit betrachtet die Zusammenhänge zwischen der menschlichen Gesundheit und den natürlichen Systemen unseres Planeten, von denen unsere Existenz letztendlich abhängt.

Prof. Dr. Dr. med. Sabine Gabrysch ist Leiterin der Sektion Epidemiologie und Biostatistik des Heidelberger Instituts fürGlobal Health der Universität Heidelberg, Vorstandsmitglied des Heidelberg Center for the Environment und Gründungsmitglied der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit.

 

17.04.2019

Singen mit Kindern und seine positiven Nebenwirkungen – Aspekte aus Stimmforschung und Spezialsprechstunde

19 Uhr
Paulinum

Michael Fuchs

Der Vortrag erläutert anhand zahlreicher Video- und Hörbeispiele die faszinierenden Vorgänge in unserem Körper beim Singen. Sowohl in der klinischen Sprechstunde als auch bei Forschungsprojekten können mittels modernster Untersuchungsverfahren in allen Altersgruppen Atembewegungen und Stimmlippenschwingungen dargestellt und Parameter der Stimmleistung und -qualität gemessen werden. Regelmäßiges Singen trainiert diese Vorgänge und führt nicht nur zu besseren Stimmen sondern hat viele weitere positive Wirkungen: Es stärkt das Immun- und Herz-Kreislaufsystem sowie die Persönlichkeit der Sängerinnen und Sänger in allen Altersgruppen. Singen ist die uns Menschen ureigene Weise Emotionen auszudrücken. Zugleich ist die Stimme das Instrument, das unter allen Instrumenten beim Menschen die größten Emotionen auslösen kann. Kinder und Jugendliche, die regelmäßig singen, nehmen ihre Stimme sensibler wahr und gehen differenzierter mit ihr um. Der Vortrag bindet eigene Forschungsergebnisse zur menschlichen Stimme ein und lässt das Publikum durch singende Kinder der Grundschule forum thomanum und durch das eigene Mitsingen die positiven Effekte des Singens erleben.

Prof. Dr. Michael Fuchs ist Leiter der Sektion Phoniatrie und Audiologie, Leiter des Cochlea-Implantat-Zentrums des Universitätsklinikums Leipzig und Facharzt für Phoniatrie und Pädaudiologie sowie für HNO-Heilkunde.

 

24.04.2019

Humangenetische Diagnostik - wie kann sie den klinischen Alltag umkrempeln und warum tut sie es nicht?

19 Uhr
Hörsaal 3

Johannes Lemke

Die technischen Neuerungen der letzten wenigen Jahre haben das Fach Humangenetik und seine diagnostischen Möglichkeiten geradezu revolutioniert. Während die Analyse des gesamten Erbgutes eines Menschen vor Kurzem noch Jahre dauerte, ist sie heute quasi über Nacht möglich und mit den neuen Erkenntnissen, welche sich hieraus ergeben, ist kaum mehr Schritt zu halten.

Diese Erkenntnisse können weitreichende Konsequenzen bezüglich der Prognose des Verlaufs einer Krankheit, der Beratung der Betroffenen bzw. Familien und nicht zuletzt der individuellen Betreuung und Therapie einer zu behandelnden Person haben. Die umfangreiche Gendiagnostik angeborener Erkrankungen hat somit das Potential, den klinischen Alltag massiv zu verändern, jedoch ist die Reform dieses Alltags aus vielerlei Perspektiven mit Hürden und Restriktionen behaftet und leichter gesagt als umgesetzt.

Prof. Dr. Johannes Lemke ist Leiter des Instituts für Humangenetik und des Zentrums für Seltene Erkrankungen der Universität Leipzig.

 

08.05.2019

Heilung durch rituellen Gebrauch entheogener Substanzen – Zauberpilze in der modernen Welt.

19 Uhr
Hörsaal 3

Frank Sembowski

In der Behandlung psychischer Störungen haben entheogen wirkende Substanzen wie Psilocybin und LSD wieder an Bedeutung gewonnen. Die in der Anfangszeit der Forschung gefundenen therapeutischen Ansätze wurden nicht nur größtenteils bestätigt, es ergaben sich in jüngster Zeit auch weitere Krankheitsbilder, bei denen Entheogene und Entaktogene mit Erfolg eingesetzt werden konnten. In ritualisierten Settings gelingt es den Personen, die inneren Ursachen einer Krankheit selbstständig zu erkennen und aufzulösen. Die Heilung beruht somit nicht auf der oberflächlichen Bekämpfung von Symptomen, sondern auf der Einleitung eines transformativen Prozesses, der die ganze Person ergreift.

Frank Sembowski ist Diplom-Biologe mit den Schwerpunkten Pflanzenphysiologie, Genetik und Zellbiologie. In der Arbeitsgruppe Substanz, die sich für den selbstbestimmten Gebrauch psychoaktiver Substanzen und für ein Umdenken in der Anti-Drogenpolitik einsetzt, betreut er die wissenschaftliche Redaktion.

 

15.05.2019

Universitätsmedizin – Quo Vadis?

Anforderungen an eine Universitätsmedizin des 21. Jahrhunderts

19 Uhr
Hörsaal 3

Joachim Thiery

Die Aufgabenstellungen der modernen Universitätsmedizin mit ihrer Ausrichtung auf eine Präzisionsmedizin sind gewaltig. Fortschritte in der molekularen Medizin und Zelltherapie eröffnen ungeahnte therapeutische Perspektiven für bisher schwer behandelbare Erkrankungen. Das medizinische Wissen nimmt so rasant zu, so dass Instrumente der künstlichen Intelligenz benötigt werden, um die beste Therapieentscheidung zum Wohle der zu behandelnden Patientinnen und Patienten zu finden.

In diesem Spannungsfeld eines durch Innovationen angetriebenen und gleichzeitig wirtschaftlich gezügelten medizinischen Fortschritts stellen sich Fragen nach der Zukunft der Universitätsmedizin, die in dem Referat diskutiert werden.

Wohin geht die ärztliche Ausbildung? Wie kann die Medizin die Chancen der Digitalisierung nutzen? Wird Gesundheit zu erhalten wichtiger als Krankheiten zu heilen? Werden alle Krankheiten vorhersagbar? Wird die Künstliche Intelligenz eine neue Medizin für den Menschen oder für Programmiererinnen und Programmierer  schaffen? Ist eine “precision medicine“ ein anzustrebendes Ziel?

Prof. Dr. Joachim Thiery ist Direktor des Instituts für Laboratoriumsmedizin,

Klinische Chemie und Molekulare Diagnostik der Universität Leipzig.

 

22.05.2019

Handauflegen, Salben und Segnen – unterwegs zur Wiederentdeckung der therapeutischen Dimension des Glaubens

19 Uhr
Hörsaal 3

Peter Zimmerling

Lange Zeit haben Handauflegen, Salben und Segnen im Protestantismus nur eine Nebenrolle gespielt. In den vergangenen Jahren sind jedoch sinnliche Formen der Seelsorge wiederentdeckt worden. Dazu gehören die oben genannten Methoden. Eine Reihe von soziologischen, kirchlichen und innertheologischen Gründen ist für das neue Interesse an einer liturgischen Begleitung Kranker verantwortlich. Dazu gehört die Erlebnisorientierung der Gesellschaft, eine Akzentverschiebung im Glaubensverständnis weg von der Lösung weltanschaulicher Probleme hin zur Hilfe im Diesseits, die Weiterentwicklung der traditionellen Schulmedizin in Richtung auf ein ganzheitliches Therapiekonzept, Anregungen aus der Ökumene, die Wiederentdeckung von Gottes segnendem Handeln und die Erkenntnis, dass der Glauben nicht bloß den Verstand, sondern auch Emotionalität und Sinnlichkeit umfasst. Der bekannte katholische Theologe Eugen Biser sprach vom Christentum gar als von einer "therapeutischen Religion".

Prof. Dr. Peter Zimmerling ist Universitätsprediger und hat den Lehrstuhl für Praktische Theologie mit Schwerpunkt Seelsorge und Spiritualität an der Universität Leipzig inne.

 

29.05.2019

Effekte der Umweltzone auf die Feinstaubkonzentration und Luft in Leipzig

19 Uhr
Hörsaal 3

Alfred Wiedensohler

In der Stadt Leipzig wurde am 1. März 2011 eine Umweltzone mit dem vorrangigen Ziel eingeführt, die Massenkonzentration von Feinstaub zu mindern. Ein bemerkenswertes Merkmal der Umweltzone war die unmittelbare Einführung der relativ strengen Regulierungsstufe 3 („grüner Aufkleber“) für die Abgasemissionen von Kraftfahrzeugmotoren. Für diese Studie wurden in Zusammenarbeit mit der Landesbehörde an fünf Messstellen innerhalb und außerhalb der Stadt zusätzliche kontinuierliche Messungen von schwarzem Kohlenstoff (Ruß) und Größenverteilungen ultrafeiner Partikel durchgeführt. Diese Studie zeigt nun auf inwieweit die Einführung der Umweltzone bzw. die Erneuerung der Fahrzeugflotte sich auf die Minderung der PM10 Massenkonzentration, der Rußkonzentration sowie der Anzahlkonzentration ultrafeiner Partikel ausgewirkt hat. Dieses erweiterte Messprogramm wurde durchgeführt, weil Rußpartikel und ultrafeine Partikel eine besondere Rolle bei der Bewertung der gesundheitlichen Effekte zugeschrieben wird.

Prof. Dr. Alfred Wiedensohler ist Leiter der Abteilung Experimentelle Aerosol- und Wolkenmikrophysik am Leibniz-Institut für Troposphärenforschung e.V. (TROPOS) in Leipzig.


05.06.2019

Masern – nur eine Kinderkrankheit oder ein echtes Problem?

19 Uhr
Hörsaal 3

Nils Lahl

Die Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten des Menschen. Masern sind keine Kinderkrankheit, auch Erwachsene können erkranken. Komplikationen durch Masernerkrankungen sind nicht selten. Bei Kindern unter 5 Jahren und bei Erwachsenen über 20 Jahren ist das Risiko schwerwiegender Komplikationen erhöht (RKI). Masernerkrankungen und so auch Ausbruchsgeschehen werden oft zu spät entdeckt, da die Erkrankung unspezifisch beginnt und das typische Hautbild (Exanthem) erst nach einigen Tagen erscheint.

Nachdem Masern für viele Jahre kein Thema in Leipzig waren, ist die Erkrankung in den letzten Jahren wieder vermehrt aufgetreten. Impfungen sind ein bewährtes Mittel, sich gegen die Masernerkrankung zu schützen. Dass unterschiedliche Impfempfehlungen in Deutschland existieren, verwirrt nicht nur medizinische Laien sondern auch ärztliches Fachpersonal .

Der Vortrag soll helfen, für das Thema Masern zu sensibilisieren.

Dr. Nils Lahl ist Arzt und Sachgebietsleiter der Abteilung Hygiene im Gesundheitsamt der Stadt Leipzig. Er ist Mitglied der Sächsischen Impfkommission.


12.06.2019

Lebensqualität und Lebenssinn bei Patienten in palliativer Behandlung: der Beitrag psychotherapeutischer Interventionen

19 Uhr
Hörsaal 3

Anja Mehnert-Theuerkauf

Die Zahl der zu Patientinnen und Patienten, die aufgrund einer sensitiveren Diagnostik und der Verbesserung multimodaler Therapien eine Krebserkrankung überleben, ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Dennoch zählt Krebs zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland und ist für erkrankte Personen  wie Angehörige mit vielfältigen Belastungen verbunden, die alle Lebensbereiche betreffen können. Dazu zählen insbesondere körperliche und psychische Belastungen, Funktionseinschränkungen und die zunehmende Abhängigkeit von anderen, die eine Bedrohung für das Gefühl der Kontrolle, der Identität und der Würde einer Patientin bzw. eines Patienten darstellen können. Einige Betroffene erleben in der letzten Phase ihres Lebens einen Verlust an Lebenssinn. Angesichts des Belastungsspektrums sollte die psychologische Begleitung von Patientinnen und Patienten sowie von Angehörigen in ein interdisziplinäres Versorgungskonzept („advanced care planning“) eingebettet sein, das den individuellen und familiären Belastungen und Ressourcen Rechnung trägt. Der Beitrag gibt einen Überblick über psychotherapeutische Interventionen im Rahmen der palliativen Versorgung und geht spezifisch auf die sinnzentrierte Kurzzeittherapie Managing Cancer and Living Meaningfully (CALM) ein.

Prof. Dr. Anja Mehnert-Theuerkauf leitet die Abteilung für Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie am Universitätsklinikum Leipzig. Sie ist Psychologische Psychotherapeutin mit dem Forschungsschwerpunkt Psychoonkologie.


19.06.2019

Telemedizin - Auswirkungen und Folgen der digitalen Medizinwelt

19 Uhr
Hörsaal 3

Erik Bodendieck

Wir leben in einer hochagilen Zeit mit Veränderungen, denen sich kein Lebensraum entziehen kann. Der hochsensible persönliche Bereich ist davon nicht ausgenommen. Sei es, wenn es um eigene Daten und Informationen geht oder aber auch die Gesundheit von uns selbst oder anderen Menschen. Die Medizin unterliegt, ob gewollt oder ungewollt diesen Entwicklungen in immensem Maße. Welche Folgen dies für die Zukunft hat, ist heute noch lange nicht abschätzbar, denn was Digitalisierung und vor allem künstliche Intelligenz in Zukunft zu leisten vermögen, kann selbst ein Blick in die Glaskugel noch nicht vorhersagen.

Mit der Frage nach jetzt schon absehbaren Veränderungen beschäftigen sich einige Fachgremien aus Medizin, Wirtschaft und Philosophie. Dies (natürlich nicht abschließend) darzustellen und gegebenenfalls zu diskutieren, soll Inhalt der Vorlesung sein.

Dr. Erik Bodendieck ist Facharzt für Allgemeinmedizin sowie Präsident der Sächsischen Landesärztekammer und Vorsitzender des Ausschusses Telematik der Bundesärztekammer.


26.06.2019

Die heilende Wirkung des Lesens

19 Uhr
Hörsaal 3

Magdalena Kaminska

Jede Person die gerne oder gar passioniert gerne liest, weiß um die Wirkung eines guten Buches. Ob Lesen aber heilend wirkt und wenn ja, auf welche Art und Weise, was für Methoden angewandt werden um Lesen bei Beschwerden und Problemen gezielt einzusetzen, und was über das Lesen und seine Bedeutung im Laufe der Zeit geschrieben wurde, erfahren wir an diesem Abend. Daneben wird auch das Schreiben als integraler Teil des Lesens erwähnt.

Magdalena Kaminska ist Kulturwissenschaftlerin und Anglistin und arbeitet seit acht Jahren als Coach mit eigener Praxis in Leipzig.


03.07.2019

Krebsforschung – Zelluläre Therapien in der Immunonkologie

19 Uhr
Hörsaal 3

Ulrike Koehl

Personalisierte Medizin mit sogenannten Advanced Therapy Medicinal Products (ATMPs), Arzneimitteln für neuartige Therapien, gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Immunonkologie. Es werden regulatorische Aspekte besprochen und einzelne Behandlungsbeispiele in einer Übersicht präsentiert.

Ausführlicher wird als prominentes Beispiel der adaptive Transfer gerichteter T-Zellen mit Chimären Antigen-Rezeptoren (CARs) dargestellt, bei dem es sich um eine vielversprechende Therapie für Patientinnen und Patienten mit CD19 positiven Leukämien und Lymphomen handelt, bei denen konservative Therapien versagt haben. Es werden die Mechanismen und die Herstellung dieser ATMPs besprochen und eine Übersicht über die bisherigen klinischen Erfolge bei hämatologischen Erkrankungen gegeben. Darüber hinaus werden Behandlungsstrategien zum Einsatz von CAR T-Zellen gegen solide Tumoren und die Möglichkeit der Translation in die Klinik dargestellt sowie Chancen und Risiken kritisch diskutiert.

Prof. Dr. Ulrike Koehl ist Professorin für Immunonkologie, Direktorin des Instituts für Klinische Immunologie an der Universität Leipzig und dem Universitätsklinikum Leipzig, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig und Direktorin des Instituts für Zelltherapeutika an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH).


10.07.2019

Homöopathie - Zwischen Wunsch und Wirklichkeit

19 Uhr
Hörsaal 3

Jan Oude-Aost

Leipzig ist die Wiege der Homöopathie in Deutschland, von hier ausgehend wird sie seit über 200 Jahren praktiziert. Viele Menschen erleben durch sie Linderung und Heilung. Trotzdem gibt es weder einen plausiblen Wirkmechanismus noch überzeugende Belege für Ihre Wirksamkeit. Viele Annahmen der Homöopathie widersprechen sogar naturwissenschaftlichen Kenntnissen. Wie kommt es zu diesen Widersprüchen und hat die Homöopathie noch einen Platz in der Medizin?

Dr. Jan Oude-Aost ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und –psychotherapie. Er ist Mitglied der Gesellschaft zur Wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften (GWUP), Mitglied im Informationsnetzwerk Homöopathie. In der Familie standen wir sogenannten „Alternativen Heilmethoden“ offen gegenüber, die „Schulmedizin“ wurde skeptisch beäugt und nur im Notfall genutzt.

 

13.07.2019

Wildkräuter und Heilpflanzen

Silvia Tuch

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe betrachten wir heimische Wildkräuter und Heilpflanzen. Die Kräuterkundige Silvia Tuch lädt uns zu einem Spaziergang im Wildpark ein. Treffpunkt und nähere Informationen werden bekanntgegeben. Anmeldung erforderlich unter: studiumuniversale@uni-leipzig.de

Silvia Tuch ist Ernährungsberaterin und „Kräuterhexchen“ in Leipzig.

Thema im vergangenen Semester: Demokratie

Was ist Demokratie? Die beste aller schlechten Regierungsformen? Eine Doktrin oder bloße Worthülse? Der Maßstab, an dem sich moderne Staaten messen müssen? Sie ist, so urteilte etwa Bernard Crick, ein flatterhaftes Wort, beinahe unanständig und höchst unwiderstehlich. Wäre sie eine Geliebte, so laut Crick eine von der Sorte, die ihren Reiz immer behielte, selbst dann, wenn sie ihre Gunst höchst unerlaubt und freizügig mit vielen anderen teile. Für große Teile der Bevölkerung hat die Demokratie, zumindest in ihrer derzeitigen krisenhaften Form, viel von dem von Crick so sinnlich beschworenen Reiz verloren – was scheinbar übrigbleibt, ist bloße „Flatterhaftigkeit“. Deshalb ist es dem studium universale der Universität Leipzig eine besondere Verantwortung, sich in Form der Ringvorlesung am „Jahr der Demokratie“ der Stadt Leipzig zu beteiligen. Besonders mit Unterstützung der studentischen „Leipziger Debattier- & Disputations-Gesellschaft Streitpunkt e.V.” möchten wir einen sichtbaren Beitrag zur Streitkultur liefern – wie immer intellektuell kritisch, reflektierend und mit der herzlichen Einladung zum Diskurs!

Publikationen

Aktuelle Publikation

„Universalien ‒ Beiträge zu 25 Jahren studium universale“ ist die neueste Publikation aus der Reihe studium universale. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums der Reihe versammelt das Buch wissenschaftliche Essays aus verschiedenen Fachdisziplinen.

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Publikationen von 2015 bis heute

Universalien

2018 erschien die Publikation "Universalien. Beiträge zu 25 Jahren studium universale." herausgegeben von Dominik Becher und Alexandra Bär in der Edition Hamouda.

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Universalien

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Anders wachsen!

2018 erschien die Publikation "Anders wachsen! Von der Krise der kapitalistischen Wachstumsgesellschaft und Ansätzen einer Transformation." herausgegeben von Mathilda Reinicke und Maximilian Becker im oekom Verlag.

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Anders wachsen!

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Krieg und Frieden

2017 erschien die Publikation "Krieg und Frieden: Eine Beitragssammlung" in der Edition Hamouda.

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Krieg und Frieden

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Schule wohin?

2016 erschien die Publikation "Schule wohin? Eine Beitragssammlung" herausgegeben von Dominik Becher und Alexandra Bär in der Edition Hamouda.

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Schule wohin?

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Publikationen von 2010 bis 2014

Verweile doch...

2014 erschien die Publikation "Verweile doch …Über die Erforschung der Zeit." herausgeben von Elmar Schenkel und Kati Voigt in der Edition Hamouda.

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Verweile doch …

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Kinder, Kinder!

2013 erschien die Publikation " Kinder, Kinder! Vergangene, gegenwärtige und ideelle Kindheitsbilder" herausgeben von Dominik Becher und Elmar Schenkel im Peter Lang Verlag.

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Kinder, Kinder!

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Sonne, Mond und Ferne

2013 erschien die Publikation "Sonne, Mond und Ferne. Der Weltraum in Philosophie, Politik und Literatur" herausgegeben von Elmar Schenkel und Kati Voigt im Peter Lang Verlag.

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Sonne, Mond und Ferne

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Offene Kreise

2012 erschien die Publikation "Offene Kreise. Fragen und Grenzen der Wissenschaft." herausgegeben von Dominik Becher und Elmar Schenkel im Peter Lang Verlag.

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Offene Kreise

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Alter: unbekannt

2011 erschien die Publikation "Alter: unbekannt. Über die Vielfalt des Älterwerdens. Internationale Perspektiven." herausgeben von Carolin Kollewe und Elmar Schenkel im transcript Verlag.

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Alter: unbekannt

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Die Macht des Verborgenen

2011 erschien die Publikation "Die Macht des Verborgenen. Über das Geheimnis in Kunst, Natur und Politik." herausgegeben von Nadja Kroker und Elmar Schenkel im Peter Lang Verlag.

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Die Macht des Verborgenen

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Was für ein Glück?

2010 erschien die Publikation "Was für ein Glück? Reflexionen über ein unfassbares Gefühl." herausgegeben von Dominik Becher und Elmar Schenkel im Peter Lang Verlag.

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Was für ein Glück?

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Publikationen von 1997 bis 2009

Vorträge aus dem Studium universale 2004 – 2007

2009 erschien die Publikation "Vorträge aus dem Studium universale 2004 – 2007" in der Reihe Leipziger Universitätsreden.

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Vorträge aus dem Studium Universale 2004 – 2007

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Alles fließt

2008 erschien die Publikation "Alles fließt. Dimensionen des Wassers in Natur, Kultur und Technik" herausgegeben von Elmar Schenkel and Alexandra Lembert-Heidenreich im Peter Lang Verlag.

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Alles fließt

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Vorträge aus dem Studium Universale 2003 – 2004

2004 erschien die Publikation "Vorträge aus dem Studium Universale 2003 – 2004." herausgegeben von Klaus Bente in der Reihe Leipziger Universitätsreden.

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Vorträge aus dem Studium Universale 2003 – 2004

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Vorträge aus dem Studium Universale 2001 – 2003

2003 erschien die Publikation "Vorträge aus dem Studium Universale 2001 – 2003" herausgeben von Klaus Bente in der Reihe Leipziger Universitätsreden.

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Vorträge aus dem Studium Universale 2001 – 2003

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Nähe und Ferne

1997 erschien die Publikation "Nähe und Ferne: erlebte Geschichte im geteilten und vereinigten Deutschland" herausgegeben von Ingrid Gamer-Wallert und Elke Blumenthal im Attempto-Verlag.

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Nähe und Ferne

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Mitschnitte

Nietzsche Now!

Nietzsche Now!

Aufzeichnung des Vortrags „Aktuelle Barbarisierungs- und Übermenschenzüchtungsprogramme im Ausgang von Nietzsche“. Der Vortrag von Prof. Katharina Grätz und Dr. Sebastian Kaufmann fand im Rahmen der Veranstaltungsreihe studium universale unter dem Obertitel „Nietzsche Now!“ statt.

Kontakt

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Dr. Dominik Becher

Koordinator studium universale

Studium Universale
Ritterstr. 12, Room 405
04109 Leipzig

Phone: +49 341 97-37395

Office hours
Sprechzeiten nach Vereinbarung

Veranstaltungsort

Unsere Veranstaltungen finden, so nicht anders angegeben, mittwochs im Hörsaal 1 des Hörsaalgebäudes um 19.00 Uhr statt (Universitätsstraße 3, 04109 Leipzig).

Leitung und Koordination

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Prof. Dr. Frank Gaunitz

Leiter Arbeitskreis studium universale / Leiter der Forschungslabore der Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie am Universitätsklinikum Leipzig

Klinik und Poliklinik für Neurochirurgie
Liebigstr. 20
04103 Leipzig

Phone: +49 341 97-17544
Fax: +49 341 97-17953

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Dr. Dominik Becher

Koordinator studium universale

Studium Universale
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Arbeitskreis studium universale

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Prof. Dr. Ulrich Brieler

Honorarprofessor

Institut für Philosophie
Beethovenstraße 15
04107 Leipzig

Tel.: +49 341 97-35681
Fax: +49 341 97-12345

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Prof. Dr. Alexander Deeg

Universitätsprofessor

Praktische Theologie
Institutsgebäude Theologie
Martin-Luther-Ring 3-5
04109 Leipzig

Phone: +49 341 97-35461

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Prof. Dr. Heide Glaesmer

Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie

Universitätsmedizin

Tel.: +49 341 97-18811
Fax: +49 341 97-18809

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Veit Polowy

Lehrkraft für besondere Aufgaben und Studienkoordinator

Zentrum für Lehrerbildung und Schulforschung
Prager Str. 38-40, Room 136
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Phone: +49 341 97-30485
Fax: +49 341 97-30489

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Heike Richter

Leiterin

Volkshochschule Leipzig

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Dr. Martin Schubert

Leiter Studium generale HTWK Leipzig

HTWK Leipzig

Tel.: +49 341 3076-6623

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Prof. Dr. Peter Zimmerling

Universitätsprofessor und Universitätsprediger

Institut für Praktische Theologie
Institutsgebäude Theologie
Martin-Luther-Ring 3-5, Room 127
04109 Leipzig

Phone: +49 341 97-35462

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