Die Vortragsreihe „Grenzgänge“ ist eine Initiative des Leipzig Lab mit dem Ziel, disziplinen-übergreifende Fragen zu diskutieren und interdisziplinäre Forschung anzustoßen. Von November 2020 und Januar 2021 halten die Fellows der drei Arbeitsgruppen online Vorträge mit anschließenden Diskussionen. Den Abschluss bildet eine Podiumsdiskussion.

Die Online-Reihe „Grenzgänge“ beleuchtet in drei Vorträgen und einer Abschlussdiskussion die interdisziplinären Themen des Leipzig Lab. Foto: Colourbox

Interdisziplinärer Austausch in Vorträgen und Diskussionen

Zu jedem Termin stellt ein Fellow aus einer der drei Arbeitsgruppen seine Forschung im Kontext des Leipzig Lab vor und diskutiert diese gemeinsam mit den Mitgliedern des Leipzig Lab und den Gästen. Neben dem wissenschaftlichen Austausch mit den Fellows öffnet die Vortragsreihe das Leipzig Lab in die Universität hinein und eröffnet neue Räume für weiterführende Gespräche und mögliche Kooperationen. Den Abschluss der Reihe bildet eine Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aller Arbeitsgruppen des Leipzig Lab und weiteren Gästen zum Thema „Körper-Grenzen“.

Die Vorträge und Diskussionen finden jeweils um 19:30 Uhr online statt. Eine Anmeldung ist erforderlich. Vor der Veranstaltung erhalten Sie einen Link zur Online-Plattform an die angegebene E-Mail-Adresse.

Veranstaltungen der Vortragsreihe

Violence and Religion in Gerhard Kittel's writing "The Jewish Question"

In seinem englischsprachigen Vortrag untersucht Alon Segev die von dem deutschen evangelischen Neutestamentler Gerhard Kittel 1933 publizierte Schrift „Zur Judenfrage“. Dieser Beitrag zum theologischen Antisemitismus wird speziell befragt auf seine Bedeutung für das Verhältnis zwischen Religion und Gewalt. Segev zeigt, dass die von Jan Assmann und René Girard stammende prominenten Theorien zu diesem Verhältnis den Fall Kittels nicht erklären können. Er bietet einen anderen Kontext an, um die Beziehung zwischen Religion und Gewalt in Kittels Text zu diskutieren. Dabei nimmt er vor allem das Werk des spätantiken Kirchenvaters Augustinus in den Blick.

Dr. Alon Segev ist Philosoph, Religionswissenschaftler und Autor von drei Büchern und zahlreichen Aufsätzen zur NS-Zeit und zur europäischen Zeitgeschichte von Descartes bis Hannah Arendt. Er unterrichtet Philosophie an der Loyola University Chicago und ist Gastprofessor am Institut for Orthodox Christian Studies an der Cambridge University.
Im November und Dezember 2020 ist Alon Segev Fellow in der Leipzig Lab Arbeitsgruppe „Intangibles“.
 

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Governing the Narcotic City: Public Health and the Politics of Urban Drug Cultures from the 1970s until today

In seinem englischsprachigen Vortrag wird Stefan Höhne die Agenda des internationalen Forschungsprojektes Governing the Narcotic City erörtern und erste Ergebnisse präsentieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Rolle der (oft ambivalenten) Interventionen im öffentlichen Gesundheitswesen zwischen Hilfe, Unterstützung und Disziplin.

 

Dr. Stefan Höhne ist Kulturwissenschaftler und Fellow in der Leipzig Lab Arbeitsgruppe „Global Health“ von Oktober bis Dezember 2020.
 

Zur VeranstaltunG

Worlding Permaculture School Gardens: Translocal Connectivities and Minor Utopias in Timor Leste

In Zeiten der beschleunigten Globalisierung mit der überhitzten Zirkulation von Lebensstilwünschen und Zukunftsvorstellungen vom guten Leben ist die Bildung von Kindern zu einem Schauplatz umkämpfter staatlicher, aktivistischer und unternehmerischer Zusammenschlüsse geworden, die translokale Akteure und Gemeinschaften miteinander verbinden.
Um die Beziehungen und Prozesse theoretisch zu erfassen, welche translokale Akteure, Gemeinschaften und global zirkulierende Pädagogiken verbinden, greift Thomas Stodulka in seinem englischsprachigen Vortrag auf das Konzept des „worlding“ zurück - den kontinuierlichen Prozess der Verankerung translokaler Ideen und Assemblagen in konkreten Umgebungen.
 

Prof. Dr. Thomas Stodulka ist Juniorprofessor für Sozial- und Kulturanthropologie mit dem Schwerpunkt Psychologische Anthropologie an der Freien Universität Berlin. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Wechselwirkung zwischen Affekt, Emotion, Kindheit und Jugend, psychischer Gesundheit und Krankheit, sowie translokale Vernetzungen, Marginalisierung und ethnographische Methoden.

Er ist assoziiertes Mitglied der Leipzig Lab Arbeitsgruppe „Kinder und Natur“.

 

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Den Abschluss der Reihe bildet eine Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern aller Arbeitsgruppen des Leipzig Lab und weiteren Gästen zum Thema „Körper-Grenzen“.

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