Als forschungsstarke Volluniversität bieten wir ideale Bedingungen für eine erfolgreiche Promotion. Die Promotionsordnungen der Fakultäten legen die Voraussetzungen für die Annahme der Promotion fest. Ausgangspunkt sollten stets die thematische Orientierung und die Absprache mit den betreuenden Hochschullehrenden sein.

Foto einer Promovierenden der Universität Leipzig anlässlich des Pre-Doc-Awards 2018 (aufgenommen von Christian Hüller)
Doktorandin Dilara Issayeva bei der Projektpräsentation anlässlich des Pre-Doc-Awards 2018, Foto: Christian Hüller

Fachliche Orientierung

Eine Promotion kann in allen Fächern abgelegt werden, die an der Universität Leipzig vertreten sind. Zur gezielten Forschungs- und Nachwuchsförderung haben wir drei Graduiertenzentren eingerichtet, die die Forschungsprofilbereiche der Universität abdecken. Den Graduiertenzentren zugeordnet sind Programmklassen, die strukturierte Angebote zum Graduiertenstudium anbieten. Die Research Academy Leipzig koordiniert die Graduiertenzentren und unterstützt Promovierende und Hochschullehrende. Sie ist die zentrale Einrichtung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses an der Universität Leipzig.

Studierendenstatus

Promovierende, die in strukturierten Programmen des Graduiertenstudiums oder in einem Einzelprojekt forschen, können sich über das Studentensekretariat oder das akademische Auslandsamt als Promotionsstudentin oder Promotionsstudent einschreiben und damit den Studierendenstatus erhalten. Die Immatrikulation als Promotionsstudierende eröffnet den Zugang zu studentischen Vergünstigungen. Promovierende mit Stipendium ohne Beschäftigungsverhältnis erhalten jedoch keinen Zugang zur studentischen Krankenversicherung der gesetzlichen Krankenkassen und müssen sich freiwillig versichern.

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Wege zur Promotion

Ein Promotionsvorhaben kann mit einem Stipendium, in einem (wissenschaftlichen) Anstellungsverhältnis, auf einem Doktorandenförderplatz oder extern durchgeführt werden.

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Binationale Promotion

Die Universität Leipzig ermöglicht es, binational zu promovieren: Bei dieser Form der Promotion promovieren Sie an zwei Universitäten in unterschiedlichen Ländern und erwerben einen von beiden Universitäten gemeinsam verliehenen Doktorgrad.

Absolventinnen und Absolventen mit einer binationalen Promotion verbessern maßgeblich ihre Karrierechancen. Sie können Qualifikationen nachweisen, die in zwei Ländern anerkannt sind. Dazu gehören auch sprachliche und interkulturelle Kompetenzen sowie die Kenntnis unterschiedlicher Wissenschaftssystematiken und Hochschulkulturen.

Die Doktorandinnen und Doktoranden werden von mindestens je einem Hochschullehrenden beider Universitäten betreut. Die Modalitäten jeder binationalen Promotion werden von beiden Hochschulen in einer gemeinsamen Vereinbarung geregelt, auf deren Grundlage beim Deutschen Akademischen Auslandsdienst (DAAD), gegebenenfalls auch bei der Deutsch-Französischen Hochschule, eine Mobilitätsbeihilfe beantragt werden kann.

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Graduiertenstudium

Das Graduiertenstudium wird durch die Studienordnungen der einzelnen Fakultäten geregelt. Die Aufnahme ins Graduiertenstudium wird bei der Graduiertenkommission jeweils zum 26. Februar und 30. August beantragt. Zugangsvoraussetzung ist ein überdurchschnittlich bewerteter Abschluss des berufsqualifizierenden Studiums.

Der Status eines Graduiertenstudierenden berechtigt zur Beantragung eines Stipendiums der Landesgraduiertenförderung. Die Antragstellung kann zeitgleich erfolgen. Über die Vergabe wird von der Graduiertenkommission entschieden. Üblich ist die Übernahme eines Tutoriums nach dem ersten Jahr des Graduiertenstudiums.

Graduiertenzentren

Das Graduiertenzentrum Mathematik/Informatik und Naturwissenschaften der Universität Leipzig setzt sich aus strukturierten Promotionsprogrammen zusammen, die an der Fakultät für Mathematik und Informatik, an der Fakultät für Physik und Geowissenschaften und an der Fakultät für Chemie und Mineralogie sowie am Max-Planck-Institut „Mathematik in den Naturwissenschaften“ (MPI MIS) eingerichtet sind.

Innerhalb dieser Promotionsprogramme bestehen vielfältige Kooperationen mit Leipziger Forschungseinrichtungen, unter anderem mit dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, dem Leibniz-Institut für Oberflächenmodifizierung (IOM), dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (IfT) und dem Institut für Nichtklassische Chemie (INC).

Die mathematischen Forschungsfelder erstrecken sich disziplinübergreifend von der Mathematik über die theoretische Physik bis hin zur Informatik und richten sich auf die Erforschung struktureller Fragen, die aus physikalischen und auch biologischen Problemstellungen erwachsen. Interdisziplinäre Forschungsgebiete in Physik und Chemie umfassen nano- und mikrodimensionale Verbindungshalbleiter und die Entwicklung neuer Materialien. Weitere Schwerpunkte des Graduiertenzentrums liegen auf der Polymerforschung, den Methoden der theoretischen Informatik im Bereich der quantitativen Logiken und Automaten sowie der Wirkungsweise von Aerosolen und Wolken auf das Klimasystem der Erde.

Die Zahl der am Graduiertenzentrum Mathematik/Informatik und Naturwissenschaften immatrikulierten Promovierenden beläuft sich derzeit auf ca. 200. An der Betreuung und Ausbildung der Promovierenden sind ca. 100 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer beteiligt. Die fachspezifische Ausbildung findet in den einzelnen Klassen statt. Darüber hinaus wird ein übergreifendes Angebot organisiert, das weitere Qualifizierungsmaßnahmen wie Schlüsselqualifikations- oder Sprachkurse über die Grenzen der Klassen hinweg erlaubt und den interdisziplinären Austausch fördert.

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Im Graduiertenzentrum Lebenswissenschaften der Universität Leipzig sind alle strukturierten Promotionsprogramme gebündelt, deren wissenschaftliche Forschungsrichtungen sich mit den Strukturen und dem Verhalten lebender Organismen beschäftigen. Die meist stark interdisziplinär ausgerichteten Projekte sind der Medizinischen Fakultät, der Fakultät für Lebenswissenschaften und der Veterinärmedizinischen Fakultät zuzuordnen. Ein Austausch findet auch mit anderen Fachbereichen statt.

Im Rahmen dieser Promotionsprogramme existieren zahlreiche Kooperationen mit Leipziger Forschungseinrichtungen außerhalb der Universität. Kooperationspartner des Graduiertenzentrums sind zum Beispiel das Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften, das Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie, das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv). Die Forschungsfelder der Promotionsprogramme erstrecken sich über ein weites Themenspektrum mit disziplinübergreifenden Problemstellungen. Sie umfassen Bereiche wie Kognitionsforschung, Proteinwissenschaft, Adipositasforschung, Neurowissenschaften, Evolutionsforschung sowie Umwelt- und Biodiversitätsforschung. 

Derzeit sind ca. 300 Promovierende Mitglieder in Programmen des Graduiertenzentrums Lebenswissenschaften. Die fachspezifische Ausbildung findet direkt in den Klassen statt. Darüber hinaus wird durch das Graduiertenzentrum ein fachübergreifendes Angebot organisiert, das weitere Qualifizierungsmaßnahmen wie Schlüsselqualifikations- und Sprachkurse über die Grenzen der Klassen hinweg erlaubt und den interdisziplinären Austausch fördert.

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Das Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften der Universität Leipzig vereint die strukturierten Promotionsprogramme der geistes-, sozial-, wirtschafts- und regionalwissenschaftlichen Disziplinen. Teil des Graduiertenzentrums ist ein regionales Promotionsprogramm, das von Wirtschaftswissenschaftlerinnen und Wirtschaftswissenschaftlern aus Dresden, Halle und Leipzig getragen wird. Auch die Graduate School Global and Area Studies, die sowohl ein in den Sonderforschungsbereich 1199 integriertes Graduiertenkolleg als auch mehrere internationale Promotionsprogramme einschließt, gehört zum Graduiertenzentrum. 

Im Mittelpunkt der wissenschaftlichen Programme des Graduiertenzentrums stehen globale und transnationale Vernetzungen, die Untersuchung der Verräumlichung sozialen Handelns und die daraus folgenden kulturellen, politischen und ökonomischen Prozesse der Verflechtung, wechselseitigen Beeinflussung und Grenzüberschreitung. Ein Alleinstellungsmerkmal bildet die regionalwissenschaftliche Vielfalt und Expertise, die über alle Weltregionen reicht. 

Die Betreuung der Promotionsprojekte erfolgt in den einzelnen Klassen durch Spezialisten aus verschiedenen Fachgebieten. Auf einen disziplinübergreifenden Austausch wird auch in der jährlich stattfindenden Sommerschule großer Wert gelegt. Für alle Klassen gilt, dass sie einerseits ein nach Forschungsschwerpunkten ausgerichtetes Curriculum anbieten, andererseits gemeinsam überfachliche Kompetenzen vermitteln. 

Derzeit forschen mehr als 200 Doktorandinnen und Doktoranden am Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften. Die Betreuung erfolgt durch über 50 Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer aus sechs Fakultäten unserer Universität und mehreren außeruniversitären Forschungseinrichtungen. 

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Zusätzliche Informationen

Angebote der Research Academy Leipzig

Die Research Academy qualifiziert, informiert und vernetzt Promovierende. Sie ist die zentrale Einrichtung zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses unserer Universität. Ihren drei Graduiertenzentren sind die strukturierten Promotionsprogramme zugeordnet.

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Promotion an der Medizinischen Fakultät

Die Leipziger Hochschulmedizin bietet eigene Forschungs- und Förderprogramme für Promovierende an. Über die speziellen Voraussetzungen und Konditionen informiert die Medizinische Fakultät.

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Kompetenzschule der Research Academy Leipzig

Die Kompetenzschule der Research Academy Leipzig koordiniert die überfachliche Qualifizierung von Promovierenden. Ihr differenziertes Kurs- und Veranstaltungsangebot ermöglicht es, verschiedene Schlüsselqualifikationen zu erwerben.

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Mentoringprogramm t.e.a.m. für Promovendinnen

Nachwuchswissen-schaftlerinnen unserer Universität können sich um eine besondere Förderung bewerben. Das Gleichstellungsbüro organisiert ein Mentoring-Programm und bringt Promovendinnen und Hochschullehrende zusammen.

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