Der Pre-Doc Award wird jährlich im Frühjahr ausgeschrieben. Die Bewerbungszeit ist zwischen April und Juni. Im Folgenden finden Sie alle Informationen zur Bewerbung sowie häufig gestellte Fragen.

Die Ausschreibung für die Förderphase 2021/2022 ist abgeschlossen, die nächste Ausschreibung erfolgt im April 2022. Informieren Sie sich über die Bedingungen für eine Bewerbung.

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Bewerbungsprozess, Foto: Christian Hüller

Erwartungen an Pre-Doc Awardees

Bei der Auswahl zur Finanzierung im Rahmen des Pre-Doc Awards wird von allen Awardees (Predocs und Postdocs) erwartet, sich zu den Programmrichtlinien zu bekennen:

  • Streben nach Drittmittelförderung für das Promotionsvorhaben
  • Teilnahme am Rahmenprogramm des Pre-Doc Awards
  • Unterstützung der Öffentlichkeitsarbeit für den Pre-Doc Award
  • Bereitstellung von Informationen für die Programmevaluation
  • Aktualisierung von Kontaktdaten

In den Programmdetails finden Sie eine Erläuterung aller Erwartungen.

Bewerbung und Auswahl

Zulassungsberechtigt sind Predocs

  • mit einem Master-, Lehramts- oder Staatsexamensstudium an einer deutschen oder internationalen Hochschule, das zu einem Promotionsstudium in Deutschland berechtigt
  • mit sehr guten Studienleistungen
  • in der Übergangsphase am Ende ihres Hochschulstudiums
    (maximal sechs Monate vor bis maximal acht Monate nach Erreichen des Abschlusses)
    Ausnahme: Aus aufenthaltsrechtlichen Gründen müssen Absolventinnen und Absolventen aus Drittstaaten ihr Abschlusszertifikat bereits zur Bewerbung, im Ausnahmefall einen Monat vor Vertragsbeginn vorweisen.
  • mit der Absicht an der Universität Leipzig zu promovieren
  • mit Ideen für eine Fragestellung für die angestrebte Promotion
  • im Tandem mit einer promovierten Wissenschaftlerin oder einem promovierten Wissenschaftler der Universität Leipzig, die oder der mit ihnen im Verlauf des Pre-Doc-Award-Jahres (und bestenfalls darüber hinaus) zusammenarbeitet und sie fachlich sowie ideell beraten und unterstützen kann

Zulassungsberechtigt sind Postdocs

  • sowie Nachwuchsgruppenleitende und Innehabende einer Junior- oder Tenure-Track-Professur
  • aller Fachbereiche und Forschungseinrichtungen der Universität Leipzig
  • mit befristeter Anstellung an unserer Universität oder einer stipendienfinanzierten Stelle
  • in der postdoktoralen Qualifizierungsphase, d. h. mit wissenschaftlicher Weiterqualifizierungsabsicht
  • im Tandem mit einer Predoc-Kandidatin oder einem Predoc-Kandidaten, die oder der eine Promotion anstrebt und bei der oder dem eine thematische Schnittmenge zum Promotions(vorbereitungs)vorhaben besteht
  • mit, im besten Fall, ersten Erfahrungen bei der Drittmitteleinwerbung

Die unten stehende Liste dient lediglich der Übersicht. Bitte Informieren Sie sich in den aktuellen Programmdetails zu den genauen Anforderungen.

Sie können die Bewerbungsdokumente auf Deutsch oder Englisch einreichen. Bitte beachten Sie, dass auf Grund des internationalen Charakters des Programms Englisch die bevorzugte Sprache für die Rahmenveranstaltungen ist.

Überblick Bewerbungsunterlagen:

  • Anschreiben
  • Projektexposé
    inklusive Forschungsfragen, Hypothesen, Forschungszielen, möglichen Ergebnissen, Arbeitsplan des Förderjahres, Plan zur Einwerbung von Fördermitteln
  • Predoc: Abschlusszeugnis, Lebenslauf und gegebenenfalls Publikationsliste
  • Postdoc: Lebenslauf inklusive Drittmitteleinwerbungen und Publikationsliste
  • Unterstützungserklärung einer oder eines Hochschullehrenden (entweder zukünftige Promotionsbetreuung oder innerhalb der anstellenden Fakultät vorgesetzte Person während der Förderphase)
  • Erklärung, dass beide die Programmdetails und FAQs gelesen haben und ihrem Inhalt zustimmen

Wird der Abschluss bis zu sechs Monate nach dem Programmstart avisiert, sind zusätzlich folgende Dokumente einzureichen:

  • Erklärung und allgemeine Einordnung
  • Persönlicher Zeitplan der wichtigsten Schritte zum Erreichen des Abschlusses
  • Dokumente, die den Status des Projekts und die Erreichbarkeit des Abschlusses innerhalb von sechs Monaten nach Beginn der Förderphase belegen (zum Beispiel den Ausschnitt der Prüfungsordnung, der die reguläre Bearbeitungszeit der Masterarbeit festsetzt und eine Bestätigung der Anmeldung der Thesis vom entsprechenden Prüfungsamt)
  • Transcript of records
  • einseitiges Exposé über den Inhalt der Masterarbeit (falls zutreffend)

Die genauen Daten werden in der jeweiligen Ausschreibung veröffentlicht.

  • April: Veröffentlichung der Ausschreibung
  • Juni: Bewerbungsschluss
  • bis Ende August: Förderentscheidung und Benachrichtigung

Auswahlkriterien

  • Qualifikation von Predoc und Postdoc: bisherige (wissenschaftliche) Leistungen, für Postdocs inklusive Publikationen und Drittmitteleinwerbungen
  • Passung des Tandems
  • Gesamtqualität und Plausibilität der Bewerbung
  • Plausibilität und Verständlichkeit des vorgeschlagenen Projekts und Zeitplans
  • Potenzial und Pläne zur Einwerbung einer Finanzierung für die Promotion, unter anderem zur Planungsvielfalt und Ausgewogenheit zwischen avisierten Stipendienbewerbungen und einer Drittmitteleinwerbung
  • Chancengleichheit und Fächervielfalt

Bewertung der Bewerbung

Der Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs leitet eine Auswahlkommission, die über die Finanzierung der Projekte entscheidet. Obwohl dieses Gremium interdisziplinär zusammengesetzt ist, sind nicht alle Fächer vertreten, sodass keine detaillierte inhaltliche Bewertung der Forschungsvorhaben erfolgt.

Teil der Auswahlkommission sind:

  • der Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
  • der Referent des Prorektors für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
  • mindestens drei Hochschullehreninnen und Hoschschullehrer aus der Forschungskommission
  • eine Forschungsreferentin oder ein Forschungsreferent des Dezernats für Forschung und Transfer
  • der Gleichstellungsbeauftragte
  • gegebenenfalls die für Schwerbehinderung beauftragte Person

Die Referentin für akademische Personalentwicklung, die den Pre-Doc Award koordiniert, nimmt an der Tagung Auswahlkommission in beratender Funktion und zur Protokollführung teil.

Rollenverteilung während der Förderphase

Während Ihrer Förderphase haben Sie verschiedene Ansprechpersonen mit unterschiedlichen Funktionen. Wir empfehlen Ihnen, sich mit den Rollen und Aufgaben der nachfolgenden Positionen vertraut zu machen sowie, im besten Fall, eine Betreuungsvereinbarung mit ihrer oder ihrem Postdoc und ihrer Führungskraft abzuschließen. In ihr werden die Rollen, Rechte und Pflichten der unten genannten Personen für die Zeit der Pre-Doc-Award-Förderphase festgelegt. Dafür sei die Vorlage für Promotionsvereinbarungen der Research Academy Leipzig empfohlen, die Sie an Ihre Situation anpassen können.

Die oder der Predoc ist, je nach Fachkultur, in die Arbeitsgruppe der Postdoc oder des Postdocs eingebunden oder pflegt eine Beziehung zu ihr bzw. ihm sowie zu den Promovierenden des Fachbereichs. Sie oder er konzentriert sich auf Vorbereitungen zur Promotion, wie beispielsweise Pilotstudien oder Literaturrecherchen und bereitet i. d. R. Stipendienbewerbungen vor. Wie die Arbeits- und Supervisionsbeziehung genau ausgestaltet wird, bleibt den Tandems überlassen.

Aus administrativen Gründen und der geplanten Promotion wegen ist die Einbindung einer Professorin oder eines Professors essenziell. Sie oder er fungiert als Vorgesetzte oder Vorgesetzter der Predoc oder des Predocs. Das heißt, dass sie oder er den Einstellungsantrag und alle weiteren offiziellen Dokumente (wie z. B. Urlaubsanträge) unterschreiben muss. Des Weiteren sollte die oder der Predoc bestmöglich unterstützt werden – sowohl in ideeller als auch organisatorischer Weise (zum Beispiel durch Zulassung zu den Kolloquien der Arbeitsgruppe und die Bereitstellung eines Arbeitsplatzes). Gleichzeitig betreut diese Person meist die zukünftige Doktorarbeit. Andere (Junior-)Professorinnen und -Professoren und – abhängig von den fakultätsspezifischen Regularien zur Promotionsbetreuung – Postdocs können später in die Betreuung der Promotion involviert sein, zum Beispiel in Form eines 'Thesis Advisory Committees' für die Dissertation.

Die oder der Postdoc kann gleichzeitig verschiedene Rollen haben. Je nach Fachkultur und Promotions(vorbereitungs)vorhaben kann sie oder er als Mentorin oder Mentor für die Predoc-Kanditatin oder den Predoc-Kandidaten und/oder als inhaltliche Vorgesetzte bzw. Vorgesetzter fungieren. Sie oder er unterstützt den Prozess und den Fortschritt sowie in anderen Fragen im Zusammenhang mit dem Pre-Doc Award und der späteren Dissertationsperiode. Für die Zeit nach dem Pre-Doc-Award-Jahr wird ihr oder sein kontinuierlicher Beitrag zur Betreuung der Doktorarbeit nachdrücklich empfohlen.

Gleichzeitig ist die oder der Postdoc selbst preistragend. Sie oder er kann im Vorfeld der Bewerbung geeignete Promotionsinteressierte ansprechen und somit vielleicht dauerhaft für die eigene Arbeitsgruppe gewinnen. Sie oder er erhält Zugang zum Netzwerk des Programms und übt die persönliche Supervisionsfähigkeit. Bei Bedarf kann eine individuelle Beratung zur Einwerbung von Drittmitteln, bezüglich der Rolle innerhalb des Programms oder des persönlichen Karriereweges erfolgen.

Das Koordinationationsteam des Pre-Doc Awards steht für sämtliche mit dem Award verbundene organisatorische Fragen als erste Anlaufstelle zur Verfügung. Auch Anregungen oder individuelle Anliegen zu Weiterbildung, Karriere und, im Einzelfall, auch persönlichen Fragen wie zu Ihrer psychischen Gesundheit können Sie hier adressieren.

Haben Sie Fragen? Wir helfen Ihnen weiter:

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Dr. Antje Nolting

Koordination

Ritterstraße 26
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-35093
Telefax: +49 341 97-35009

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