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Übersicht der Entwicklungen und Maßnahmen für mehr Chancengerechtigkeit an unserer Universität in den Jahren 2010 bis 2020 sowie ein Ausblick auf kommende Herausforderungen.

In der Sitzung des Senats der Universität Leipzig am 10. November legte der Zentrale Gleichstellungsbeauftragte seinen Tätigkeitsbericht vor. Unter dem Titel "Logbuch Chancengerechtigkeit beleuchtet die Publikation in besonderer Form die Meilensteine der Gleichstellungsarbeit an der Universität.

"Gleichstellungsarbeit ist ein Tätigkeitsfeld mit wenig Wertschätzung und viel Widerstand. Aber für Chancengerechtigkeit muss man Position beziehen, muss Diskussionen aushalten und Diskurse initiieren – nur so kann sie für alle und mit allen gelingen.", so der Zentrale Gleichstellungsbeauftragte Georg Teichert.

Umso beachtlicher ist das Erreichte, wie die erfolgreiche Einwerbung von Drittmitteln über 3,5 Mio. Euro, die Etablierung des erfolgreichen Förderprogramms t.e.a.m. als Personalentwicklungsinstrument sowie der Aufbau eines Netzwerks mit zahlreichen städtischen, landes- und bundesweiten Kooperationen. Durch die Entwicklung konzeptioneller Grundlagen, Aktionsplänen und Leitfäden in den Bereichen Gleichstellung, Inklusion und Vereinbarkeit erhält die soziale Vielfalt an der Universität zunehmend die nötige Unterstützung. So gelang es, das Ziel der Förderung und Nutzung der Potentiale aller Universitätsmitglieder und -angehörigen als Querschnittsziel im hochschulspezifischen Entwicklungsplan 2025 und dem Personalentwicklungskonzept zu verankern.

Der Tätigkeitsbericht bietet Informationen und Bildmaterial zu den zahlreichen Projekten und Veranstaltungen, die das Gleichstellungsbüro in den letzten Jahren gestemmt hat, darunter internationale Tagungen, Publikationen, Ausstellungen, Aktionstage oder Ferienprogramme. Der Dank des Gleichstellungsbeauftragten gilt daher insbesondere den aktuellen und ehemaligen Mitarbeitenden des Gleichstellungsbüros sowie dem Engagement der dezentralen Gleichstellungsbeauftragten, aktuell im Amt oder schon ausgeschieden.

Abschließend gibt der Bericht einen Ausblick auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen. Steigende Pflegezahlen, Fachkräfteschwund, wachsende gesetzliche Anforderungen, gesellschaftliche Dynamiken, wie Hate Speech, Black-Lives-Matter oder #Metoo und globale Krisen werden den Druck auf Wissenschaftsbetriebe zunehmend erhöhen. Daher sei Chancengerechtigkeit kein Add-on, das vielleicht im Nachhinein und unter zig Prämissen noch anzustreben ist. Sie sei Maßstab und Maßgabe einer zeitgemäßen Universität – und mit Ressourcen zu untersetzen, so wie jede andere Querschnittsaufgabe auch.