In diesem Projekt erlernen die Studierenden Grundlagen eigener empirischer Arbeit anhand einer Podcastproduktion. Fokussiert auf stadtsoziologisch interessante Themen und Orte führen die Studierenden eigene Forschungsarbeiten durch. Weitere Informationen zum Projekt und der Durchführung finden Sie im Dowloadbereich als Good Practice-Aufarbeitung.

Auf einen Blick

  • Projektleitung: PD Dr. Thomas Schmidt-Lux (Institut für Kulturwissenschaften, Bereich Kultursoziologie)
  • Fachrichtung: Kulturwissenschaften
  • Förderung: Lehr-Lern-Projekt der LaborUniversität (StiL)
  • Förderzeitraum: 2019/20
  • Projektumfang: Lehrveranstaltungsebene
  • Schlagwörter: Podcasts, Methoden, Interviews, Medienproduktion
Zwei Studentinen sitzen Rücken an Rücken im Augusteum und haben Kopfhörer auf. Die linke Studentin blickt lachend in die Kamera. Die rechte Studentin schaut lächenlnd auf ihr Smartphone, welches sie in der Hand hält.
Zwei Studentinnen mit Kopfhörern und Smartphones im Neuen Augusteum. Foto: Christian Hüller

Eine Podcastsammlung entsteht in einem Methodenseminar

Wissensbestände und Methoden der Geistes- und Sozialwissenschaften sind durch die Digitalisierung unter Druck geraten: Wie viele andere Gesellschaftsbereiche muss sich auch kulturwissenschaftliche Forschung fragen, wie sie „auf Höhe der Zeit“ bleibt, um Gesellschaft zu erforschen und diese Forschungsergebnisse zu präsentieren. Bislang sind vor allem schriftliche Texte dominant. Zunehmend ist jedoch eine Verschiebung in Richtung anderer Medienformate beobachtbar. Prominent sind dabei in jüngster Zeit Podcasts, also im Web zu abonnierende Audiodateien. Diese erlauben es den Forschenden, empirisches Material und die eigenen Interpretationen noch einmal vielfältiger und direkter zu präsentieren, zugleich auf einfache Weise ein großes und auch nicht nur spezifisch akademisches Publikum zu erreichen. Für die Nutzenden wiederum sind Podcasts leicht zugänglich und handhabbar und ermöglichen einen niedrigschwelligen Zugang zu neuesten wissenschaftlichen Perspektiven.

Projektidee

Konkret wollen wir das Format Podcast nutzen, um die Methode der Ethnografie – und die didaktischen Mittel ihrer Aneignung – zu erweitern. Die Ethnografie beruht (neben Texten) schon immer auf verschiedenen Medien und Erhebungsformen wie Zeichnungen, Fotografien, Videos oder jüngst Mitschnitten von Netzkommunikation („Netnografie“). Das spezifische Moment der menschlichen Stimme und die Möglichkeit zur Audioethnografie, die Podcasts bieten, sind aber noch nicht systematisch für den Einsatz in Forschung und Lehre erarbeitet worden, obgleich die Form des „sprechenden Denkens“ (Schleiermacher) vielfältige Bezüge zu bestehenden Formaten historischer, soziologischer und philosophischer Kommunikationsformen aufweist.

Vorgehen

Vor diesem Hintergrund erarbeitet das Lehr-Lern-Projekt „Sprechen, Hören, Denken“ über zwei Semester soziologische Grundlagen der ethnografischen Erforschung von Stadt(szenen) (WS 19/20) und erforscht deren Umsetzungsmöglichkeiten in Podcast-Formate, die öffentlich zugänglich sein werden (SoSe 20). Dabei werden die Studierenden in Kleingruppen eigene Themen bearbeiten und durch forschendes Lernen eigene thematische und methodische Schwerpunkte setzen.

Das könnte Sie auch interessieren

Über die Kollektion: LEHRPRAXIS

mehr erfahren

Netzwerk Lehre.Digital

mehr erfahren

Lehren an der Universität Leipzig

mehr erfahren