Ausstellungen und Veranstaltungen  

Ausstellungen
und Veranstaltungen

Aktuelle Veranstaltungen

Geliebtes Afghanistan

Arbeiten der Fotojournalistin Anja Niedringhaus (1965-2014)

Ausstellung der Kustodie in Kooperation mit dem Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig und in Zusammenarbeit mit dem Franz Hitze Haus Münster

21. April bis 21. Juli 2017

Di - Fr 11-18.30 Uhr, Sa 11-14 Uhr

Begleitprogramm zur Ausstellung

Die Kustodie der Universität Leipzig zeigt Fotografien der Journalistin Anja Niedringhaus (1965-2014). Im Rahmen einer Kooperation mit dem Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft konnte die vom Franz Hitze Haus (Münster) im Jahr 2016 kuratierte Ausstellung nach Leipzig geholt werden. Gefördert wird die Übernahme durch Mittel der VolkswagenStiftung.

Die Arbeiten der Ausnahmefotografin, die 2014 in Afghanistan ums Leben kam, zeigen das multi-ethnische Land jenseits der Kriegsberichterstattung: Sie dokumentieren den ganz normalen Alltag der Menschen, die Situation der Frauen und Kinder und das Leben an der Peripherie. Niedringhaus holt in ihren Fotografien jene vor die Kamera, die die Nachrichtensendungen nicht zeigen.

Die Universität Leipzig und die Reformation

Sonderöffnung der Kunstsammlung im Rektoratsgebäude anlässlich des Reformationsjubiläums

25. Mai bis 7. Juli 2017, Montag bis Freitag 11 bis 18 Uhr
Begleitprogramm mit Führungen und Vorträgen zur Ausstellung

Die Reformation bewirkte eine Modernisierung der Gesellschaft, an der die Universitäten maßgeblich beteiligt waren. Auch sie verbreiteten das reformatorische Gedankengut und formten die akademischen Eliten der kommenden Generationen. Die Ausstellung beginnt mit einem Rückblick auf die vorreformatorische, katholische Universität Leipzig und das örtliche Dominikanerkloster. Luthers Gegenspieler, der Ablassprediger Johann Tetzel, hatte an der Theologischen Fakultät studiert und war eine Zeit lang Lehrer am Kloster St. Pauli. Die Leipziger Disputation - das für den weiteren Verlauf der Reformation wegweisende Streitgespräch zwischen Martin Luther und dem katholischen Theologen Dr. Johann Maier aus Eck - fand unter organisatorischer Beteiligung der Universität Leipzig statt.

Lucas Cranach d. Ä., Philipp Melanchthon, um 1545

Nach der Reformation wurde die Universität Leipzig auf das Augsburger Bekenntnis verpflichtet und vollzog einen grundlegenden Wandel. Zentrale universitäre Ämter besetzten nun Vertreter der neuen Konfession, wie Caspar Borner oder Joachim Camerarius. Die Theologische Fakultät entwickelte sich zu einer der wichtigsten Institutionen der lutherischen Orthodoxie. Es folgte eine humanistische Bildungsreform, an der Philipp Melanchthon besonderen Anteil hatte. Nach dem Modell der Reformuniversität Wittenberg sollte nun auch die Leipziger Hochschule die Verbindung von reformatorischer Theologie und humanistischer Bildung vollziehen. Der geistige Wandel der Gelehrten zum evangelischen Glauben zeigt sich eindrucksvoll in den Bildwelten ihrer Epitaphien.

Die Übereignung der Klostergebäude und weiteren Grundbesitzes durch Kurfürst Moritz stellten die Hochschule finanziell auf eine neue Grundlage. Zusätzlich zu den bereits bestehenden Kollegiengebäuden im Bereich Ritterstraße und Schlossgasse/Petersstraße stand nun neuer Raum für Lehrzwecke und Unterbringung zur Verfügung. Der in „Paulinerkolleg“ umbenannte ehemalige Klosterkomplex wurde zum Zentrum der Universität. In einem der Hauptgebäude, dem sogenannten Mittelpaulinum, entstand eine zentrale Universitätsbibliothek, deren Grundstock die Buchbestände säkularisierter sächsischer Klöster bildeten. Durch die mit der Schenkung verbundenen Güter und Privilegien wurde die Universität für lange Zeit zu der am besten ausgestatteten im deutschsprachigen Raum.

Das Schlusskapitel der Ausstellung wird durch die Rolle der Reformation in der Kunst der DDR bestimmt. Besonders die frühen 1970iger Jahre prägten Jubiläen, die die gesellschaftlichen Umbrüche und politischen Unruhen der Bauernaufstände thematisierten. Im Mittelpunkt der zum Teil für die Leipziger Universität geschaffenen Werke von Volker Stelzmann, Heinz Zander, Siegfried Ratzlaff und anderen steht dabei der ehemalige Leipziger Student und radikale Reformator Thomas Müntzer.


letzte Änderung: 01.06.2017 

Kontakt

Galerie im Neuen Augusteum
Augustusplatz 10
04109 Leipzig

Telefon +49 341 97-30170
Telefax +49 341-97 30179
E-Mail

barrierefrei zugänglich

Öffnungszeiten:
Dienstag - Freitag 11.00 bis 18.30 Uhr
Samstag 11–14 Uhr
Montag, Sonntag und an Feiertagen geschlossen

Eintrittspreise:
Studenten und Mitarbeiter der Universität Eintritt frei
Gäste 2,50 EUR
Ermäßigt 1,50 EUR

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