Historischer Elektomagnet Fa. Bruker, 1970er Jahre , Universität Tübingen. Foto M. Findeisen

Das MRZ fördert die breite Anwendung der Methoden der magnetischen Resonanz in Physik, Chemie, Biologie, Medizin und Veterinärmedizin an der Universität Leipzig und in der außeruniversitären Forschung in Leipzig.

Ziel ist die Stimulierung neuer grundlegender Beiträge zur Forschung. Das betrifft zu "Life-Science" gehörige biochemische, biophysikalische und medizinisch-diagnostische Arbeiten ebenso wie zum Thema "Material Science" passende Untersuchungen.

Traditionell bildet die Entwicklung von Meßmethoden einen weiteren Schwerpunkt.

Atomkerne haben eine elektrische Ladung. Viele Kernsorten, darunter auch die Wasserstoffkerne, drehen sich und erzeugen durch die sich drehende Ladung auch ein magnetisches (Dipol-)Feld. Befinden sich diese Atome in einem starken Magnetfeld und wird zusätzlich ein elektromagnetisches Hochfrequenzfeld (10 – 1000 MHz) eingestrahlt, ergeben sich Resonanzen zwischen Kerndipolen und Hochfrequenzfeld.

Dieser Effekt der magnetischen Resonanz hat sich unter seinem englischen Namen NMR (nuclear magnetic resonance) etabliert. Der analoge Effekt für Elektronen heißt ESR (electron spin resonance) oder EPR (electron paramagnetic resonance). 

Weitaus bekannter als diese in Physik, Chemie, Biologie und Materialwissenschaften etablierten spektroskopischen Analysenverfahren ist jedoch die medizinische Anwendung zur Bildgebung geworden. Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) bzw. MRI (magnetic resonance imaging) sind Begriffe, die Ärzten und deren Patienten vertraut geworden sind.

Artur Lösche
(1921-1995)  
Quelle: Wikipedia

Harry Pfeifer
(1929-2008)  
Quelle: Wikipedia

Nach Vorarbeiten gilt das Jahr 1945 als Entdeckungsjahr des NMR-Effektes. Nahezu zeitgleich wurden die ersten Beobachtungen von zwei Arbeitsgruppen in den USA um E.M. Purcell und F. Bloch publiziert. Beide erhielten 1952 gemeinsam den Nobel-Preis für Physik.

Die ersten Jahre der magnetischen Resonanz in Leipzig liegen in den 1950er mit Experimenten von Prof. Artur Lösche und Prof. Harry Pfeifer am Physikalischen Institut der Universität Leipzig.

Im Arbeitskreis von A. Lösche baute H. Pfeifer die erste Apparatur in Leipzig zum Nachweis des magnetischen Resonanzeffektes auf und beschrieb die Ergebnisse in seiner Diplomarbeit von 1951.

A. Lösche verfasste eines der ersten Lehrbücher über magnetische Resonanzeffekte. 
(Artur Lösche: Kerninduktion, Deutscher Verlag der Wissenschaft, Berlin 1957)

Das könnte Sie auch interessieren

MRZ Hauptseite

mehr erfahren

Fakultät für Chemie und Mineralogie

mehr erfahren

Fakultät für Physik und Geowissenschaften

mehr erfahren

Intitut für Analytische Chemie

mehr erfahren

Felix-Bloch-Institut für Festkörperphysik

mehr erfahren