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Mit Beschluss des Rektorats wird die bisherige Juristenfakultät der Universität Leipzig künftig den Namen „Juristische Fakultät“ tragen. Der Fakultätsrat hatte sich zuvor mit deutlicher Mehrheit für die Änderung ausgesprochen.

„Ich begrüße die Umbenennung der Fakultät besonders als Juristin ausdrücklich. Der neue Name trägt zum einen der historischen Bezeichnung der Fakultät Rechnung. Zum anderen entspricht er dem modernen Sprachgebrauch. Schließlich definiert sich unsere Juristische Fakultät über fachliche Aspekte und nicht über eine Berufsgruppe“, sagt Rektorin Prof. Dr. Eva Inés Obergfell. 

Der neue Name greift die historische lateinische Bezeichnung facultas iuridica auf, die seit dem 15. Jahrhundert für die Juristische Fakultät der Universität Leipzig belegt ist. Er verzichtet auf das generische Maskulinum und beschreibt die Fakultät über ihren fachlichen Gegenstand – das Recht. Damit wird dem Wunsch nach einer inklusiveren und zeitgemäßen Sprache Rechnung getragen.

Auch die zunehmende internationale Ausrichtung von Forschung und Lehre spielte eine Rolle: Der neue Name erleichtert in der Übersetzung die Kommunikation im globalen Wissenschaftskontext. Dekanin Prof. Dr. Katharina Beckemper, die als erste Frau in der fast 600-jährigen Geschichte der Fakultät an deren Spitze steht, betont: „Die Entscheidung bündelt historische Kontinuität, eine zeitgemäße Ausdrucksweise und ein reflektiertes Verständnis von Gleichstellung.“

Die Fakultät wird die neue Bezeichnung schrittweise in der internen und externen Kommunikation umsetzen.