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Kooperation mit der Ohio University und der Hong Kong Baptist University

Capstone Class in Hong Kong 2019

Vom 10. bis zum 16. März 2019 erhielten sechs Studierende der Masterclass Communication Management der Universität Leipzig die Möglichkeit, im Rahmen der Capstone Class nach Hongkong zu reisen. Die teilnehmenden Studierenden waren Melanie Bauer, Tom Kornblum, Helene Lamprecht, Vera Scheunert, Maximilian van Poele und Lea Waskowiak, begleitet von Prof. Dr. Christian Hoffmann und Prof. Dr. Werner Süss. In Kooperation mit der Ohio University und der Hong Kong Baptist University fand ein einwöchiger Austausch zwischen den Studierenden der drei Länder und Universitäten statt. Die Reise wurde für die Leipziger Studierenden dankenswerterweise vom Akademischen Auslandsamt der Universität Leipzig durch ein PROMOS Stipendium unterstützt.

Im Mittelpunkt der Capstone Class stand die Bearbeitung einer Case Study in internationaler Zusammenarbeit. Dafür wurden die Teilnehmenden in drei Gruppen, bestehend aus sechs Personen mit jeweils zwei Studierenden aus Deutschland, den USA und Hongkong aufgeteilt. Im Rahmen der Case Study sollte jede Gruppe ein in den Märkten aller drei Länder anwendbares Kommunikationskonzept für die neue Produktreihe “ORGANICS by Red Bull” des international erfolgreich agierenden österreichischen Unternehmens Red Bull entwickelt werden. Zur Vorbereitung wurde ein kurzes Briefing zur Auffrischung der wichtigsten theoretischen Konzepte zur Kampagnenplanung durch Prof. Dr. Christian Hoffmann präsentiert, inklusive einiger hilfreicher Hinweise und Tipps. Anschließend hatten die drei Gruppen bis zum Freitag, dem Tag der Präsentation, Zeit, sich intensiv mit den Herausforderungen des Unternehmens bei der Positionierung der neuen, nachhaltigen Produktlinie auf dem internationalen Markt auseinanderzusetzen und darauf basierend ein stringentes Kommunikationskonzept mit einer kreativen Idee für eine erfolgreiche Kommunikationskampagne zu entwickeln.

Die Gruppen arbeiteten selbstständig in verschiedenen, hervorragend technisch ausgestatteten Räumen der Hong Kong Baptist University und profitierten vom Feedback der Professoren, die in den Case Study Arbeitszeiten jeweils zustießen und hilfreiche Tipps geben konnten. Das Projekt wurde von allen Gruppen sehr ernst genommen und die Kampagnen mit viel Leidenschaft entwickelt, wie sich bei der Abschlusspräsentation zeigen sollte. Jede der drei halbstündigen Präsentationen stellte ein anderes umfangreiches Konzept vor. Von einer Jury, bestehend aus den Professorinnen und Professoren der drei Länder, wurde das überzeugendste der drei, allesamt als sehr gelungen gelobten, Konzepte ausgewählt und mit einem kleinen Preis geehrt.

Neben der Case Study umfasste die Capstone Class zudem eine spannende Exkursion zur Redaktion der South China Morning Post, organisiert durch Dr. Regina Chen, und viele interessante Vorträge und Präsentationen. Unter anderem stellte sich Edelman Hong Kong als potenzieller Arbeitgeber vor, eine Vertreterin von Guru Online berichtete über Influencer Management, Julie Agnone von der Ohio University gewährte interessante Einblicke im Bereich des Brandings aus ihrer Zeit bei National Geographic Kids und Raymond Lee stellte Ergebnisse des Hong Kong Digital Media Reports vor. Außerdem hatten die Studierenden die Möglichkeit, reguläre Vorlesungen und Seminare der Hong Kong Baptist University zu besuchen und damit einen Eindruck vom Universitätsalltag und den Studieninhalten der Hong Kong Baptist University zu gewinnen.

Trotz des umfangreichen Programms blieb ausreichend Zeit, auch außerhalb der Universität die Kultur Hongkongs zu erleben. Ein Höhepunkt war dabei der Besuch des einzigartigen Sha Tin Pferderennens auf der riesigen, von Wolkenkratzern umringten Pferderennbahn. Außerdem konnten die deutschen und amerikanischen Studierenden sehr von der Gastfreundschaft und Unternehmungslust der chinesischen Studierenden profitieren. Diese führten ihre Gäste unter anderem in verschiedenste Restaurants, zum Teil versteckt in der mittleren Etage eines Wolkenkratzers, zum Teil an einer eher düsteren Straßenecke, in die sich wohl sonst keine deutschen oder amerikanischen Studierenden verlaufen hätten, und präsentierten mit großer Freude kulinarische Spezialitäten und Essgewohnheiten.

Es war eine Woche voller unvergesslicher Eindrücke und Erfahrungen – ein einzigartiges Erlebnis, das allen Leipziger Studierenden die Herausforderungen, vor allem aber die Vorzüge und Bereicherungen multinationaler Zusammenarbeit nahegebracht hat.

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