Pressemitteilung 2019/146 vom

Unter dem Motto „Deutsch im Wandel – 50 Jahre IDV – Im Dialog über neue Anforderungen an den DaF-Unterricht“ findet vom 28. Juli bis zum 2. August an der Universität Leipzig die Delegiertenkonferenz des Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverbandes (IDV) statt. Zu dem Treffen werden etwa 100 Vertreter von Deutschlehrerverbänden aus 80 Ländern der Welt sowie zahlreiche Fachwissenschaftler aus dem deutschsprachigen Raum erwartet.

Marianne Hepp, Präsidentin des Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverbandes

Marianne Hepp, Präsidentin des Internationalen Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverbandes Foto: privat

„Wir freuen uns insbesondere darüber, dass wir die erste Internationale Delegiertenkonferenz des IDV am festen Verbandssitz unseres Dachverbands abhalten können. Der 50-jährige Wandersitz des IDV fand Ende 2017 seine feste Adresse bei interDaF am Herder-Institut der Universität Leipzig“, sagt die Präsidentin des IDV, Marianne Hepp. Deutsch gehöre zu den meistgesprochenen Sprachen der Welt. Die Sprache befinde sich mit 132 Millionen Gesamtsprechern auf Platz 13 der rund 7.000 natürlichen Sprachen auf der Erde. Deutsch stehe zudem auf Platz eins der Muttersprachler in Europa. Umfragen zufolge sind die Hauptgründe für das Deutschlernen aber weniger in seiner Rangfolge zu sehen, als vielmehr in der gesellschaftlich-kulturellen, wie auch in der wirtschaftlichen Bedeutung des deutschsprachigen Gesamtraums. „Millionen von Menschen auf der ganzen Welt lernen Deutsch als Fremd- oder Zweitsprache, weil ihnen diese Sprache Zugang zu besonderen Erfahrungen, Einsichten und Kenntnissen eröffnet oder weil sie die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung schätzen“, so Hepp.

Die Teilnehmer der Konferenz werden im Paulinum – Aula der Universitätskirche St. Pauli begrüßt und diskutieren später Fragen wie: In welchen Ländern geht das Interesse an der deutschen Sprache zurück, wo wächst der Bedarf an Deutschkursen? Wie sind die Lehrkräfte auf die neuen Herausforderungen vorbereitet? Wie muss sich die traditionelle Germanistik mit Schwerpunkten auf deutscher Kultur und Literatur verändern, damit sich Jugendliche besser auf die Berufspraxis vorbereiten können? Das Programm umfasst neben Plenarvorträgen und Präsentationen auch Workshops und Diskussionen am Runden Tisch. „Wir verstehen uns!“ ist das Thema des Einführungsvortrages von Prof. Dr. Ursula Hirschfeld von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Und das gilt nicht nur für den speziellen fachlichen Aspekt der Phonetik und Aussprache, der im Mittelpunkt ihrer Ausführungen stehen wird. Einen sprachpolitischen Akzent setzt Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm von der Universität Wien, der über die „Begegnungszone Deutsch“ spricht. Er blickt zurück auf 50 Jahre IDV und gibt einen Ausblick auf die Möglichkeiten und Grenzen des Faches Deutsch als Fremdsprache (DaF) und Deutsch als Zweitsprache (DaZ). Prof. Dr. Nicola Würffel vom Herder-Institut der Universität Leipzig beschäftigt sich in ihrem Vortrag mit der Digitalisierung und den damit verbundenen (neuen) flexiblen Lehr- und Lernformen.

Organisiert wird das Treffen vom Sprach-und Fortbildungsinstitut interDaF e.V. am Herder-Institut, dem Verbandssitz des IDV, dem Herder-Institut und der Universität Leipzig. Die Konferenz wird aus Mitteln des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland finanziert und vom Goethe-Institut sowie der Universität Leipzig unterstützt.

Über den IDV
Der Internationale Deutschlehrerinnen- und Deutschlehrerverband ist das weltweit größte Netzwerk für Deutsch als Fremdsprache. Als Dachverband für national organisierte Deutschlehrerverbände vertritt der IDV etwa 250.000 Deutschlehrer. Derzeit sind im IDV 94 Verbände aus 85 Ländern und Regionen aller Kontinente als Mitglieder vernetzt. Zu den besonderen Zielsetzungen des IDV gehören die Unterstützung der Deutschlehrkräfte in ihrer beruflichen Tätigkeit, deren fachliche Fortbildung sowie die Weiterentwicklung des Faches Deutsch als Fremdsprache. Die Internationale Delegiertenkonferenz und das anschließende Vertretertreffen finden alle zwei Jahre statt.

 

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