Professor Rainer Verch erhält die Auszeichung zusammen mit Professor Christopher J. Fewster (University of York, UK) für die gemeinsame Publikation mit dem Titel „Quantum Fields and Local Measurements“, erschienen in Communications in Mathematical Physics 378, 851–889 (2020). Das Preiskommittee würdigt diese wissenschaftliche Arbeit als „[…] bahnbrechenden Beitrag zu den Grundlagen der relativistischen Quantentheorie. Aufbauend auf Prinzipien der Quantenmechanik führt der Ansatz von Fewster und Verch eine relativistische Messtheorie für die algebraisch formulierte Quantenfeldtheorie ein, die bisher fehlte. Diese Messtheorie liefert einerseits eine Lösung für das von Sorkin hervorgehobene Problem der Signalübertragung mit Überlichtgeschwindigkeit, und hebt darüber hinaus die algebraische Beschreibung der Quantenfeldtheorie auf eine neue operative Ebene, die der Standard-Quantenmechanik deutlich näher kommt.“
Die Verleihung des Preises wird im Oktober in Wien am Institute for Quantum Optics and Quantum Information erfolgen.
Die Auszeichnung wird in jedem Jahr vergeben, für die bedeutendste Veröffentlichung zu den Grundlagen der Quantenmechanik, in der experimentellen oder theoretischen Physik, die in einem peer-reviewed Journal im vorausgegangenen 5-Jahreszeitraum erschienen ist.