Pressemitteilung 2019/025 vom

Stolz und Erleichterung klang aus den Worten des Kustos‘ der Universität Leipzig: „Es ist der Moment nach Jahren der Arbeit, sich über das Erreichte zu freuen und zu danken“, sagte Prof. Dr. Rudolf Hiller von Gaertringen am Freitagabend (1. Februar 2019) beim Empfang für die Förderer, die mit ihrer Spende die aufwändige Restaurierung der Epitaphien im Paulinum – Aula und Universitätskirche St. Pauli ermöglicht haben. Etwa 70 von ihnen waren der Einladung gefolgt. An diesem Abend standen sie und ihr Engagement im Mittelpunkt. Insgesamt waren etwa 800.000 Euro für das Epitaph-Projekt zusammengekommen.

Beim Empfang der Spender für das Epitaph-Projekt im Paulinum.

Beim Empfang der Spender für das Epitaph-Projekt im Paulinum. Foto: Christian Hüller/Universität Leipzig

„Sie haben sich engagiert. Sie haben uns unterstützt. Ihr Engagement zieht weite Kreise“, betonte die Rektorin der Universität, Prof. Dr. Beate Schücking, in ihrem Grußwort. Durch die nachhaltige Förderung im Rahmen des Epitaph-Projekts sei eine wichtige Facette der Leipziger Universitätsgeschichte und der Geschichte der Stadt Leipzig wiederentstanden. Das am 2. Dezember 2017 eingeweihte Gebäude sei schon jetzt eine Erfolgsgeschichte. Hiller von Gaertringen berichtete von der oftmals schwierigen Umsetzung des Epitaph-Projekts, das „wie der Phoenix aus der Asche“ kam. Es begann 2002 und war 2017 abgeschlossen. Er zeigte Fotos von den teilweise massiv geschädigten Kunstwerken, die kurz vor der Sprengung der Leipziger Universitätskirche im Jahr 1968 geborgen und lange im Magazin gelagert wurden. In der Videoeinspielung „Ein Schatz kehrt zurück“ wurde am Beispiel der Restaurierung des Gedächtnismals für Wilhelm von Ryssel (um 1703) dokumentiert, welche Hürden genommen werden mussten, bevor das wiederhergestellte Epitaph 2017 seinen Platz im Paulinum fand. Dank fachmännischer Restaurierung und der Unterstützung der Spender sei ein „weltweit einmaliges Ensemble akademischer Grabkunst“ wiedererstanden, betonte der Kustos. Das Paulinum sei „ein Raum von beispielloser Ausstrahlung“.

Möglich wurde dies durch die finanzielle Unterstützung unter anderem der Porsche Leipzig GmbH, der Ostdeutschen Sparkassenstiftung und der Sparkasse Leipzig sowie der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Dr. Joachim Lamla, der Kaufmännische Geschäftsführer der Porsche Leipzig GmbH, betonte: „Die Restaurierung der Epitaphien ist eines der wichtigsten Wiederaufbauprojekte im Stadtbild von Leipzig mit großer symbolischer und historischer Bedeutung und Strahlkraft. Für Porsche ist es eine Herzensangelegenheit, das kulturelle Erbe an unseren Standorten zu erhalten und zu pflegen.“ Patricia Werner von der Geschäftsführung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung erklärte: "In Kulturgütern wie der Leipziger Universitätskirche St. Pauli mit ihren Epitaphien spiegelt sich unsere Geschichte und Identität. Sie sind Teil unseres Selbstverständnisses, unserer Kultur. Ostdeutsche Sparkassenstiftung und Sparkasse Leipzig haben daher sehr gern auch die Rekonstruktion und Restaurierung mit unterstützt. Wir freuen uns, dass die Verbindung von Alt und Neu bereits viele Besucher begeistert hat.“

Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Leipzig, Dr. Harald Langenfeld, konnte selbst an dem Abend nicht anwesend sein, aber auch er freute sich über das Erreichte: "Die Wiederherstellung des Pantzer-Epitaphs und der anderen geretteten Epitaphien und deren Installation im neuen Gebäude sind ein wichtiger Schritt für unsere Stadt. An historisch bedeutsamem Ort entsteht damit eine ästhetisch und inhaltlich gelungene Verbindung zwischen Geschichte und Gegenwart von Universität und Stadt. Ostdeutsche Sparkassen-Stiftung und Sparkasse Leipzig haben die Rekonstruktion des Epitaphs deshalb gern unterstützt."

Im Anschluss gab es die Möglichkeit, die Epitaphien eingehend zu besichtigen und im Gespräch mehr über das aufwändige Restaurationsprojekt zu erfahren.

 

Susann Huster

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