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Auf dem chinesischen Milliardenmarkt Fuß fassen – diesem Ziel sind sechs deutsche Start-Ups und Kleine und mittlere Unternehmen in der vergangenen Woche ein großes Stück näher gerückt. Insgesamt zwölf junge Unternehmen waren am 25. Januar 2019 an der Universität Leipzig in dreiminütigen Pitches gegeneinander angetreten, um eine internationale Jury aus Wissenschaft und Wirtschaft davon zu überzeugen, dass ihr Geschäftsmodell das richtige für den chinesischen Markt ist. Bei sechs von ihnen sprang der Funke über: Sie werden am 23. April 2019 als „Shanghai Start-up Class“ für vier Wochen in Chinas größte Metropole reisen. Neben den Flugkosten und einem Taschengeld in Höhe von 564 Euro bekommen die Jungunternehmer vor Ort auch einen Coworking-Arbeitsplatz gestellt. „Unsere Idee hinter der ,Shanghai Start-up Class‘ ist, dass wir Start-ups den Zugang zum chinesischen Markt erleichtern wollen. Zum einen, indem sie ihre Chinakompetenz ausbauen, und zum anderen, indem sie die Möglichkeit bekommen, unser Netzwerk chinesischer Partner vor Ort zu nutzen und Investoren zu treffen“, erklärt Steve Uhlig, Projektleiter des DC-Hub.

Zwölf Unternehmen stellten ihre Geschäftsideen für den chinesischen Markt vor.

Zwölf Unternehmen stellten ihre Geschäftsideen für den chinesischen Markt vor. Foto: Patrick Bauer

Die „Shanghai Start-up Class“ organisierten Uhlig und seine Kollegen nun bereits zum zweiten Mal im Rahmen des „Business- und Innovations-HUB Deutschland – China“, kurz DC-Hub, einem Teilprojekt des Internationalen SEPT-Programms der Universität Leipzig. In diesem Jahr bildeten die Pitches der zwölf Jungunternehmen den Abschluss eines Deutschland-China-Start-up-Forums, das das Team um Uhlig vom 24. bis 25. Januar 2019 auf die Beine gestellt hatte. Neben den zwei Workshops „Doing Business in China“ und „Aspects of Intellectual Property Rights in China“, die im Leipziger Basislager Coworking stattfanden, konnten die Teilnehmer des Forums bei der „China Alumni Night“ in der LVZ-Kuppelhalle die Alumni der „Shanghai Start-up Class 2018“ kennenlernen und Kontakt zu Chinaexperten, wie beispielsweise Daniel Eckmann, dem Leiter des Bereichs Market Entry & Business Development der deutschen Auslandshandelskammer in Shanghai, aufnehmen.

Möglich sind Veranstaltungen dieser Art durch die Einbindung des DC-Hub in die Deutsch-Chinesischen Alumnifachnetzwerke (DCHAN). Sie werden vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert und haben zum Ziel, deutsche Studierende oder auch Wissenschaftler, die eine Zeit lang in China tätig waren und dort ein Kontaktnetzwerk aufbauen konnten, zu nutzen, um die deutsch-chinesische Wissenschaftskooperation zu fördern. In diesem Zusammenhang fördern die DCHAN sieben Fachbereiche, wie beispielsweise Maschinenbau, Neurowissenschaften oder auch Logistik, wobei das DC-Hub des SEPT-Programms dem Bereich Entrepreneurship zugeordnet wird. „Wir sind sehr stolz, mit dem DC-Hub Teil der DCHAN zu sein und freuen uns, dass wir so die Möglichkeit haben, in diesem Jahr auch noch weiteren Unternehmen den Weg nach Shanghai zu ebnen. Die Bewerbungsphase für die nächste ,Shanghai Start-up Class‘ startet im April – wir sind jetzt schon gespannt, welche Jungunternehmer sich dann bewerben“, so Uhlig.


Unternehmen der „Shanghai Start-up Class“ 2019:

CrocoDisp (Freiburg)
Genuine German GmbH (Berlin)
Neuform GmbH (Berlin)
ProGlove (Workaround GmbH) (München)
SENORICS GmbH (Dresden)
StoryBaker UG (Berlin)

 

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