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Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) verlängert die Förderung des Graduiertenkollegs Wasserstoffisotope ¹²³H um weitere viereinhalb Jahre in Höhe von ca. fünfeinhalb Millionen Euro. Ziel des Graduiertenkollegs ist es, Arbeitskräfte von morgen in neuen Technologien rund um die drei Wasserstoffisotope Protium, Deuterium und Tritium auszubilden. Diese kommen bei der nachhaltigen Energieumwandlung, insbesondere in der Kernfusion, bei der Arzneistoffentwicklung und zur Herstellung von Handydisplays mit längerer Lebensdauer und verbesserter Helligkeit zum Einsatz.

An diesem Verbundprojekt sind unter Leitung von Prof. Dr. Knut Asmis neben zehn Arbeitskreisen der Universität Leipzig auch Forscher:innengruppen der TU Dresden, der Universität des Saarlandes, des Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) und des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung / Helmholtz-Instituts für Pharmazeutische Forschung Saarland (HZI/HIPS) beteiligt. Das 2021 ins Leben gerufene strukturierte Qualifizierungsprogramm für den wissenschaftlichen Nachwuchs verfolgt mehrere Ziele, beispielsweise die Verbesserung der Synthese- und Analysemethoden für Wirkstoffmarker sowie die Herstellung maßgeschneiderter Materialien zur Isotopentrennung. Insgesamt konnte das Graduiertenkolleg bislang über 30 Forschende in diesem zukunftsträchtigen Bereich ausbilden.

Für Knut Asmis, Professor für Physikalische Chemie am Wilhelm-Ostwald-Institut, ist die Verlängerung der Förderung des Graduiertenkollegs ein großer Erfolg und Beweis für exzellente Forschung: „Die weitere Förderung des Graduiertenkollegs zeigt eindrücklich, dass der Forschungsstandort Leipzig gerade wegen der vorhandenen Expertisenvielfalt einen fruchtbaren Nährboden für international erfolgreiche Verbundprojekte bieten kann. Denn nur eine ausreichend interdisziplinäre Grundlagenforschung katalysiert Innovation und treibt damit die Entwicklung von Zukunftstechnologien voran.“

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