Veranstaltung am

Veranstaltungsort: Alte Nikolaischule, Nikokaikirchhof 2

Das Antikenmuseums der Universität Leipzig bietet seinen Besucherinnen und Besuchern ab Juni profunde und zugleich kurzweilige Führungen von etwa 20 Minuten Länge an. Wählen Sie einfach Ihre Wunschführung aus unserem „Corona-Führungspaket“ aus.

Für unser Corona-Führungspaket haben wir sechs Exponate ausgewählt – darunter auch solche, denen in unseren Führungsangeboten bislang wenig Beachtung geschenkt wurde. Durch unsere Auswahl gewährleisten wir den Mindestabstand von 1,5 Meter zu anderen Personen, sowie die notwendige Nähe zur Kunst. Die Themen berühren die griechische Grabkultur und Götterwelt, die Anfänge der Vasenmalerei in Athen, die legendären Amazonen, das Porträt eines römischen Kaisers und geben Einblicke in ein römisches Wohnhaus.

Um Sie und unser Personal zu schützen, finden die Termine außerhalb der regulären Öffnungszeiten statt. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal vier Personen beschränkt. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist Voraussetzung.

Um trotz der Personenbeschränkungen möglichst vielen Interessierten eine Teilnahme zu ermöglichen, haben wir im Juli folgenden Führungsrhythmus geplant:

  • montags und freitags um14 Uhr
    3. Juli, 6. Juli, 10. Juli, 13. Juli und 17. Juli
  • mittwochs um 10 Uhr
    1. Juli, 8. Juli und 15. Juli

Je nach Wunsch und Interesse können Sie sich für eine der in unserem Corona-Führungspaket angebotenen Führungen entscheiden. Eine vorherige Anmeldung per E-Mail oder telefonisch unter +49 341 97-30700 ist unbedingt notwendig.

Anmeldung
Der Eintritt mit Führung beträgt 5 Euro. Für Familien mit Kindern ist er kostenfrei.
Treffunkt ist das Antikenmuseum in der ersten Etage der Alten Nikolaischule. Wir öffnen circa 10 Minuten vor Beginn der Führung für Sie.

Unsere Führungsangebote

  • Führung 1: Eine Badewanne aus Ton?
    In vielen Museen sind aufwendig dekorierte Rahmen aus Ton zu sehen, die an den Rand einer Badewanne erinnern. In Wirklichkeit handelt es sich um Sarkophage zur Bestattung von Verstorbenen. Klazomenai, eine antike Stadt an der heutigen Westküste der Türkei, war für ihre Handwerkskunst im Herstellen dieser Sarkophage berühmt. Sichtbar waren sie aber nur während des Begräbnisrituals. Warum wurde also so viel Aufwand betrieben, wenn man die kostbare Bemalung nur für einen kurzen Zeitraum sehen konnte?
  • Führung 2: Am Anfang war die Linie!
    Von den Griechen sind zahlreiche mit figürlichen Bildern bemalte Gefäße bekannt. Die Entwicklung und Perfektionierung der Maltechnik fanden über einen langen Zeitraum statt. Zu Beginn stand die Linie, die zu Kreisen und anderen geometrischen Mustern geformt wurde. Eine in Athen hergestellte Amphora, die wir Ihnen vorstellen möchten, gehört zu den frühesten, die im sog. geometrischen Stil bemalt wurden. Erfahren Sie, warum ausgerechnet dieses Gefäß trotz seiner schlichten Bemalung ein wirklich ganz exklusives Stück ist!
  • Führung 3: Wohl dem, der unter dem Schutz der Göttin Athena stand!
    Was haben Athena, die griechische Göttin der Weisheit und der Kunst, und der stärkste aller griechischen Helden, Herakles, gemeinsam? Auf den ersten Blick vielleicht nicht viel, doch bei einer genauen Betrachtung finden sich schnell Gemeinsamkeiten. Kommen Sie mit in die Welt von Athena und Herakles und entdecken Sie auf griechischen Vasenbildern, warum ausgerechnet diese beiden so berühmt sind.
  • Führung 4: Lebten die Amazonen am Amazonas?
    Natürlich nicht! Das Land der Amazonen lag der griechischen Mythologie zufolge in den weiten Ebenen am Schwarzen Meer. Berühmt-berüchtigt waren sie dadurch, dass ihre Frauen den Männern gleich mutig, kampferprobt und für ihre Tapferkeit gefürchtet in den Kampf zogen. Selbst antike Helden waren nicht gegen sie gefeit und kamen oftmals nur knapp mit dem Leben davon. Dabei waren die Amazonen keine Muskelprotze, sondern, wie ihre Königin Penthesilea, von schöner Gestalt. Mehr über die legendären Kriegerfrauen können Sie an einem immer noch rätselhaften Torso einer Amazone erfahren.
  • Führung 5: Kaiser Tiberius – ein beliebter oder unbeliebter Kaiser?
    Was fällt einem als Erstes ein, wenn man an das Römische Reich denkt? Natürlich: Aufwendige Bauprojekte, erfolgreiche Feldzüge und prachtvolle Paläste, aber auch Intrigen, Machtspiele und Giftanschläge der mächtigen Kaiser gehören dazu. Wie diese aussahen, wissen wir von ihren Porträts, die Amtsstuben, Tempel und Plätze füllten. In unserem Museum können wir in das Gesicht von Kaiser Tiberius schauen. Ob uns das Porträt auch verrät, ob er ein „guter“ oder „böser“ Kaiser war?
  • Führung 6: Luxuriöses Wohnen und Leben in einer römischen Kleinstadt
    Pompeji, eine Kleinstadt am Golf von Neapel, im Jahre 79 n. Chr.: Plötzlich bricht der Vesuv aus und die ganze Region wird unter einer dicken Schicht von Asche begraben. Für die Bewohner eine tragische Katastrophe, über die uns ein Augenzeuge, Plinius der Jüngere, berichtet. Für die Archäologen eine besondere Chance für detaillierte Erkenntnisse zum römischen Leben. Anhand eines Architekturmodells begleiten wir Sie durch das sog. Haus des tragischen Poeten im Zentrum von Pompeji! Dort lebten auch Glaucus und Ione, ein Liebespaar, das im Roman „Die letzten Tage von Pompeji“ dem Inferno entgehen konnte.

 

Antikenmuseum Leipzig