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Gestern (18. März 2020) trafen sich Thomas Hofsäss, Prorektor für Bildung und Internationales, und die Studiendekane der Fakultäten. Sie verständigten sich auf wichtige Rahmenbedingungen für das Erbringen von Prüfungsleistungen, die Abgabe von Hausarbeiten und den Auftakt des Sommersemesters in digitaler Form. Eine wichtige Nachricht des Prorektors war zudem: Der ursprünglich für den 25. April 2020 vorgesehene Studieninformationstag findet nicht statt.

Prorektor Prof. Dr. Thomas Hofsäss

Prorektor Prof. Dr. Thomas Hofsäss Foto: Universität Leipzig/Swen Reichhold

„Handlungsleitend für alle Mitglieder unserer Universität ist, Prinzipien der Prävention und das Vermeiden einer Studienzeitverlängerung mit einem möglichst reibungslosen Ablauf des endenden Wintersemesters und des beginnenden Sommersemesters in Einklang zu bringen“, sagt Thomas Hofsäss, Prorektor für Bildung und Internationales.

Entsprechend nimmt die Universität ihren Lehrbetrieb am 6. April 2020 regulär auf, setzt jedoch zunächst bis zum 3. Mai 2020 auf digitale Formate, die dann vom Präsenzstudium abgelöst werden könnten. „Die Vorlesungszeit wird auch regulär zum 18. Juli 2020 beendet. Die Einschreibung erfolgt nach Plan“, erläutert der Prorektor.

Weitere Ergebnisse der Beratung:

Prüfungen

  • Prüfungen werden nach dem aktuellen Stand in der Regel frühestens ab dem 18. Mai 2020 angesetzt.
  • Prüfungen, die aus schwerwiegenden Gründen (v.a. drohende Verlängerung der Studienzeit) nicht aufschiebbar sind, können im Einverständnis mit dem Studierenden über Videotelefonie (z.B. Skype) abgehalten werden. Sollten die Studierenden damit nicht einverstanden sein, findet die Prüfung ab dem 18. Mai 2020 statt.
  • Mündliche Prüfungsleistungen sollten bis auf Weiteres grundsätzlich per Videotelefonie abgehalten werden. Alle anderen Prüfungsleistungen können mit Zustimmung des Prüfungsausschusses in mündliche Leistungen per Videotelefonie gewandelt werden.
  • Entscheidungen treffen grundsätzlich die zuständigen Prüfungsausschüsse. Bei Eilbedürftigkeit kann der Dekan im Einvernehmen mit dem Studiendekan per Eilentscheidung ersatzhalber beschließen. Im Konfliktfall ist unverzüglich der Prorektor für Bildung und Internationales einzubeziehen.  
  • Dieses Vorgehen ist auch prinzipiell für Staatsexamens-Studiengänge (Medizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Pharmazie, Rechtwissenschaft, Lehramt) anzuwenden, bedarf aber des Einvernehmens der zuständigen Staatlichen Prüfungsämter. Grundlage dieses Einvernehmens sind Verfahrensvorschläge, die von den betroffenen Fächern und Fakultäten ausgearbeitet und über den Prorektor für Bildung und Internationales kommuniziert werden.

Hausarbeiten

Der Termin für die Abgabe schriftlicher Hausarbeiten oder ähnlich gelagerter Prüfungsleistungen wird um vier Wochen verschoben. Das Einreichen der Arbeiten erfolgt elektronisch oder postalisch; eine persönliche Abgabe ist ausgeschlossen.

Praktika

Grundsätzlich gilt: Praktika, die begonnen wurden und aufgrund höherer Gewalt abgebrochen werden mussten, sollen als vollwertige Leistung anerkannt werden. Weitere Erläuterungen hierzu folgen in Kürze. Für Praktika, die bis zum zunächst 3. Mai 2020 angetreten werden, sollen und für die keine digitale Variante verfügbar ist (z.B. virtuelle Laborübungen), werden Ersatztermine und Ersatzformate geplant. Nähere Hinweise werden in den Studiengängen entwickelt.

Studieninformationstag

Der ursprünglich für den 25.4.2020 vorgesehene Studieninformationstag findet nicht statt. Mit einer speziell für Studieninteressierte erstellten Überblicksseite lädt die Zentrale Studienberatung unter dem Motto „Studieninformationstag Digital“ dazu ein, sich von zu Hause aus zu informieren und die richtigen Anlaufstellen für Fragen rund um das Thema Studienwahl zu finden. Daneben planen Fakultäten dezentrale digitale Studieninformationsangebote, die dringend der Zentralen Studienberatung mitgeteilt werden sollten, damit diese der Zielgruppe kommuniziert werden können.

Digitaler Semesterauftakt

Für den digitalen Auftakt des Semesters empfiehlt das Universitätsrechenzentrum den Einsatz vom Moodle, dessen stabiler Betrieb sichergestellt ist. Zusätzlich werden über einen Chat-Server Möglichkeiten geschaffen, über die Lehrende und Studierende den Austausch zu Inhalten von Lehrveranstaltungen ebenso wie Beratungsgespräche abwickeln können. Eine Handreichung mit konkreten Hilfestellungen für Lehrende, mit Ansprechpartnern und Hinweisen auf technische Lösungen, wird im Laufe der Woche zur Verfügung gestellt.