Pressemitteilung 2020/139 vom

Zu einer Spendenaktion für in Not geratene internationale Studierende, kurz SIS, rufen die Rektoren der vier staatlichen Hochschulen in Leipzig gemeinsam mit dem Verein „Hilfe für ausländische Studierende in Leipzig e.V.“ auf. An den Leipziger Hochschulen sind derzeit etwa 5.000 internationale Studierende eingeschrieben, davon allein mehr als 3.500 an der Universität.

Prof. Dr. Hans-Bert Rademacher, der Vorsitzende des Vereins „Hilfe für ausländische Studierende in Leipzig e.V., und Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking

Prof. Dr. Hans-Bert Rademacher, der Vorsitzende des Vereins „Hilfe für ausländische Studierende in Leipzig e.V., und Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking Foto: Christian Hüller/Universität Leipzig

Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise treffen alle Studierenden sehr hart. „Besonders für die jungen Leute aus dem Ausland wird die Zahlung von Mieten, Krankenversicherungen, Semestergebühren, Rundfunkbeiträgen und Lehrmaterialien nun zu einer unüberbrückbaren Hürde für die Fortsetzung des Studiums. Sie haben – anders als viele deutsche Studierende – keinen Anspruch auf Bafög und Sozialleistungen des Staates. Wir wissen von wirklich existenzbedrohlichen Notlagen“, begründet Uni-Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking die Initiative. In prekärer Lage befinden sich jetzt auch einige geflüchtete Studierende, die keine Möglichkeit auf Ausbildungskredite und teilweise auch keinen Anspruch auf andere staatliche Förderungen haben und für die keine Hoffnung auf finanzielle Unterstützung aus ihren Familien besteht.

Sebastian Gemkow, Sächsischer Staatsminister für Wissenschaft und Alumnus der Universität Leipzig, hat gern die Schirmherrschaft für die Spendenaktion übernommen. Er sagt: „Internationale Studierende und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereichern traditionell nicht nur Forschung und Lehre. Sie tragen seit Jahrhunderten auch zu einer weltoffenen, bunten und diversen Stadt Leipzig bei und bestimmen das kulturelle und geistige Leben der Stadt mit. So soll es auch bleiben!“

Deshalb hofft auch Prof. Dr. Hans-Bert Rademacher, der Vorsitzende des Vereins „Hilfe für ausländische Studierende in Leipzig e.V.“, auf Spenden der Leipziger: „Seit 1993 konnte unser Verein rund 850 jungen Leuten aus dem Ausland finanziell helfen, um das Studium hier beenden zu können. Corona-bedingt ist der Hilfebedarf jetzt größer geworden, und wir wünschen uns, dass sich Leipzig auch in schwierigen Zeiten als weltoffene Stadt versteht und Solidarität lebt“, betont er.

Mit 10.000 Euro hat die Universitätsstiftung Leipzig e.V. einen Grundstock in den Spendentopf gelegt. Weitere Spenderinnen und Spender aus den Hochschulen und aus der Stadt haben sich schon bereiterklärt, die Spendenaktion für in Not geratene internationale Studierende zu unterstützen. Der Verein „Hilfe für ausländische Studierende in Leipzig e.V.“ entscheidet gemeinsam mit Vertretern der Hochschulen in einem transparenten Bewerbungs- und Vergabeverfahren über die Spendenmittelverteilung an die bedürftigen internationalen Studierenden.

Spenden für SIS sind willkommen an:
HILFE FÜR AUSLÄNDISCHE STUDIERENDE IN LEIPZIG E. V
Bankverbindung: Sparkasse Leipzig
IBAN:  DE16 8605 5592 1181 1344 86
BIC:     WELADE8LXXX
Verwendungszweck: Nothilfefonds

SIS - Spendenaktion für in Not geratene internationale Studierende

  • Prof. Dr. Beate Schücking, Rektorin der Universität Leipzig
  • Prof. Dr. Mark Mietzner, Rektor der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig
  • Thomas Locher, Rektor der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig
  • Prof. Martin Kürschner, Rektor der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig
  • Prof. Dr. Hans-Bert Rademacher, Vorsitzender des Vereins „Hilfe für ausländische Studierende e.V.“