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Der Sprachwissenschaftler Prof. Dr. Christian Fandrych vom Herder-Institut der Universität Leipzig ist in den Wissenschaftlichen Beirat des Leibniz-Instituts für Deutsche Sprache (IDS) in Mannheim berufen worden. Das IDS ist die zentrale wissenschaftliche Einrichtung zur Dokumentation und Erforschung der deutschen Sprache in Gegenwart und neuerer Geschichte.

Prof. Dr. Christian Fandrych

Prof. Dr. Christian Fandrych Foto: Privat

Der Wissenschaftliche Beirat beschäftigt sich mit der Ausrichtung, Planung und Vernetzung der Forschungsaktivitäten und -projekte des Instituts und spielt eine wichtige Rolle bei der Qualitätssicherung des IDS. Die Wissenschaftministerin Baden-Württembergs, Theresia Bauer, berief Fandrych auf  Vorschlag des Stiftungsrats des IDS mit sofortiger Wirkung. Die Berufung in den Beirat erfolgte für zunächst vier Jahre. Eine zweite Amtsperiode ist möglich.
"Für mich bedeutet die Berufung insbesondere, dass mit meiner Person die Perspektive des Faches Deutsch als Fremd- und Zweitsprache zum ersten Mal auch personell im Wissenschaftlichen Beirat des IDS vertreten ist. Das zeigt, dass das Fach sowohl gesellschaftlich, als auch wissenschaftlich weiter an Bedeutung gewonnen hat. Es bedeutet auch eine Anerkennung der Arbeit des Herder-Instituts der Universität Leipzig, das ja die längste Tradition und eine hervorragende Expertise in diesem Fach aufweisen kann“, sagt Fandrych. Für ihn persönlich biete diese Tätigkeit auch die einmalige Gelegenheit, die größte und wichtigste Forschungseinrichtung, die sich mit allen Facetten der deutschen Sprache beschäftigt, noch besser kennenzulernen. Gerade die neuen digitalen Entwicklungen eröffneten vielfältige neue Perspektiven für die Erforschung des Deutschen. „Sprache ist aber auch immer mehr Gegenstand öffentlicher Diskussionen, etwa beim Thema Gendergerechtigkeit oder öffentlicher Sprachgebrauch in Zeiten des Populismus. Auch das sind spannende und wichtige Forschungsthemen“, so der Sprachwissenschaftler.