Pressemitteilung 2020/070 vom

Die Universität Leipzig beabsichtigt, den Beginn der Präsenzveranstaltungen im Sommersemester 2020 zu verschieben, voraussichtlich zunächst auf den 4. Mai. „Unsere entsprechenden Überlegungen sind gestern mit der Empfehlung des Wissenschaftsministers bestätigt worden“, sagt Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking. „Wir stimmen die konkrete Umsetzung mit unseren internen Gremien ab. Die Lage ändert sich täglich, dementsprechend werden wir dazu fortlaufend kommunizieren.“

Blick ins Auditorium Maximum (Audimax) im Neuen Augusteum.

Blick ins Auditorium Maximum (Audimax) im Neuen Augusteum. Foto: Universität Leipzig/Swen Reichhold

Die Universitäten stünden natürlich auch in der Verantwortung, ihren Beitrag zu leisten, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, so die Rektorin. „Daher sagen wir ganz klar: Liebe Studierende, reisen Sie noch nicht an, woher auch immer.“ Studierende, die sich in Leipzig befinden, sollten ihre Mobilität auf das Nötigste beschränken und auch ansonsten den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts und der Gesundheitsbehörden folgen.

Über den genauen Termin für einen Start der Präsenzveranstaltungen werde es spätestens am kommenden Montag eine Abstimmung in der Landesrektorenkonferenz geben. „Wichtig ist uns aber die Botschaft, dass wir die Universität nicht schließen. Wir werden weiter forschen und lehren. Für die Lehre wollen wir digitale Formate umsetzen, wo immer das möglich ist.“ Informationen dazu werde man den Studierenden in den kommenden Wochen zukommen lassen. Das werde ein wichtiges Thema für den an der Universität gebildeten Krisenstab sein.

„Laut unserer Grundordnung ist der Senat der Universität zuständig für Entscheidungen von grundsätzlicher Bedeutung in Angelegenheiten der Lehre, Forschung oder Kunst, soweit diese nicht nur eine Fakultät betreffen“, ergänzt Beate Schücking. „Er tagt am kommenden Dienstag und wird sich ausgiebig mit der Problematik befassen. Notwendige aktuelle Entscheidungen trifft das Rektorat.“