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Rückkehr nach 40 Jahren: Das Naturkundemuseum in Leipzig hat in dieser Woche das Walross-Präparat, das der niederländische Experte Herman H. ter Meer im Jahr 1919 am Zoologischen Institut der Universität Leipzig angefertigt hat, zurückbekommen. Es war jahrzehntelang an das Meereskundemuseum Stralsund verliehen worden und gilt als eines der wichtigsten Werke des Tierpräparators. Herman H. ter Meer (1871-1934) war von 1907 an insgesamt 26 Jahre lang am Zoologischen Institut tätig. Von ihm stammen 232 Präparate und 67 Kleinplastiken aus der Sammlung des Naturkundemuseums, das damit nach eigenen Angaben über den weltweit größten zusammenhängenden Fundus ter Meers verfügt.

Das Walross-Präparat bei seiner Ankunft im Naturkundemuseum.

Das Walross-Präparat bei seiner Ankunft im Naturkundemuseum. Foto: Roland Kühnke

Das 2,50 Meter lange und 1,40 Meter hohe Walross wurde von ter Meer – ebenso wie viele andere Tiere – auf eine spezielle, von ihm selbst entwickelte Art präpariert, die damals wegweisend war und die Tiere sehr lebensgetreu darstellt. In seiner 26-jährigen Tätigkeit an der Universität Leipzig fertigte er neben zahlreichen Tierpräparaten für das Zoologische Institut auch solche für Museen im In- und Ausland sowie auch für Privatkunden. Die große Sammlung ter Meerscher Objekte am Zoologischen Institut Leipzig kam im Zuge der Hochschulreform 1968 ans Naturkundemuseum. Bevor das Walross, das 1911 in Grönland geschossen wurde, in der neuen Ausstellung des Museums ausgestellt werden kann, muss es restauriert werden. Das erfolge in einer Schau-Präparation, sagte der Direktor des Museums, Ronny-Maik Leder.

 

Der Direktor des Naturkundemuseums, Ronny-Maik Leder, freut sich über die neue Attraktion in seiner Ausstellung.