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Vom 10. Juni bis 17. Juli veranstaltet das Leipzig Research Centre Global Dynamics erstmals das digitale Wissenschaftsfestival GLOBE21, gerichtet an Menschen, die sich für eine Welt im Wandel interessieren. Gemeinsam mit Forscherinnen und Forschern können sie sich auf eine Suche nach grenzüberschreitenden Solidaritäten in verschiedenen Regionen begeben. Zwischen 14. und 17. Juli mündet das Festival schließlich in einem dichten Liveprogramm und schlägt eine Brücke zur Leipziger Langen Nacht der Wissenschaften, die in diesem Jahr ebenfalls digital stattfindet.

GLOBE21 ist als jährlich wiederkehrendes Festival in Leipzig konzipiert. Unter dem Hashtag #BorderCrossingSolidarities macht das Festival in diesem Jahr auf globale Herausforderungen aufmerksam, die grenzüberschreitende Zusammenarbeit erfordern.

Was kostet billiges Essen eigentlich wirklich? Wie misst man gesellschaftlichen Zusammenhalt? Was heißt Fortschritt in Zeiten des Klimawandels? Woher kommt die Ungleichheit in der Welt? Wieviel Wahrheit braucht Demokratie? Sind Digitalisierung und Demokratie überhaupt vereinbar? Dies sind nur einige der Fragen, die während des Festivals aufgeworfen werden.

Dazu bieten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jeden Mittwoch, Donnerstag und Freitag eine Reihe spannender Veranstaltungen an: darunter Filmabende und -gespräche mit Filmemacher:innen in Kooperation mit Arte, Podcast- und Ausstellungsvorstellungen, virtuelle Stadtführungen, Gesprächsrunden und Kurzvorträge. Ab dem 14. Juli senden wir drei Tage in Folge live aus dem Paulinum mit Workshops zum Klimawandel und einer digitalen Klimakonferenz für Kinder und Jugendliche, einem Forum zur Bürgerbeteiligung in Europa, hören einen Versöhnungschor aus Kolumbien, sehen einen internationalen Science Slam und lernen über Staatsgeschenke aus der DDR.

Ermöglicht wird das Festival durch die finanzielle Förderung des Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Unterstützung vieler Kooperationspartner:innen im In- und Ausland, darunter die Maria Sibylla Merian Zentren oder die Deutschen Geisteswissenschaftlichen Institute im Ausland der Max Weber Stiftung, der Fernsehsender Arte, das Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt und vielen weiteren. Das Festival wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Mehr Informationen finden Sie auf der Festivalwebsite 

Das Festivalprogramm finden sie hier (PDF)

Veranstaltungen in dieser Woche

 

Ist Digitalisierung mit Demokratisierung vereinbar?

Am Dienstag, 15.06., von 20 bis 21 Uhr: “Wir sind ins Digitale gestürzt, ohne jegliche Reflexion, ohne Rücksprache, als sei es eine Selbstverständlichkeit,” sagt die französische Philosophin Barbara Stiegler. In unserem GLOBE|Dialogue erzählt sie, ob sich Digitalisierung mit Demokratisierung vereinbaren lässt. Moderiert wird die Veranstaltung von der Journalistin Marion Messina. 
Ein Event mit dem Institut Français in französischer Sprache mit deutscher Simultanübersetzung. Mehr erfahren 

Podcast Launch: Afrikanists Assemble

Am Mittwoch, 16.06.: Im Video-Podcast “Afrikanists Assemble” des Forschungsprojekts “Recalibrating Afrikanistik” sprechen 14 Wissenschaftler:innen aus Europa und Afrika über das Fach Afrikanistik, wie sie es sich wünschen und wie es tatsächlich ist. Die Pilotfolge über “Afrikanistik Utopias” ist multilingual – jeweils immer in der Landessprache – mit deutschen oder englischen Untertiteln. Mehr erfahren

Vom Nahen Osten in den Ostblock – Studentische Lebenswelten im Kalten Krieg

Am Donnerstag, 17.06., von 17 bis 19:30 Uhr: Eine aktuelle Fotoausstellung im DDR-Museum in Berlin erzählt die Geschichte von arabischen Studierenden im Ostblock – besonders die der DDR.  Mit einem filmischen Ausstellungsrundgang verschaffen wir uns einen Überblick über die Ausstellung und vertiefen diesen anschließend in einer Gesprächsrunde mit den Kurator:innen, Forschenden und einer Zeitzeugin. Die Ausstellung „Vom Nahen Osten in den Ostblock – Studentische Lebenswelten im Kalten Krieg“ wurde vom Orient-Institut Beirut konzipiert und ist noch bis 20. Juni zu sehen. Mehr erfahren 

Aktuelle Proteste: Libanon und Irak

Auch am Donnerstag, 17.06., von 18:15 bis 19:45 Uhr: In einer Podiumsdiskussion der Ringvorlesung “Arabischer Frühling 10 Jahre danach. Protestzyklen im Nahen Osten und in Nordafrika im Kontext” geht es um die aktuellen Proteste in Irak und Libanon. 
Ein Event des GIGA-Institut Nahost Studien, der Heinrich-Böll-Stiftung, der Universität Hamburg und der Academy in Exile der Freien Universität Berlin. Mehr erfahren 

Das Erbe des arabischen Frühlings

Am Freitag, 19.06., von 19 bis 21:30 Uhr: In Kooperation mit Arte zeigen wir drei kürzere Dokumentationen zum Erbe des Arabischen Frühlings, insbesondere die Rolle von Frauen während und nach den transnationalen Protestwellen. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Expert:innen zu den gezeigten Dokumentationen statt. Neben Arte wird das Event vom GIGA-Institut Nahost Studien, von CrossArea e.V. und dem MECAM Rencontre Ibn Khaldun organisiert. Mehr erfahren