Dr. Arne Harms

Dr. Arne Harms

Wiss. Mitarbeiter

Ethnologie
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Schillerstraße 6, Raum 418
04109 Leipzig

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Dr. Arne Harms

Dr. Arne Harms

Wiss. Mitarbeiter

Leipzig Research Centre Global Dynamics (ReCentGlobe)
Strohsackpassage
Nikolaistraße 6-10, Raum 5.06
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37751

Kurzprofil

Arne Harms ist Dozent am Institut für Ethnologie und PostDoc am Sonderforschungsbereich ‚Verräumlichungsprozesse unter Globalisierungsbedingungen‘ (SFB 1199). Promoviert hat er an der FU Berlin mit einer Ethnografie von Umwelt und Vertreibung im indischen Gangesdelta.

In seiner gegenwärtigen Forschung konzentriert er sich auf Küstenschutz und Aufforstung in Indien, sowie auf Selbsttechniken im Kontext drängender Umweltkrisen. Neben seiner regulären Lehre bietet er deshalb auch einen Lesekreis zur Umweltanthropologie an (CONCERN).

Am Institut für Ethnologie ist Ansprechpartner für Lehrbeauftragte und verfolgt Universitätspartnerschaften mit Indien. Ehrenamtlich agiert er als Vertrauensdozent der Hans-Böckler-Stiftung.

In der Vergangenheit hat er an Universitäten in Berlin, Köln und München, sowie an der indischen Nalanda University geforscht und gelehrt, und war Stipendiat der Hans-Böckler-Stiftung und des DAAD.

Arne Harms Forschung dreht sich um Natur und die vielfältige Verwobenheit von Menschen mit ihren materiellen Umwelten. In seiner gegenwärtigen Forschung verfolgt er dies in drei Problemlagen.

Auf seiner Promotionsforschung aufbauend, untersucht er die Befestigung von Küsten entlang urbanisierender, niedrig gelegener Küstengebiete vor dem Hintergrund zunehmenden Meeresspiegelanstiegs. Er kombiniert Ansätze der politischen Ökologie mit Infrastrukturforschung um Leben an der Küste inmitten von Umweltkrisen, sich intensivierender Verknüpfungen und ‚more-than human becomings‘ zu verstehen.

Zweitens untersucht er die Umwidmung und den Umbau von indischen Wäldern als Instrument der CO2 Sequestrierung. Seine Forschung thematisiert die Hybridisierung von neoliberalen Regierungspraktiken in der tatsächlichen Umsetzung, und vertieft das Verständnis von Praktiken der Quantifizierung und der Dateninfrastrukturen.

Drittens untersucht er Techniken des Selbst als Teil von gesellschaftlichen Anstrengungen, grüner zu leben. Alltagspraktiken neu auszurichten, erscheint unumgänglich um Umweltzerstörungen in den Griff zu bekommen. Seine Forschung widmet sich Ideen und Praktiken der Selbstreform, und arbeitet verkörperte Formen eines alltäglichen Aktivismus heraus, sowie ethischen Bemühungen für Verantwortlichkeit und Gerechtigkeit auf einem verwundeten Planeten.

  • Harms, A.
    Adapting to Sea Level Rise in the Indian Ocean: The Cases of India and Bangladesh
    Cambridge: Cambridge University Press. 2019.
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  • Harms, A.
    Filming sea-level rise: media encounters and memory work in the Indian Sundarbans
    Journal of the Royal Anthropological Institute. 2018. S. 475-492
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  • Harms, A.
    Citizenship at Sea: Environmental Displacement and State Relations in the Indian Sundarbans
    Economic & Political Weekly. 2017. 52 (33). S. 69-76
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  • Harms, A.
    Infrastrukturen
    Berlin: De Gruyter. 2019
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  • Harms, A.
    Leaving Lohāchāra : on circuits of emplacement and displacement in the Ganges Delta
    Global environment. 2015. 8 (1). S. 62-85
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weitere Publikationen

In den letzten Jahren hat Arne Harms folgende Kurse unterrichtet:

-      ‚Körper, Geschlecht, Verwandtschaft’, Vorlesung und Seminar, BA Ethnologie, Universität Leipzig

-      ‚Culture and Technology’, Seminar, MA Anthropology, Universität Leipzig

-      ‚Kolloquium Bachelorarbeit‘, Seminar, BA Ethnologie, Universität Leipzig

-      ‚Urban Ecology’, Seminar, MA Ecology & Environment Studies, Nalanda University

-      ‚Environment & Society’, Seminar, MA Ecology & Environment Studies, Nalanda University

-      ‚Research Methods’, Seminar, MA Ecology & Environment Studies, Nalanda University

-      ‚Resilience and Religion‘, Seminar, MA Anthropology, Universität zu Köln

-      ‚Einführung in die Stadtethnologie Südasiens‘, Seminar, BA Ethnologie, Universität zu Köln

-      ‚Erinnern, Schweigen, Vergessen: Zum Nachleben von Katastrophen‘, Seminar, BA Ethnologie, Universität zu Köln

-      ‚Einführung in die Umweltanthropologie‘, Seminar, BA Ethnologie, FU Berlin

-      ‚Politische Ökologie‘, Seminar, BA Ethnologie, FU Berlin


Neben der regulären Lehre organisiert er auch den CONCERN-Lesekreis, in dem jüngere Arbeiten der Umweltanthropologie diskutiert werden.  

  • Körper, Verwandtschaft, Geschlecht

    Das Modul „Verwandtschaft, Körper, Geschlecht“ ist eine Einführung in die Entwicklungsgeschichte körper-, geschlechts- und verwandtschaftstheoretischer Ansätze in der Ethnologie. Im Kern geht es um die Auffassung, gesellschaftliche Wirklichkeiten – wie z.B. Person, Geschlecht oder Verwandtschaft – vom Körper aus und mit dem Körper zu denken, statt den Körper als gegebene Tatsache auf seine biologischen und vorsozialen Funktionen zu reduzieren.


  • Kultur und Technologie (auf Englisch)

    Dieser Kurs wird auf Englisch veranstaltet.