Kurzprofil

Der Lehrstuhl für Medienwissenschaft und Medienkultur beschäftigt sich mit den produktions-, produkt-, rezeptionsästhetischen Aspekten medialer Inhalte. Die Forschung ist dabei analytisch (z.B. Einzelanalysen), historisch (z.B. Genese von Formen) sowie strukturell-systematisch in Bezug auf die Entfaltung der Medien im gesellschaftlichen Kontext.


Im Zentrum der Forschung der Lehrstuhlvertretung (PD Dr. Mundhenke) steht die Hybridität in Bezug auf die Produktion, Repräsentation und Rezeption von Massen- und Individualmedien der gegenwärtigen Digitalkultur. Der Fokus liegt dabei auf Konvergenz- und Differenzierungsprozessen. Dabei geraten nicht nur technische Felder und solche der Produktion in den Fokus (z.B. Fragen der Transmedialität), sondern etwa auch Hybridisierungen von Darstellungsformen oder die Veränderung von Nutzungsweisen (etwa digitale Interfaces von Augmented und Virtual Reality).

Berufliche Laufbahn

  • seit 04/2018
    Vertretungsprofessor des W3-Lehrstuhls für Medienwissenschaft und Medienkultur an der Universität Leipzig
  • 04/2017 - 03/2018
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medien und Kommunikation (IMK) der Universität Hamburg
  • 08/2010 - 07/2016
    Juniorprofessor für Mediale Hybride am Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig
  • 05/2008 - 07/2010
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Medienwissenschaft und Medienkultur des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft der Universität Leipzig
  • 01/2004 - 09/2007
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Medienwissenschaft der Philipps-Universität Marburg/Lahn; Leiter der Redaktion der Fachzeitschrift MEDIENwissenschaft

Ausbildung

  • 03/2012 - 10/2016
    Habilitation im Fach Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Leipzig mit der Arbeit „Zwischen Dokumentar- und Spielfilm. Zur Repräsentation und Rezeption von Hybridformen“
  • 01/2002 - 10/2007
    Promotion zum Dr. phil. (summa cum laude) mit der Arbeit „Zufall und Schicksal – Möglichkeit und Wirklichkeit. Erscheinungsweisen des Zufälligen im Film“ an der Philipps-Universität Marburg/Lahn

Im Zentrum der Forschung von PD Dr. Florian Mundhenke steht die Hybridität in Bezug auf die Produktion, Repräsentation und Rezeption von Massen- und Individualmedien. Der Fokus liegt dabei auf Konvergenz- und Differenzierungsprozessen von Medien. Dabei geraten nicht nur technische Felder und solche der Produktion in den Fokus (Stichwort Crossmedialität), sondern etwa auch Hybridisierungen von Darstellungsformen zwischen Fiktion und Non-Fiktion (Doku-Drama, Mockumentary) oder die Veränderung von Nutzungsweisen (etwa in Bezug auf Augmented Reality).


Aktuelle Projekte:


1) Inter- und transdisziplinäre Zugänge zum Medienwandel: Erforschung hybrider dokumentarischer Medienkulturen am Beispiel von Webdokumentationen und Augmented Reality


2) Relokalisierung – Repräsentation – Resonanz. Historische, theoretische und ikonografische Untersuchungen zum Diskurs über die Korrelation von Film und Raum


Weitere Informationen: https://hybridmedien.wordpress.com/forschung/


  • Schubert, M.; Stoppe, S.
    Gleichzeitig real und virtuell? : Mashups aus Nutzersicht ; das Beispiel TwinKomplex
    In: Mundhenke, F.; Ramos Arenas, F.; Wilke, T. (Hrsg.)
    Mashups : neue Praktiken und Ästhetiken in populären Medienkulturen. Wiesbaden: Springer VS. 2015. S. 261-280
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  • Mundhenke, F.
    Der Erfahrungsraum Kino im digitalen Zeitalter : Herausforderungen des Disposivs Kino zwischen medialer Konkurrenz und sozialer Nutzungspraxis
    Rabbit Eye - Zeitschrift für Filmforschung. 2013. S. 71-85
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  • Mundhenke, F.
    «You Can’t Stop What’s Coming» : Hybridisation of the Western Genre Formula as an Intercultural Strategy of Meaning-making
    In: Ritzer, I.; Schulze, P. (Hrsg.)
    Genre Hybridisation : Global Cinematic Flow. Marburg: Schüren Verlag. 2013. S. 197-214
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  • Mundhenke, F.
    Polyphone Friktionen - die Analyse von Doku-Hybriden aus rezeptionspragmatischer Perspektive
    Medienwissenschaft : Rezensionen. 2010. S. 29-37
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  • Adachi-Rabe, K.; Becker, A.; Mundhenke, F. (Hrsg.)
    Japan - Europa : Wechselwirkungen zwischen den Kulturen im Film und den darstellenden Künsten
    Darmstadt: Büchner-Verlag. 2010
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weitere Publikationen

Im Bereich der Lehre möchte Medienwissenschaft und Medienkultur fachwissenschaftliche Grundlagen, analytische und kreative Kenntnisse sowie die Befähigung zu medienbezogener Forschung vermitteln.


Die Vermittlung erstreckt sich u.a. auf folgende Felder: Theorie und Erforschung von Erscheinungsformen medienspezifischer Kommunikation in deren historischer Entwicklung; Einbindung von Film, Fernsehen, Hörfunk und Internetkommunikation in kulturelle, soziale, ökonomische, technische und rechtliche Kontexte sowie Produktions-, Produkt-, Rezeptions- und Wirkungsästhetik dieser Medien. Geblickt wird auch auf die Bedeutung dieser Medien als kulturelle Brücken im nationalen und internationalen Kontext.  


Methoden und Vernetzung

In ihrem Bezug auf den kulturellen Kontext ist die Lehre sowohl theoretisch-analytisch wie auch historisch-systematisch ausgerichtet. Kulturwissenschaftliche und sozialwissenschaftliche Methoden schließen sich nicht gegenseitig aus, sondern ergänzen sich entsprechend der jeweiligen Fragestellungen.


Lehre und Forschung mischen sich in die Medienkultur der Stadt und Region ein. Es existieren bereits gemeinsame Projekte mit diversen Medienunternehmen und -institutionen wie etwa dem DOK – Internationales Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR), Leipzig Fernsehen und dem Filmverleih Weltkino.

  • Forschungsfelder der Medienwissenschaft: Gender Media Studies und Virtual Reality Dokumentarfilm

    Das Seminar stellt zwei Forschungsfelder der Medienkulturwissenschaft/ Filmwissenschaft in Theorien und Methoden und mithilfe aktueller Texte vor, nämlich die Gender Media Studies (Geschlechterrollen im Film, Inszenierungsweisen, Weiblichkeit und Männlichkeit als Konzepte in den Medien) und den sogenannten Virtual-Reality-Dokumentarfilm (Geschichte, Formen, Theorie, Ästhetik, Technik). Im zweiten Teil werden dann kooperative Forschungsprojekte zu den beiden Themen entwickelt.

  • Spezielle Theorien der Medienwissenschaft: Film- und Fernsehanalyse

    Dieses Seminar bietet die methodischen und medienspezifischen Grundlagen für die Analyse von Filmen und Fernsehsendungen. Es wird ein Überblick über relevante Analysemethoden vorgestellt, die gleichzeitig an Beispielen aus der Praxis überprüft werden. Ziel des Seminars ist die Vermittlung von Begriffen aus der Filmwissenschaft und das Erlernen der Methoden für eine selbstständige Analyse von audiovisuellen Medienprodukten unter gezielten Fragestellungen.

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