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Dr. Hailian Chen

Wiss. Mitarbeiterin

Ostasiatisches Institut Sinologie
Institutsgebäude
Schillerstr. 6
04109 Leipzig

Kurzprofil

Hailian Chen ist seit September 2019 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Leipzig. Sie schloss ihr Bachelorstudium in Ingenieurwissenschaften und ihr Masterstudium in Technikgeschichte an der Tsinghua Universität in Peking, und ihr Promotion in Sinologie an der Universität Tübingen ab. 2008–2012 war sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Monies, Markets and Finance in China and East Asia, 1600-1900“ in Tübingen. 2013–2019 unterrichtet sie mehrere Semester an der Universität Trier. Ihre abgeschlossenen und laufenden Forschungsprojekten und Lehrtätigkeiten umfassen ein breites Spektrum von Themen, zum Beispiel aus den Bereichen der Technik-, Sozial-, Wirtschafts-, Umwelt- und Kulturgeschichte. In Leipzig arbeitet sie als principal investigator im BMBF-Projekt „Die Wegbereiter von Chinas Aufstieg zur Technologiemacht: Technische Bildungseinrichtungen und ihre Studierende im Zeitalter des Globalen Wandels, 1860-1911.”

Berufliche Laufbahn

  • seit 09/2019
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Drittmittel-Projektleiterin) an der Universität Leipzig
  • 04/2019 - 08/2019
    Lehraufträge an der Universität Trier
  • 11/2017 - 09/2018
    Wiss. Mitarbeiterin (Werkvertrag) am Gutenberg Museum der Stadt Mainz im Rahmen des Ausstellungsprojektes „Ohne Zweifel Gutenberg: Die Erfindung des Buchdrucks in Europa und Asien.“
  • 10/2017 - 03/2018
    Lehrkraft für besondere Aufgaben, Universität Trier, Fachbereich II/Sinologie (Vertretungsstelle)
  • 11/2016 - 11/2017
    Elternzeit
  • 10/2015 - 09/2016
    Lehrkraft für besondere Aufgaben, Universität Trier, Fachbereich II/Sinologie (Vertretungsstelle)
  • 10/2014 - 03/2015
    Lehraufträge an der Universität Trier
  • 10/2013 - 09/2014
    Lehrkraft für besondere Aufgaben, Universität Trier, Fachbereich II/Sinologie (Vertretungsstelle)
  • 02/2013 - 02/2014
    Elternzeit
  • 08/2011 - 09/2011
    Calwer Hermann-Hesse-Stiftung für eine Forschungsreise in Peking
  • 07/2011 - 06/2012
    Chiang Ching-kuo Fellowships for Ph.D. Dissertations (The Chiang Ching-kuo Foundation for International Scholarly Exchange)
  • 10/2008 - 09/2011
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der DFG-Forschergruppe (FOR 596) „Monies, Markets and Finance in China and East Asia, 1600-1900: Local, Regional, National and International Dimensions“, Universität Tübingen
  • 10/2006 - 09/2012
    Leitung und Koordination der Arbeiten an der Datenbank „Mint Metal Transportation Database“ (DFG-Gruppe, FOR 596) Universität Tübingen
  • 09/2005 - 07/2008
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt „Research on Mint Copper Transportation in Southwest China of Qing Dynasty“ (Tsinghua University Initiative Scientific Research Program) an der Tsinghua Universität, Peking
  • 02/2005 - 07/2005
    Praktikum im Architectural Design & Research Institute der Tsinghua Universität in Peking

Ausbildung

  • 10/2008 - 06/2017
    Promotion (summa cum laude) Fachbereich Sinologie, Abteilung für Sinologie der Universität Tübingen. Dissertation: Zinc for Coin and Brass: Bureaucrats, Merchants, Artisans, and Mining Laborers in Qing China, ca. 1680s–1830s.
  • 09/2005 - 07/2008
    Master in Geschichte; Institute for History of Science and Technology & Ancient Texts, Tsinghua Universität, Peking, China
  • 09/2001 - 07/2005
    Bachelor of Engineering: Fachbereich Bauingenieurwesen, Department of Civil Engineering der Tsinghua Universität, Peking, China

Als Ingenieurin und Historikerin, interessiert sich Hailian Chen besonders für Technikgeschichte, im Speziellen, für die Interaktion zwischen Technologie und Gesellschaft, Kultur und Natur durch die Aktionen menschlicher Akteure. Ihre Forschung verwendet interdisziplinäre, transnationale, und vergleichende Perspektiven, welches ihr ermöglicht, China sowohl in einen regionalen als auch globalen Kontext zu setzen und zu analysieren. In ihrer bisherigen Forschungen behandelte sie die folgenden Themen:

  • Technik-, Wirtschafts-, Sozial- und Umweltgeschichte und Materielle Kultur (Zink; Bergbau und Metallurgie; Kohle und Energie)
  • Buchwesen und Buchkultur
  • Technische Ausbildung und Wissensproduktion

Ihr erstes Buch Zinc for Coin and Brass: Bureaucrats, Merchants, Artisans, and Mining Laborers in Qing China, ca. 1680s–1830s (Leiden: Brill, 2019. 788 SS.) verwendet den Forschungsansatz der Commodity-Chain-Analysis und liefert eine umfassende Beschreibung der Montangeschichte in China in der frühen Neuzeit.

Momentan arbeitet sie an ihrem zweiten Buch-Projekt Die Wegbereiter von Chinas Aufstieg zur Technologiemacht: Technische Bildungseinrichtungen und ihre Studierende im Zeitalter des Globalen Wandels, 1860-1911, das vom BMBF gefördert wird. Dieses Projekt zielt darauf ab, die historischen Wurzeln der aufsteigenden technischen Eliten zu untersuchen, indem es die frühe Entwicklung der technischen Bildungseinrichtungen im späten Qing China im globalen Kontext darstellt.

Neben ihrer Forschungstätigkeit hat Hailian Chen bereits verschiedene Universitätskurse über das China des 20. Jh. (vor allem, an der Universität Trier) geleitet. Ihre bisherigen Lehrschwerpunkte liegen in den folgenden Gebieten:

  • Wirtschaftsraum China
  • Interkulturelle Kommunikation
  • Chinas Wandel und Chinas Modernisierung
  • moderne chinesische Literatur
  • Materielle Kultur
  • Klassische- und moderne chinesische Sprachkurse und Übersetzung
  • Verwendung chinesischer Hilfsmittel in der Sinologie
  • Verzeichnis der Lehrveranstaltungen (Auswahl)

    • Interkulturelle Kommunikation und interkulturelles Lernen (Vorlesung)
    • Wirtschaftsraum China (Vorlesung)
    • Chinas Wandel im Spiegel von Literatur und intellektuellem Leben
    • Debatten und Kontroversen über die Modernisierung Chinas
    • Einführung in die moderne chinesische Literatur
    • Materielle Kultur Chinas
    • Übung zur Benutzung chinesischer Hilfsmittel der Sinologie
    • Repräsentative Werke der chinesischen Geistesgeschichte
    • Lektüre repräsentativer Originaltexte aus Kultur und Gesellschaft Chinas