Dr. Philip Bockholt

Dr. Philip Bockholt

Wiss. Mitarbeiter

Arabistik und Islamwissenschaft
Institutsgebäude
Schillerstraße 6, Raum S 212
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37208
Telefax: +49 341 97-37219

Kurzprofil

Dr. Philip Bockholt arbeitet seit WiSe 2018/19 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Orientalischen Institut der Universität Leipzig und unterrichtet Veranstaltungen im BA und MA Arabistik und Islamwissenschaft. Er promovierte 2018 in Islamwissenschaft an der BGSMCS der FU Berlin zu islamischer Weltgeschichtsschreibung um 1500. Für seine Dissertationsschrift wurden ihm sowohl der Forschungspreis der Annemarie-Schimmel-Stiftung für Islamkunde als auch die Honourable Mention des European Award for Iranian Studies der Societas Iranologica Europaea sowie der Classical Islamic World Book Prize von Gorgias Press zuerkannt. Als Postdoc wurde ihm der Pre-Doc Award 2020 der Universität Leipzig zugesprochen. Er ist Mitglied und Sekretär der Kommission Afrika–Asien–Europa der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig. In seinem Habilitationsthema behandelt er arabisch-persisch-türkische Übersetzungsprozesse und Wissenstransfer im östlichen Mittelmeerraum vom 14. bis 18. Jahrhundert.

Berufliche Laufbahn

  • seit 10/2018
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Orientalischen Institut der Universität Leipzig
  • 08/2018 - 09/2018
    Visiting Research Fellow (Global Humanities Junior Research and Teaching Stay), Franz Rosenzweig Minerva Research Center, Hebrew University of Jerusalem, Jerusalem
  • 05/2018 - 06/2018
    Visiting Research Fellow, Consejo Superior de Investigaciones Científicas, Madrid
  • 01/2018 - 04/2018
    Visiting Research Fellow, Fakultät für Asien- und Afrikawissenschaften, Staatliche Universität Sankt Petersburg, Sankt Petersburg
  • seit 01/2014
    Forschungsaufenthalte im europäischen und außereuropäischen Ausland (u.a. Frankreich, Großbritannien, Indien, Iran, Israel, Russland, Türkei, USA, Zentralasien)

Ausbildung

  • 10/2014 - 04/2018
    Promotionsstudium an der Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies der Freien Universität Berlin
  • 10/2005 - 09/2013
    Bachelor- und Masterstudium in Bochum, Münster, Berlin, Jerusalem, Kairo, Istanbul und Teheran

Philip Bockholts Forschungsprofil umfasst die Geschichte der islamischen Welt vom 7. Jahrhundert bis ca. 1800. Hierbei interessieren ihn vor allem die Bereiche Handschriftenkunde, Buchkultur und materielle Kultur sowie konfessionelle Gruppen in der islamischen Welt. Im Mittelpunkt seiner Habilitationsschrift steht der innerislamische Wissenstransfer im Osmanischen Reich mit Schwerpunkt auf dem östlichen Mittelmeerraum, den er anhand von arabisch-persisch-osmanischen Übersetzungsprozessen untersucht. Maßgebliche Quellengattungen des Projekts sind die Genres Historiografie, Fürstenspiegelliteratur, Prophetengeschichten und Prophetenbiografie.

  • Innerislamischer Wissenstransfer im Osmanischen Reich: Zu Übersetzungen islamischer Mystik im Rahmen transregionaler Sufinetzwerke in den anatolischen und arabischen Provinzen
    Bockholt, Philip
    Laufzeit: 10.2020 - 09.2023
    Mittelgeber: DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Arabistik und Orientalische Philologie
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weitere Forschungsprojekte

  • Bockholt, P.
    Same But Different? On Copies of the General History Ḥabīb al-siyar in Saint Petersburg Manuscript Collections
    Vestnik of Saint Petersburg University. Asian and African Studies. 2019. 11 (1). S. 52-63
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  • Bockholt, P.
    Weltgeschichtsschreibung zwischen Schia und Sunna. Ḫvāndamīrs (gest. 1535/6) Ḥabīb as-siyar und seine Rezeption im Handschriftenzeitalter
    Dissertation. 2017
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  • Bockholt, P.
    Scott Redford: A New Approach to the Permeability of Political Symbolism in Rum Seljuk Turkey
    Middle East – Topics & Arguments (META). 2017. S. 25-29
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  • Bockholt, P.
    Frederike-Wiebke Daub: Formen und Funktionen des Layouts in arabischen Manuskripten anhand von Abschriften religiöser Texte: Al-Būṣīrīs Burda, al-Ǧazūlīs Dalāʾil und die Šifāʾ von Qāḍī ʿIyāḍ, Wiesbaden: Harrassowitz, 2016
    Journal of the American Oriental Society (JAOS). 2019. 139 (4). S. 975-977
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  • Bockholt, P.
    Writing History is a Difficult Task: On Khvāndamīr’s General History Ḥabīb al-Siyar and the Origins of Safavid Historiographical Writing
    Proceedings of the Eighth European Conference of Iranian Studies, Held on 14–19 September 2015 at the State Hermitage Museum and Institute of Oriental Manuscripts, Russian Academy of Sciences, 2: Studies on Iran and the Persianate World after Islam. Sankt Petersburg: The State Hermitage Publishers. 2020. S. 69-75
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weitere Publikationen

  • Andere Stipendien/Forschungspreise: The 2019 Classical Islamic World Book Prize
    Bockholt, Philip (Arabistik und Orientalische Philologie)
    verliehen in 2020 durch Gorgias Press.
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  • Akademiemitgliedschaften: Mitgliedschaft in der strukturbezogenen Kommission „Afrika – Asien – Europa (AAE)"
    Bockholt, Philip (Arabistik und Orientalische Philologie)
    verliehen in 2019 durch Sächsische Akademie der Wissenschaften zu Leipzig.
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  • Andere Stipendien/Forschungspreise: Honourable Mention des S.I.E. European Award for Iranian Studies
    Bockholt, Philip (Arabistik und Orientalische Philologie)
    verliehen in 2019 durch Societas Iranologica Europaea (S.I.E.).
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  • Andere Stipendien/Forschungspreise: Forschungspreis der Annemarie-Schimmel-Stiftung für Islamkunde
    Bockholt, Philip (Arabistik und Orientalische Philologie)
    verliehen in 2019 durch Annemarie-Schimmel-Stiftung für Islamkunde.
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  • Andere Stipendien/Forschungspreise: Pre-Doc Award 2020
    Bockholt, Philip (Arabistik und Orientalische Philologie)
    verliehen in 2019 durch Universität Leipzig.
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weitere Preise, Ehrungen und Auszeichnungen

  • Internationale Tagung
    Authorship and Textual Transmission in the Manuscript Age: Contextualizing Ideological Variants in Persian Texts from the 11th to 19th Centuries
    Arabistik und Orientalische Philologie
    Veranstalter_in: Bockholt, Philip
    08.04.2021 - 10.04.2021
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weitere Veranstaltungen

Philip Bockholts Lehrprofil umfasst die Geschichte und Kultur der westlichen und östlichen islamischen Welt vom 7. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Neben Einführungsseminaren im Basismodul des BA-Studiengangs behandeln seine angebotenen Seminare im BA- und MA-Studiengang konfessionelle Gruppen und transregionale Bezüge innerhalb der islamischen Welt in historischer Perspektive.

  • Die Welt ordnen. Zu Konzeptualisierung von Raum und Zeit in der islamischen Vormoderne (Seminar, BA/MA)

    (zusammen mit N. Danilenko)

    Anhand von verschiedenen arabischen Literaturgenres sollen die Teilnehmenden nachvollziehen, welche Faktoren eine zentrale Rolle bei der Ordnung der Welt spielten. Durch die Brille der Autoren wird hierbei erforscht, wie sich Narrative über das Eigene und das Fremde entwickelten. Mithilfe der historisch-quellenkritischen Methode sollen die Teilnehmenden außerdem in Betracht ziehen, wie sich Herkunft, Ausbildung und Patronage auf das Schaffen der Autoren auswirkten.

  • Kolloquium zu Problemen der Arabistik und Islamwissenschaft (Kolloquium, BA)

    (zusammen mit V. Klemm, S. Maisel & L. Möller)

    Gemeinsame Veranstaltung für die drei am Institut vertretenen Schwerpunktbereiche. In dem Kolloquium präsentieren die Studierenden ihre entstehenden Bachelorarbeiten in Hinblick auf Fragestellung, Konzept und wissenschaftliche Herangehensweise.

  • Schiitischer Islam in der Moderne (19.–21. Jh.): Themen, Orte, Protagonisten (Seminar, BA/MA)

    Die Schia stellt neben der Sunna die zweitgrößte konfessionelle Richtung im Islam dar und nimmt seit der Frühzeit des Islams in der islamischen Welt eine prägende Rolle ein. Das Seminar behandelt die Entwicklung der Schia vom 19. bis 21. Jh. und damit die Transformation schiitisch-religiöser Organisationsstrukturen und Glaubenspraktiken in der Moderne. Thematisch werden sowohl die klassischen Zentren der Schia im Libanon, Irak und Iran als auch (trans-)nationale Gelehrtennetzwerke behandelt.

  • Jenseits von Arabien: Geschichte der östlichen islamischen Welt (Seminar, BA)

    Konya, Isfahan, Samarkand, Kaschgar oder Delhi als Terra incognita? Das Seminar erweitert die vorherrschende arabozentrische Sicht auf die islamische Welt und nimmt dazu den nichtarabischen Osten in den Blick – die Entwicklung Anatoliens und Irans, Zentralasiens und Westchinas sowie des indischen Subkontinents bis hin zum Malaiischen Archipel. Inhaltlich werden quellennah sowohl generelle Entwicklungen bis zum Beginn der Moderne (19. Jh.) beleuchtet, die zum Teil bis heute prägend sind.

  • Zwischen schiitischer Theokratie und IS – religiöse Vielfalt in der islamischen Welt (Seminar, BA/MA)

    In vielen westlichen Medien manifestieren sich konfessionelle Unterschiede in der islamischen Welt vor allem in der Darstellung schiitischer Mullahs oder Kämpfern des Islamischen Staates. Thema des Seminars ist die Entwicklung der beiden Hauptrichtungen Sunna und Schia sowie die bis heute existierende religiöse Vielfalt in der islamischen Welt, was nichtmuslimische Minderheiten mit einschließt.

  • Gesellschaft und Religion in der arabischen und islamischen Welt (Seminar, BA)

    (regelmäßige, kooperative Lehrveranstaltung im SoSe)

    In Fortsetzung des Basismoduls werden bereits im WiSe angesprochene Fragen und Themenkomplexe wie Koran, Hadith und islamische Geschichte weiter vertieft. Zusätzlich werden neue Perspektiven hinsichtlich der Literatur- und Kulturgeschichte der islamischen Welt u.a. anhand des materiellen Befunds behandelt.

  • Wissenschaftliches Arbeiten in der Arabistik und Islamwissenschaft (Übung, BA)

    (regelmäßige, kooperative Lehrveranstaltung im SoSe)

    In der zum Basismodul gehörigen Übung werden grundlegende Arbeitsmittel des Faches vorgestellt und der Umgang mit diesen eingeübt. Neben Seminar und Übung wird ein Tutorium angeboten, in dem sich die TeilnehmerInnen intensiv mit wissenschaftlichem Schreiben auseinandersetzen.

  • Ausgewählte Probleme der MENA-Region (Seminar, BA)

    (regelmäßige, kooperative Lehrveranstaltung im WiSe)

    Im Seminar werden ausgewählte fachspezifische Themenbereich, wie die Entstehung des Islams in seiner spätantiken Umwelt oder Unterschiede zwischen konfessionellen Gruppen wie Sunna und Schia etc., näher vorgestellt und Einblick in aktuelle Forschungsansätze und -fragen gegeben (u.a. zu Orientalismus und Fachgeschichte).

  • Die arabische und islamische Welt (Vorlesung, BA)

    (regelmäßige, kooperative Lehrveranstaltung im WiSe)

    Die Vorlesung vermittelt grundlegende Kenntnisse zur arabischen und islamischen Welt aus den Themenfeldern Geschichte, Religion, Kultur, Sprache und Sprachgeschichte sowie islamisches Recht.

  • Einführung in den Islam (Vorlesung, BA)

    (regelmäßige, kooperative Lehrveranstaltung im SoSe)

    Die fachübergreifende Vorlesung für Studierende des Lehramts Philosophie/Ethik, der Religionswissenschaft sowie des freien Wahlbereichs vermittelt die Grundlagen des Islams in Religion und Glaubenspraxis. Nach den wichtigsten Punkten aus Glaubenslehre und Ritus werden der Entstehungskontext, die Figur des Propheten Muhammad und die grundlegenden Texte der Religion – Koran und Sunna – vorgestellt.