Dr. Ute Tischer

Dr. Ute Tischer

Wiss. Mitarbeiterin

Klassische Philologie (Latinistik)
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 5314
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37377

Kurzprofil

* Studium der Latinistik und Gräzistik an den Universitäten Leipzig und Athen

* 2004 Promotion an der Universität Leipzig

* 2018 Habilitation an der Universität Potsdam

* WS 2015/16 Vertretung einer W1-Professur für Latinistik an der Humboldt-Universität zu Berlin

* WS 2016-SS 2017 Lehrkraft für besondere Aufgaben an der TU Dresden, Institut für Klassische Philologie

* WS 2019-WS 2020 Lehrstuhlvertretung Klassische Philologie an der Universität Potsdam

* WS 2017-WS 2021 Projektleiterin (DFG, Eigene Stelle) an der Universität Leipzig („Autor, auctor, auctoritas. Auktoriale Aspekte des Kommentierens in der Vergilexegese“)



Schwerpunkte:

* Kommentare und Scholien

* Römische Prosa des 2. Jh. n. Chr.

* Moderne Literaturtheorie und antike Texte

* Zitate und Anspielungen 

* Autorproblematik und Interpretation



  • Autor, auctor, auctoritas – Auktoriale Aspekte des Kommentierens in der Vergilexegese
    Tischer, Ute
    Laufzeit: 10.2017 - laufend
    Mittelgeber: DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Klassische Philologie (Latinistik)
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weitere Forschungsprojekte

  • Tischer, U.; Forst, A.; Gärtner, U. (Hrsg.)
    Text, Kontext, Kontextualisierung. Moderne Kontextkonzepte und antike Literatur
    Hildesheim: Olms Verlag. 2018
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  • Tischer, U.
    Der Sophist als Philologe. Inszenierung und Instrumentalisierung der grammatica in Apuleius' Rede Pro se de magia.
    Stuttgart: Vandenhoek & Ruprecht. 2019. S. 231 - 255
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  • Tischer, U.
    Nostra faciamus. Quoting in Horace and Seneca
    In: Stöckinger, M.; Winter, K.; Zanker, A. T. (Hrsg.)
    Horace and Seneca. Interactions, Intertexts, Interpretations. Berlin, Boston: de Gruyter. 2017. S. 292-313
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  • Tischer, U.
    Wer spricht? Die Sprecher-Origo als Kontextfaktor beim Verstehen von Zitaten.
    In: Tischer, U.; Forst, A.; Gärtner, U. (Hrsg.)
    Text, Kontext, Kontextualisierung. Moderne Kontextkonzepte und antike Literatur. Hildesheim: Olms Verlag. 2018. S. 179-202
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  • Tischer, U.
    Quotations in Roman Prose as Intermedial Phenomena
    Trends in Classics 11 (Special Issue: Intermediality and Roman Literature). 2019. S. 34 -50
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weitere Publikationen

  • Vorlesung/ Übung Einführung in die Klassische Philologie

    Diese Übung führt in die grundlegenden Themen, Methoden und Arbeitsmittel des Faches Klassische Philologie ein. So geht es unter anderem um die Entstehung, Rezeption und Überlieferung der Texte und Werke gehen, die im Studium behandelt werden, wir besprechen Arbeitsmittel wie die kritische Edition, das wissenschaftliche Lexikon oder die bibliographischen Nachweisinstrumente, und ich stelle einige Arbeitsgebiete unseres Faches vor, z.B. Textkritik, Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft.

  • Proseminar: Ilias Latina

    Die sogenannte Ilias Latina entstand in neronischer Zeit und damit in einer Epoche, aus der wir zahlreiche wirkungsmächtige Autoren kennen. Der anonyme Autor nimmt sich Großes vor, denn in nur reichlich 1000 Hexametern "übersetzt" er die Ilias Homers ins Lateinische und ahmt dabei u.a. die Aeneis Vergils intensiv nach. Ein hervorragender Ausgangspunkt also, um die Prinzipien der imitatio, aemulatio und compilatio kennenzulernen, die für die römische Literatur so typisch sind.

  • Hauptseminar: Vergil, Eklogen

    Mit seinen Eklogen tritt der junge Vergil mitten in den Jahren der Bürgerkriege auf die literarische Bühne. In den zehn Gedichten spiegeln sich jedoch nicht nur die Ereignisse dieser bewegten Zeit, sondern auch eine intensive literarische Debatte um Dichtung und Dichter, die schließlich in der augusteischen Klassik münden wird. Das Seminar thematisiert die bukolische Welt der vergilischen Hirtendichter, aber auch die Sicht der antiken Leser, die sich in zahlreichen Zeugnissen erhalten hat.

  • Vorlesung: Geschichte der römischen Literatur 2

    Der zweite Teil der Vorlesungsreihe beschäftigt sich mit der Geschichte der römischen Literatur von der spätaugusteischen Zeit bis in die Spätantike. In diesen etwa 450 Jahren entstanden zahlreiche wirkungsmächtige Werke, welche die europäische Literatur und Kultur geprägt haben. Anhand der im ersten Teil eingeführten Kategorien von Gattung, Epoche und individueller Persönlichkeit wird beschrieben, was römische Literatur ausmacht und geprägt hat.

  • Vorlesung: Geschichte der römischen Literatur 1

    Der ersten Teil der Vorlesungsreihe behandelt die Geschichte der römischen Literatur von den Anfängen im 3. Jh. v.Chr. bis zur Augusteischen Klassik. In dieser Periode entfaltete sie sich zunächst entlang griechischer Modelle und Latein wurde zu einer Literatursprache. Die Kategorien Gattung, Epoche und Kontext werden als methodische Instrumente eingeführt und eine Reihe ausgewählter Autoren und Texte illustriert die Bedingungen, unter denen sich Literatur in Rom entwickelt hat. 

  • Übung: Instrumenta digitalia – Digitale Werkzeuge für Klassische Philologen

    Der Kurs gibt eine Einführung in die wichtigsten Standards und Arbeitsmittel geben, die in der digitalen Welt für Studium, Forschung und Unterricht zur Verfügung stehen. Vorgestellt werden u.a. Volltextdatenbanken, Bibliographien, Literaturverwaltungen, digitale Wörterbücher und Lexika, digitalisierte Handschriften und Bilddatenbanken.



  • Proseminar: Plinius maior, Naturalis historia

    Mit seiner „Naturgeschichte“ liefert C. Plinius Secundus eine umfassende Enzyklopädie des zeitgenössischen Wissens und illustriert, wie man im Rom der frühen Kaiserzeit Sachwissen darstellte. Plinius‘ Text ist dabei niemals unbeteiligt oder unpolitisch, und mit Detailfragen verbinden sich moralische Betrachtungen, Quellenkritik oder philosophische Überlegungen. Anhand einer Auswahl aus verschiedenen Büchern soll der geistige Kosmos des rastlosen Wissenssammlers Plinius erschlossen werden.

  • Hauptseminar: Apuleius, Apologia

    In seiner „Verteidigungsrede“ wendet sich der Sophist, Redner und Philosoph Apuleius aus Madauros in der Mitte des 2. Jh n.Chr. gegen den Vorwurf, er habe eine reiche Witwe mit Hilfe magischer Praktiken dazu verführt, ihn zu ehelichen. Die Rede fasziniert durch ein spannendes Thema, Gelehrsamkeit, Witz und rhetorische Brillianz. Sie illustriert die Welt der Zweiten Sophistik und zeigt einen der wenigen lateinischen Vertreter dieser an Popularphilosophen und Scharlatanen reichen Epoche.