Kurzprofil

Dr. Uwe Krüger ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Lehr- und Forschungsbereich Journalismus des Instituts für Kommunikations- und Medienwissenschaft und Forschungskoordinator des Zentrums Journalismus und Demokratie der Universität Leipzig (JoDem).

Geboren 1978 in Leipzig, aufgewachsen in Borsdorf (Sachsen) und in Bergen auf Rügen. Er studierte Journalistik und Politikwissenschaft in Leipzig und Rostow am Don (Russland), volontierte bei der "Leipziger Volkszeitung" und arbeitete als Redakteur beim Medien-Fachmagazin "Message". Für seine Bücher "Mainstream - Warum wir den Medien nicht mehr trauen" und "Meinungsmacht. Der Einfluss von Eliten auf Leitmedien und Alpha-Journalisten" erhielt er 2016 den Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik der Initiative Nachrichtenaufklärung. Er ist Mitgründer des Netzwerks Kritische Kommunikationswissenschaft (KriKoWi). 2018 wurde er vom Deutschen Journalisten-Verband (Landesverband Sachsen) in den MDR-Rundfunkrat entsandt.

Berufliche Laufbahn

  • seit 04/2019
    ProjektkoordinatorZentrum Journalismus und Demokratie der Universität Leipzig
  • seit 10/2012
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter Universität Leipzig, Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft, Lehr- und Forschungsbereich Journalismus (bis 2017: Abteilung Journalistik)
  • 01/2011 - 09/2012
    freier Journalist
  • 04/2007 - 12/2010
    Wissenschaftlicher MitarbeiterInstitut für Praktische Journalismusforschung, Leipzig
  • 04/2007 - 02/2010
    Redakteur„Message – Internationale Zeitschrift für Journalismus“, Leipzig
  • 04/2006 - 03/2007
    freier Journalist
  • 07/1996 - 05/1997
    Redakteur„Der Rüganer“ (Wochenzeitung auf Rügen)

Ausbildung

  • 04/2007 - 12/2010
    Wissenschaftlicher MitarbeiterInstitut für Praktische Journalismusforschung, Leipzig
  • 09/2006 - 12/2011
    Promotion an der Universität Leipzig zum Thema: „Leitmedien und ihre Nähe zu Politik- und Wirtschaftseliten – Theorie, Netzwerke, Fallstudien“
  • 03/2003 - 02/2004
    Volontär„Leipziger Volkszeitung“
  • 09/2001 - 07/2002
    Russland-Aufenthalt zu Studien- und Forschungszwecken an der Staatlichen Universität Rostow am Don (als DAAD-Stipendiat)
  • 10/1998 - 03/2006
    Studium an der Universität LeipzigDiplom-Journalistik und Politikwissenschaft

Nach einer medienkritischen Dissertation über Netzwerke zwischen führenden deutschen Journalisten und Eliten aus Politik und Wirtschaft liegt das Forschungsinteresse von Dr. Uwe Krüger schwerpunktmäßig auf den Themen Vertrauen in den Journalismus, journalistische Qualität, journalistisches Rollenverständnis und journalistische Ethik.


Im Kontext der Lügenpresse-Debatte geht Dr. Krüger der Frage nach, wovon Vertrauen und Misstrauen gegenüber Medien und Journalismus abhängen, mithilfe qualitativer Methoden und besonderem Fokus auf die Bevölkerung im Freistaat Sachsen. Außerdem widmet er sich dem Trend des „Konstruktiven Journalismus", wobei Fragen der theoretischen Fundierung und des journalistischen Rollenverständnisses im Zentrum stehen. In einem weiteren Projekt forscht Dr. Krüger zum Feld der Non-Profit-Organisationen des grenzüberschreitenden investigativen Journalismus, hier geht es um Fragen der Geschichte und Struktur des Feldes sowie der journalistischen Qualität und Unabhängigkeit.

  • Konstruktiver Journalismus: Entwicklungshilfe für entwickelte Gesellschaften in der Krise
    Krüger, Uwe
    Laufzeit: 05-2018 - laufend
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
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  • Public Value und Journalismus
    Beiler, Markus
    Laufzeit: 10-2015 - 03-2018
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Journalismusforschung
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  • Unparteilichkeit in der Ukraine-Berichterstattung
    Krüger, Uwe
    Laufzeit: 10-2014 - 09-2017
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Allg. u. Spezielle Journalistik mit Schwpkt. intern. Mediensysteme; Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft
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  • Beschleunigung im Journalismus
    Krüger, Uwe
    Laufzeit: 10-2013 - 09-2016
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: Allg. u. Spezielle Journalistik mit Schwpkt. intern. Mediensysteme
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weitere Forschungsprojekte

  • Beiler, M.; Krüger, U.
    Mehr Mehrwert durch Konstruktiven Journalismus? Idee des Konzepts und Implikationen zur Steigerung des Public Values von Medien
    In: Gonser, N. (Hrsg.)
    Der öffentliche (Mehr-)Wert von Medien. Public Value aus Publikumssicht. Wiesbaden: Springer. 2018. S. 167-191
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  • Krüger, U.
    Manufacturing consent through integration: Social networks of German journalists in the elite milieu and their effects on coverage
    EUROPEAN JOURNAL OF COMMUNICATION. 2015. 30 (2). S. 152-170
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  • Machill, M.; Beiler, M.; Krüger, U.
    Das neue Gesicht der Öffentlichkeit. Wie Facebook und andere soziale Medien die Meinungsbildung verändern.
    Düsseldorf: Landesanstalt für Medien NRW . 2014
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  • Machill, M.; Beiler, M.; Krüger, U.
    Das neue Gesicht der Öffentlichkeit. Wie Facebook und andere soziale Netzwerke die Meinungsbildung verändern
    Düsseldorf: Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen. 2014
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  • Machill, M.; Beiler, M.; Krüger, U.
    Die vernetzte Öffentlichkeit. Meinungsbildung durch Facebook, Twitter & Co. einfach auf den Punkt gebracht
    Düsseldorf: Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen. 2014
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weitere Publikationen

  • Andere Ehrungen: Günter-Wallraff-Preis für Journalismuskritik
    Krüger, Uwe (Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaft)
    verliehen in 2016 durch Initiative Nachrichtenaufklärung.
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weitere Preise, Ehrungen und Auszeichnungen

Schwerpunkt von Dr. Uwe Krüger in der Lehre ist die Journalistenausbildung. Er lehrt Methodisches Recherchieren mit einem Fokus auf Datenjournalismus, Darstellungsformen vor allem im Print- und Onlinejournalismus sowie journalistische Ethik. Die Lehre beinhaltet neben theoretischen Elementen hohe Praxisanteile (Recherche und Produktion journalistischer Inhalte) mit begleitender Reflexion.

  • Recherchieren (M.Sc. Journalismus, WS 2018/19)

    Im Seminar "Recherchieren" werden Grundregeln des Methodischen Recherchierens ("Von außen nach innen", "Vom Sachverhalt zur Deutung" u.a.) diskutiert und eingeübt. In Gruppenarbeit werden konflikthaltige Themen recherchiert, in diesem Semester Themen rund um Vergangenheitsbewältigung und Friedensarbeit in Bosnien-Herzegowina (in Zusammenhang mit der "Bildkorrekturen"-Konferenz).

  • Darstellungsformen (M.Sc. Journalismus, WS 2018/19)

    In dieser Übung werden die charakterischen Merkmale der verschiedenen journalistischen Darstellungsformen im Bereich Print diskutiert und eingeübt. Dabei geht es sowohl um empirische (Nachricht, Bericht, Reportage, Nachrichtenmagazingeschichte) als auch um kognitive Darstellungsformen (Kommentar, Glosse). Eine Recherche zur Vergangenheitsbewältigung in Bosnien-Herzegowina wird schließlich zu einer Nachrichtenmagazingeschichte verarbeitet.

  • Spendenfinanzierter Journalismus: Organisationsformen und ethische Spannungsfelder (M.A. Journalistik, SoSe 2018)

    Das Seminar widmet sich dem aktuellen Phänomen des Spendenfinanzierten Journalismus. Mit der Erosion des klassischen Geschäftsmodells Werbung + Vertrieb entstehen Medien, die von Crowdfunding oder Stiftungsfinanzierung leben. In diesem Seminar fragen wir: Welche Organisationsformen sind im Feld zu beobachten? Welche Stiftungen und weiteren Organisationen (auch im politischen Feld) sind im Journalismus tätig? Welche Chancen und Risiken (etwa für die Unabhängigkeit) bergen die Modelle?


  • „Lehrredaktion Campus“ (Print/Online) (M.A. Journalistik, WS 2017/18)

    „Campus“ ist die crossmediale Lehrredaktion der Leipziger Journalistik. Sie produziert für die Seite „Campusleben“ in der Leipziger Volkszeitung (LVZ) und multimedial für die LVZ-Campus-Website. Im Studium erworbenes theoretisches Wissen und handwerkliche Kenntnisse werden durch die Mitarbeit in der Lehrredaktion angewendet. Die Lehrredaktion berichtet journalistisch unabhängig über Themen der Leipziger Hochschulen und widmet sich auch dem Wissenschaftsjournalismus und der Hochschulpolitik.

  • Methodisches Recherchieren (M.A. Journalistik, WS 2016/17)

    Dieses Seminar vertieft in der ersten Hälfte die Inhalte der Vorlesung „Einführung in die Journalistik II“. Wir üben das Einschätzen von Quellen und Informationen und Verfahren wie „von innen nach außen“, „von der Breite in die Tiefe“ und „vom Sachverhalt zur Deutung“. Auch der Umgang mit Quellen (Fragetechniken, Gesprächsführung) und die Anwendung von Hilfsmitteln (Rechercheprotokoll, Mind Mapping, Brainstorming) werden geübt. In Kleingruppen werden konflikthaltige Themen recherchiert.

  • Spezielle Recherche: Datenrecherche (M.A. Journalistik, SoSe 2017)

    In diesem Rechercheseminar geht es um den aktuellen Trend zum Datenjournalismus. Lernziel ist es, Storys in Statistiken aufzuspüren, Rohdaten zu finden, Relevanz im Sinne von Nachrichtenwerten zu erkennen, die Daten auszuwerten, mit Kontext anzureichern und sie allgemeinverständlich aufzubereiten. Zu Beginn werden gelungene Beispiele von Datenjournalismus besprochen, Datenquellen vorgestellt und die rechtliche Lage des Zugangs zu Daten erörtert. In Gruppen werden dann Themen recherchiert.

  • Einführung in die Journalistik II: Methoden empirischer Aussagengenerierung im Journalismus und in der Journalismusforschung (M.A. Journalistik, WS 2015/16)

    Diese Vorlesung widmet sich sowohl der journalistischen als auch der journalismuswissenschaftlichen Generierung empirischer Aussagen. In der ersten Hälfte werden Grundlagen journalistischer Informationsbeschaffung (Recherche) behandelt. In der zweiten Hälfte der Vorlesung wird die Journalistik als eine auf empirischer Forschung basierende wissenschaftliche Disziplin vorgestellt und insbesondere empirische Erhebungsmethoden (Befragung, Inhaltsanalyse, Beobachtung) behandelt.

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