Felix Michl

Felix Michl

Wiss. Mitarbeiter

Pädagogik im Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung
Haus 5
Marschnerstraße 29d/e
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-31557
Telefax: +49 341 97-31509

Kurzprofil

Felix Michl studierte Sonderpädagogik auf Lehramt an der Universität Leipzig und arbeitet dort seit 2019 als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogik im Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung. Seine Arbeitsschwerpunkte in Forschung und Lehre sind u. a. in den Bereichen Sexualität und Behinderung (insb. Fragen zu sexueller bzw. geschlechtlicher Vielfalt) sowie Diagnostik und Förderung im Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung verortet. In seiner Dissertation widmet er sich aus einer intersektionalen Erkenntnis- und Analyseperspektive der Interdependenz von Queerness und Behinderung und untersucht die biographischen Erfahrungen von queeren Jugendlichen mit Behinderung.

Berufliche Laufbahn

  • seit 04/2019
    Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Pädagogik im Förderschwerpunkt körperlich-motorische Entwicklung – Universität Leipzig
  • 04/2019 - 07/2019
    Lehrer (WTH/S, Arbeitslehre, Hauswirtschaft) – Schule "Am Bürgergarten" Eilenburg - Förderzentrum mit dem Förderschwerpunkt Lernen
  • 10/2015 - 02/2019
    Studentischer Mitarbeiter an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät – Universität Leipzig
  • 02/2015 - 10/2018
    Assistenz von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit zugeschriebener geistiger Behinderung – Autismuszentrum Leipzig, SüdLicht Leipzig, Werner-Vogel-Schulzentrum Leipzig

Ausbildung

  • seit 04/2020
    Sächsisches Hochschuldidaktik-Zertifikat
  • 10/2013 - 03/2019
    Lehramt Sonderpädagogik mit den Förderschwerpunkten Lernen und körperlich-motorische Entwicklung, Kernfach Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales (Abschluss: Erstes Staatsexamen) – Universität Leipzig

Dissertationsprojekt

In seiner Dissertation widmet sich Felix Michl aus einer intersektionalen Erkenntnis- und Analyseperspektive der Interdependenz von Queerness und Behinderung und untersucht die biographischen Erfahrungen von queeren Jugendlichen mit Behinderung. Leitend für die Dissertation, welche in den Gebieten der Intersektionalitäts-, Biographie- und inklusiven Jugendforschung verortet wird, sind u. a. folgende Forschungsfragen:

  • Inwieweit wurden für queere Jugendliche mit Behinderung im Laufe ihres Lebens die sozialen Kategorien Queerness und Behinderung sowie asymmetrische Dominanz- und Ungleichheitsverhältnisse relevant? Wie und auf welchen Ebenen wirken diese zusammen? Welche Folgen hat dies für die beteiligten Personen?

Mit dem autobiographisch-narrativen Interview (Schütze 1987) als Erhebungsinstrument und der intersektionalen Mehrebenenanalyse (Winker & Degele 2009) als Auswertungsmethode wird versucht werden, die von queeren Jugendlichen mit Behinderung entlang ihrer Biographien erlebten sozialen Macht- und Dominanzverhältnisse (vor allem Ableism und Heterosexism) auf den Ebenen der Identitätskonstruktion, der symbolischen Repräsentationen und der Gesellschaftsstrukturen sowie die Wechselwirkungen von Kategorien auf den unterschiedlichen Ebenen und dazwischen zu untersuchen.


Inhaltliche und methodologische Forschungsschwerpunkte

  • Dis/Ability Studies
  • Queer Studies/Queer Theory
  • Intersektionalitätsforschungen
  • Biographische Jugendforschung
  • Partizipative Forschung
  • Michl, F.
    Queer und behindert: Zur Interdependenz von sexueller Vielfalt und Behinderung aus intersektionaler Perspektive
    Schweizerische Zeitschrift für Heilpädagogik. 2021. 27 (4). S. 24-30
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  • Michl, F.
    Sexuelle bzw. geschlechtliche Vielfalt und Behinderung als interdependente Kategorien
    In: Kleinert, A.-C.; Palenberg, A. L.; Froböse, C.; Ebert, J.; Gerlach, M. D.; Ullmann, H.; Veenker, J.; Dill, K. (Hrsg.)
    Interdisziplinäre Beiträge zur Geschlechterforschung. Repräsentationen, Positionen, Perspektiven. Opladen, Berlin & Toronto: Barbara Budrich. 2021. S. 131-144
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  • Michl, F.
    Sexuelle Vielfalt in sexualpädagogischen Materialien für die Arbeit mit Menschen mit Behinderung
    schulheft. 2021. 46 (2). S. 82-87
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weitere Publikationen

Schwerpunkte in universitärer Lehre


  • Spezifische Förderdiagnostik und Förderplanung, Gutachtenerstellung und Beratung im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung
  • Gemeinsamer Unterricht unter Berücksichtigung der Förder- und Lernbedürfnisse von Kindern und Jugendlichen mit Förderbedarf in der körperlichen und motorischen Entwicklung
  • Evidenzbasierte Förderung, Forschung, Entwicklung und Innovation im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung


Schwerpunkte in Fort- und Weiterbildungen


  • Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt in Schule und Unterricht
  • Queerness und Behinderung
  • Diskriminierungskritische und vielfaltssensible Hochschullehre
  • 05-SPF-KM3000.PN01 Beobachten, Reflektieren und Planen unterrichtsbegleitender Förderung von Schüler*innen mit Förderbedarf in der körperlichen und motorischen Entwicklung

  • 05-SPF-KM5000.SE01 Vertiefung qualitativer und quantitativer Forschungsmethoden im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

  • 05-SPF-KM60000.VL01 Sonderpädagogische Diagnostik im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung

  • 05-SPF-KM6000.PN01 Fördergutachten und Förderpläne im Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung