Prof. Dr. Jens Meiler

Prof. Dr. Jens Meiler

Universitätsprofessor

Institut für Wirkstoffentwicklung
Brüderstr. 34, Raum 114
04103 Leipzig

Telefon: +49 341 97-11801
Telefax: +49 341 97-11813

Kurzprofil

Jens Meiler studierte Chemie an der Universität Leipzig und promovierte anschließend an der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt bei Christian Griesinger. Ab 2001 war er Postdoc an der Washington University in Seattle. Dort war er in der Arbeitsgruppe von David Baker an der Entwicklung der Proteinmodellierungssoftware Rosetta beteiligt. 2005 wurde er an die Vanderbilt Universität in Nashville berufen. Seine Forschung verbindet computergestützte Verfahren mit experimentellen Methoden, um Proteine und deren Wechselwirkungen mit Wirkstoffen und anderen Biomolekülen besser zu verstehen.

Jens Meiler entwickelt computergestützte Verfahren auf den Gebieten: Strukturbestimmung von Membranproteinen, computergestützte Wirkstoffforschung und dem Design neuer Proteintherapeutika. Anfang 2020 übernahm Jens Meiler mit einer Humboldt-Professur die Leitung des neugegründeten Instituts für Wirkstoffentwicklung an der Universität Leipzig.

Berufliche Laufbahn

  • seit 01/2020
    Humboldt-Professor und Direktor des Instituts für Wirkstoffentwicklung, Medizinische Fakultät der Universität Leipzig
  • seit 05/2005
    Professor für Strukturbiologie und Chemie, Vanderbilt University, Nashville, USA
  • 09/2001 - 04/2005
    Postdoktorand an der University of Washington, Seattle, USA

Ausbildung

  • 09/1998 - 08/2001
    Promotion an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • 10/1994 - 08/1998
    Studium der Chemie

Jens Meilers Forschung integriert innovative, rechnergestützte Ansätze für Therapiedesign und Wirkstoffgewinnung mit experimenteller Validierung und Optimierung.

Im Besonderen entwickeln und verwenden wir neue Algorithmen zur Gewinnung und Entwicklung pharmazeutischer Wirkstoffe und von sogenannten Biologika, wie Antikörpern oder Impfstoffen. Hierzu setzen wir die Rosetta-Softwaresuite (www.rosettacommons.org) ein und nutzen die Algorithmen dann für maschinelles Lernen in der BioChemicalLibrary (BCL, www.meilerlab.org). Wir arbeiten mit Wissenschaftlern auf der ganzen Welt zusammen, um diese neuen Algorithmen bei dringenden Herausforderungen für die menschliche Gesundheit, einschließlich Krebs, Infektionskrankheiten wie Grippe oder HIV, Erkrankungen, die das Gehirn betreffen, wie Schizophrenie oder Suchterkrankungen, bei Herzrhythmusstörungen oder Adipositas anzuwenden. Um den Zyklus der Arzneimittelentwicklung effektiv unterstützen zu können, ist das Institut für Wirkstoffentwicklung in der Lage, diese Wirkstoffe sowie Biologika selbst herzustellen, zu charakterisieren und zu testen. Um unseren Ansatz des rationalen, computergesteuerten Therapiedesigns überhaupt erst zu ermöglichen, kooperieren wir mit anderen, um die Struktur entscheidender humaner Proteinziele und von Pathogenen anhand begrenzter experimenteller Daten in silico zu bestimmen.

  • Innovative Algorithmen zur Modellierung von GPCRs und deren Interaktionen mit Rosetta (SFB1423/1 A07)
    Meiler, Jens
    Laufzeit: 01.2020 - 12.2023
    Mittelgeber: DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: SFB 1423: Strukturelle Dynamik der GPCR-Aktivierung und Signaltransduktion; Pharmazeutische Chemie
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  • Computergestützte Modelle der Struktur, Dynamik und Evolution von GPCRs (SFB1423/1 Z04)
    Meiler, Jens
    Laufzeit: 01.2020 - 12.2023
    Mittelgeber: DFG Deutsche Forschungsgemeinschaft
    Beteiligte Organisationseinheiten der UL: SFB 1423: Strukturelle Dynamik der GPCR-Aktivierung und Signaltransduktion; Bioinformatik; Pharmazeutische Chemie; Institut für Medizinische Physik und Biophysik; Interdisziplinäres Zentrum für Bioinformatik (IZBI)
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weitere Forschungsprojekte