Default Avatar

Prof. Dr. Miriam Nandi

Universitätsprofessorin

Neuere und neueste britische Literaturwissenschaft im globalen und postkolonialen Rahmen
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 5307
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37313

Kurzprofil

Miriam Nandi ist Professorin für Britische Literaturwissenschaft im globalen und postkolonialen Rahmen. 2006 wurde sie an der Universität Freiburg promoviert. Ihre Dissertation führte sie auch an die School of Criticism and Theory der Cornell University. Es folgte die Habilitation im Jahr 2017. Ihre Forschungsschwerpunkte sind der indisch-englische Roman, postkoloniale Theorie, Psychoanalyse und Autobiographik der Frühen Neuzeit. In ihrer aktuellen Forschung widmet sie sich Narrativen von Flucht und critical mixed race studies.

Berufliche Laufbahn

  • seit 04/2021
    Professorin für Britische Literaturwissenschaft im globalen und postkolonialen Rahmen
  • 02/2020 - 03/2021
    Projektmanagerin European identities, EPICUR, University College Freiburg
  • 10/2019 - 03/2020
    Lehrbeauftragte, Zentrum für Anthropologie und Gender Studies, Universität Freiburg
  • 04/2019 - 09/2019
    Vertretung der Professur englische Literaturwissenschaft (Prof. Dr. Monika Fludernik), Universität Freiburg
  • 10/2016 - 03/2019
    akademische Mitarbeiterin, Institut für Nordamerikastudien, Universität Freiburg
  • 03/2009 - 09/2016
    Fellow des Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm für Frauen, Universität Freiburg
  • 02/2001 - 12/2004
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 541 Identitäten / Alteritäten, Universität Freiburg

Ausbildung

  • seit 11/2017
    Venia legendi, Englische Philologie, Universität Freiburg
  • seit 01/2006
    Promotion über Armut und Kaste im indisch-englischen Roman, Universität Freiburg
  • 06/2005 - 07/2005
    School of Criticism and Theory, Cornell University

Meine Forschung befasst sich mit dem indisch-englischen Roman, der postkolonialen Theorie und dem englischen Tagebuch der Frühen Neuzeit. Darüber hinaus habe ich ein Teilprojekt zu kolonialen Diskursen des Müßiggangs im Rahmen des SFB 1015 Muße geleitet.

Die Monographie M/Other India/s behandelt die literarische Verarbeitung von Armut- und Kastenproblematik in der indisch-englischen Literatur. Sozialkritische Literatur bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen politischer Parteinahme für unterdrückte Gruppen und ambivalenten Fantasien über das Andere.

Mein zweites Buch Gayatri Chakravorty Spivak ist eine Einführung in das Werk der gleichnamigen postkolonialen Denkerin.

Reading the Early Modern Diary behandelt die historische Entstehung, die formalen Spezifika und die sich wandelnden kulturellen Funktionen des englischen Tagebuchs in der Frühen Neuzeit. Es erforscht die Möglichkeiten und Grenzen der Textgattung Tagebuch vor dem Hintergrund einer Epoche, in der das moderne Individum noch nicht scharf konturiert bzw. durch liberal-demokratische Diskurse geschützt war.




Thematisch behandelt meine Lehre eine große Bandbreite an anglistischen Themen, von der Lyrik und dem Drama der Frühen Neuzeit, über das autobiographische Schreiben bis zu den zeitgenössischen globalen, postkolonialen Literaturen. Darüber hinaus interessiert mich die Profilierung von interdisziplinären Ansätzen in der Lehre wie etwa im Bereich disability studies oder Literatur und Ethik. Dabei habe ich sehr von meiner Tätigkeit im europäischen Lehrprojekt EPICUR profitiert, für das ich kollaborative, interdisziplinäre und internationale Lehrprojekte in digitaler Form projektiert und durchgeführt habe.

In meinen Seminaren versuche ich durch eine gute Balance aus Elementen des selbst-bestimmten Lernens und moderienden Interventionen meinerseits eine offene und konstruktive Lernatmosphäre zu schaffen. Eine wertschätzende Feedback-Kultur ist elementarer Bestandteil meiner Lehre.