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Prof. Dr. Verena Klemm-Kuhn

Universitätsprofessorin

Arabistik und Islamwissenschaft
Institutsgebäude
Schillerstr. 6, Raum S 212
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37201
Telefax: +49 341 97-37219

Kurzprofil

Verena Klemm studierte Arabistik und Islamwissenschaft, Religionswissenschaft und Empirische Kulturwissenschaft an der Universität Tübingen, wo sie 1988 promovierte. 1989-1990 arbeitete sie als wissenschaftliche Referentin am Orient Institut in Istanbul, danach als wissenschaftliche Assistentin an der Universität Hamburg. Dort habilitierte sie 1998. In den folgenden Jahren hatte sie verschiedene Vertretungsprofessuren inne. Seit 2003 ist sie Professorin für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Leipzig. Ihre wichtigsten Forschungs- gebiete sind: Geschichte und Kultur der Ismailiten und Fatimiden; islamisch geprägte Manuskriptkulturen sowie moderne arabische Literatur im politischen Kontext. Verena Klemm leitete mehrere DFG-Projekte, seit 2018 leitet sie das Langzeitprojekt "Bibliotheca Arabica - neue Geschichte der arabischen Literatur" (2018 bis 2035) an der Sächsischen Akademie der Wissenschaften in Leipzig

Berufliche Laufbahn

  • seit 10/2003
    Professorin für Arabistik und Islamwissenschaft an der Universität Leipzig
  • 04/2003 - 09/2003
    Lehrstuhlvertretung an der Universität Freiburg
  • 10/1998 - 07/2000
    Lehrstuhlvertretung an der Universität Würzburg
  • 04/1998 - 09/1998
    Lehrstuhlvertretung an der Universität Kiel
  • 05/1990 - 04/1997
    Hochschulassistentin an der Universität Hamburg
  • 05/1989 - 04/1990
    Wissenschaftliche Referentin am Orient-Institut der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft in Beirut und Istanbul

Ausbildung

  • seit 04/1997
    Habilitation an der Universität HamburgErteilung der Lehrbefugnis für Arabistik und Islamwissenschaft
  • seit 12/1988
    Promotion im Fach Islamwissenschaft an der Universität Tübingen
  • 10/1976 - 02/1983
    Studium der Islamwissenschaft, Vergleichenden Religionswissenschaft, Ägyptologie und Empirischen Kulturwissenschaftan der Universität Tübingen

Prof. Dr. Verena Klemm analysierte in ihrer Dissertation zur fatimidischen Mission und Religionspropaganda u.a. mit den Methoden der Autobiographieforschung das Ego-Narrativ eines im 11. Jh. in einem iranischen Fürstenhof aktiven Werbers im Dienste der Fatimiden von Kairo (Frankfurt a.M. 1989). In ihrer Habilitationsschrift (Würzburg 1998) widmet sie sich dem Diskurs zur Rolle der Literatur im Zeichen von Kolonialismus und postkolonialen nation building in der arabischen Welt. Hier wird u.a. mit einem rezeptions- und übersetzungswissenschaftlichen Ansatz die kreative arabische Aneignung des Konzepts der littérature engagée von Jean-Paul Sartre analysiert.

Zur Schia-Forschung und der arabischen Literatur und Literaturdebatte kam mit dem Ruf nach Leipzig noch weiterer Schwerpunkt dazu: Die Erschließung und digitale Präsentation der Sammlung islamischer Manuskripte in der Universitätsbibliothek Leipzig. Hieraus erwuchsen mehrere Forschungsprojekte (www.refaiya.uni-leipzig.de), die, in Kooperation mit UB und URZ, mit der Entwicklung eines wegweisenden Datenbanksystems einhergingen. Es wurde u.a. von der Staatsbibliothek Berlin zur Präsentation ihrer gesamten Orientalia adaptiert (Orient-digital).

Prof. Dr. Verena Klemm leitet das Projekt „Bibliotheca Arabica. Towards a New History of Arabic Literature“ (2018 – 2035) an der sächsischen Akademie der Wissenschaften (https://www.saw-leipzig.de/de/projekte/bibliotheca-arabica/intro).