Kurzbeschreibung: Ma-ma-Märchenprinz untersucht personen-, sozialraum- und angebotsbezoge Einflüsse auf kulturelle Aktivitäten in ländlichen Räumen.
Leitung: Prof. Dr. Ulrich Frick und Prof. Dr. Katrin Rakoczy, HSD Hochschule Döpfer (Köln)
Fachrichtung: Empirische Bildungsforschung, Sozialgeographie, Psychologie
Laufzeit: Dezember 2019 – Dezember 2022

Man sieht Menschen, die sich in einer großen Gruppe bei einem Fest versammeln. Im Hintergrund sieht man eine Bühne mit Künstlern.
Foto: Colourbox

Das Projekt Ma-ma-Märchenprinz

Das Projekt untersucht Einflüsse auf kulturelle Aktivitäten in ländlichen Räumen. Diese Einflüsse sind personen-, sozialraum- und angebotsbezogen. Zusätzlich wird das Erleben während kultureller Aktivität in urbanen versus ländlichen Zusammenhängen genauer untersucht.  

Der Forschungsprozess

Die Untersuchung erfolgt in drei Schritten: In einem ersten Schritt findet die Erfassung und sozialgeographische Analyse des kulturellen Bildungsangebots in den Landkreisen Dachau und Cham statt. Im zweiten Schritt befragen die Forschenden im Rahmen einer Fall-Kontrollstudie die Nutzerinnen und Nutzer ländlicher Bildungsangebote. Diese werden mit Kontrollpersonen aus der allgemeinen Bevölkerung der Landkreise verglichen. Im dritten Schritt werden dann an Bildungsangeboten Teilnehmende in Metropolen und ländlichen Räumen verglichen. Dazu werden die Teilnehmenden während der kulturellen Aktivität durch beispielsweise Eye-Tracking und neurophysiologische Methoden untersucht. Dabei werden besonders die Seh- oder Hörerlebnisse sowie die Erlebensqualität betrachtet.

Video: Das Projekt Ma-ma-Märchenprinz stellt sich vor

Video: Das Projekt Ma-ma-Märchenprinz stellt sich vor

Kurz und Knapp

Alles auf einen Blick: Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu uns und unserem Projekt.

Zu sehen ist das grün-graue Logo des Projektes
Grafik: Ma-Ma-Märchenprinz

Unser Team setzt sich aus Mitarbeitenden aus den Bereichen Psychologie, empirische Bildungsforschung, Public-Health-Forschung, Musikdidaktik und Kunstdidaktik zusammen. Die Projektleitung besteht aus Frau Professorin Katrin Rakoczy und Herrn Professor Ulrich Frick.

Wir untersuchen, welche kulturellen Bildungsangebote in ländlichen Räumen existieren. Auch interessiert uns, wer an den Angeboten teilnimmt und welche Bedingungen eine Teilhabe an Kulturangeboten fördern. Wie wird Kultur gelernt, also welche formellen und informellen Bildungsformen werden auf welche Weise genutzt? Gibt es in Zeiten des Internets eine spezifisch „ländliche“ Art zur Nutzung kultureller Bildungsangebote? Zusätzlich möchten wir herausfinden, wie ästhetische Erfahrung empirisch erfasst werden kann.

Zu sehen sind drei Mädchen vor der Bühne einer kulturellen Veranstaltungen, Foto: colourbox.de/#220
Foto: Colourbox

Zum einen nutzen wir Methoden aus der Versorgungsplanung. Dabei kartieren wir kulturelle Bildungsangebote nach Sozialräumen und untersuchen Quell-Ziel-Relationen von Wohn- und Nutzungsort. Zum anderen führen wir eine Fall-Kontroll-Studie an Teilnehmenden und der Allgemeinbevölkerung durch und erforschen die fördernden bzw. hinderlichen Bedingungen für kulturelle Aktivität. Darüber hinaus führen wir vergleichende „Labor“-Studien durch. Dabei vergleichen wir Teilnehmende an kulturellen Angeboten in Metropolen oder ländlichen Räumen „live“ während der jeweiligen Veranstaltung (z. B. Gesangsprobe).

Zu sehen ist Veranstaltungstechnik auf einem Gerüst vor einem blauen Himmel.
Foto: Colourbox

Unser Projekt zeichnet sich dadurch aus, dass erstmals Sozialraum-Merkmale, biographische Personenmerkmale, Angebotsmerkmale und Unterschiede von Bildungsangeboten unter „Laborbedingungen“ in einem Projekt zusammen erhoben und ausgewertet werden.