Kurzbeschreibung: Das Projekt „Regionale-Bindung“ untersucht, welchen Einfluss Schulen und ihr kulturelles Angebot auf den Verbleib von Jugendlichen in ihrer ländlichen Heimat haben.
Leitung: Prof. Dr. Heike Ackermann & Dr. Michael Retzar, Philipps-Universität Marburg
Fachrichtung: Erziehungswissenschaft, Schulpädagogik
Laufzeit: Januar 2020 – Juli 2023

Zu sehen ist das in rot, weiß und blau gehaltene Logo von "Regionale Bindung", auf dem ein Leuchtturm abgebildet ist.
Logo Regionale Bindung

Bedeutung von Schulen für kulturelle Teilhabe

Schulen in ländlichen Regionen fördern die Teilhabe junger Menschen an Kunst und Kultur. Die Entfernung zu Kulturinstitutionen hingegen ist dort oft groß und auch die Zahl von Kunstschaffenden ist begrenzt. Die Schule ist oft der einzige Ort, an dem ein Zugang zu Kultureller Bildung möglich ist und sie fördert auf diese Weise die Identifikation mit der Region. Viele Schulen hoffen, mit einem ansprechenden kulturellen Angebot zum Verbleib oder zur Rückkehr junger Menschen in ländliche Regionen zu animieren.

Kulturangebot in Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Das Projekt „Regionale Bindung“ untersucht die Wirkung von schulischen Angeboten, in denen sich die Schülerinnen und Schüler künstlerisch mit ihrer Region auseinandersetzen. Die Fragestellung lautet, inwiefern die regionale Bindung der Jugendlichen durch diese künstlerischen Prozesse entwickelt wird. Das Forschungsprojekt möchte herausfinden, wie die Bleibeneigung bzw. die Abwanderungsneigung in ländlichen Regionen beeinflusst wird. Die Untersuchung findet an ländlichen Schulen in Mecklenburg-Vorpommern statt.

Kurz und Knapp

Alles auf einen Blick: Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu uns und unserem Projekt.

Das Projekt „Regionale Bindung“ wird von der Arbeitsstelle Kulturelle Bildung an der Phillipps-Universität Marburg realisiert. Die Projektleitung haben Professorin Dr. Heike Ackermann und Dr. Michael Retzar inne. Die Arbeitsstelle führt Forschungsprojekte zur Kulturellen Bildung an Schulen durch. Dabei arbeitet sie unter anderem mit den Bildungsministerien in Hessen, Mecklenburg-Vorpommern und dem Saarland zusammen. Daneben leitet sie auch den bundesweit ausgeschriebenen Weiterbildungsmasterstudiengang „Kulturelle Bildung an Schulen“. Das Team von „Regionale Bindung“ wird durch Nadine Wagner komplettiert.

Wir wollen zum einen das breite Spektrum von Angeboten Kultureller Bildung an ländlichen Kulturschulen aufzeigen, zum anderen den Zusammenhang zwischen Kulturangeboten mit regionalen Schwerpunktsetzungen und der regionalen Bindung von Schülerinnen und Schülern untersuchen.

Auf dem Bild sind die Beine von Kindern, die gemeinsam auf einer Bühne stehen, zu sehen.
Foto: Colourbox

In unserer Forschung verbinden wir qualitative und quantitative Zugänge. Es werden schulische Dokumente ausgewertet sowie leitfadengestützte Interviews mit Lehrpersonen, Schüler/innen und außerschulischen Akteuren geführt. Darüber hinaus findet eine Fragebogenstudie mit Schüler/innen statt. Der Fokus liegt dabei auf Aspekten der regionalen Bindung im Zusammenhang mit Kunst und Kultur.

Zu sehen sind vier Jugendliche auf einer Bank im Freien. Sie halten Unterlagen in der Hand und lächeln.
Foto: Colourbox

Wir untersuchen eine besondere Art von Angeboten, die neben der Persönlichkeitsentwicklung der beteiligten Schüler/innen auch die Thematik der Abwanderung aus ländlichen und/oder strukturschwachen Regionen berührt. Vielen Schulen in ländlichen Räumen ist es ein Anliegen, durch eine kulturelle Arbeit einen Beitrag für eine höhere Attraktivität der Region zu leisten. Interessant wird sein, wie sich darauf aufbauend die regionalen Bildungs- und Kulturlandschaften entwickeln und wie diese von den Heranwachsenden wahrgenommen werden. Das Projekt leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Forschung auf dem Gebiet der kulturellen Schulentwicklung.

Man sieht Kinder, die mit ihren Instrumenten posieren.
Foto: Colourbox