Kurzbeschreibung: SKUBIL erforscht institutionelle Strukturen zwischen Akteuren sowie Planungsprozesse kultureller Bildungsangebote unter Einbezug regionaler Besonderheiten.
Leitung: Prof. Dr. Steffi Robak, Leibniz Universität Hannover
Fachrichtung: Bildungswissenschaften, Erwachsenenbildung/Weiterbildung
Laufzeit: Dezember 2019 – Dezember 2022

Auf dem Bild sieht man einen jungen Mann, der seinen Projektentwicklungsprozess dokumentiert.
Foto: Colourbox

Das Projekt SKUBIL

Das Forschungsvorhaben SKUBIL untersucht anhand von vier ländlichen Regionen in Niedersachsen die Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen. Beforscht werden Ostfriesland, das Weser-Elbe-Dreieck, das Wendland und der Harz. Im Fokus stehen zum einen die institutionellen Strukturen zwischen Akteurinnen und Akteuren Kultureller Bildung, zum anderen die Planungsprozesse Kultureller Bildung, welche auf diesen Strukturen basieren und von ihnen gestaltet werden.

Verknüpfung von Untersuchungen

SKUBIL betrachtet das Zusammenwirken von regionalen Besonderheiten, Akteursnetzwerken und kulturellen Bildungsangeboten.

Das Vorgehen gliedert sich in mehrere Schritte:

  • Analyse der Akteure und ihrer Netzwerke in den vier Regionen
  • Beforschung des Angebots und der Praxen Kultureller Bildung in ländlichen Räumen
  • Untersuchung von Planungsprozessen Kultureller Bildungsgelegenheiten über Interviews mit pädagogisch-planendem Personal

In einem letzten Schritt werden die Perspektiven dann zusammengeführt, um offenzulegen, wie der jeweilige regionale Kontext, die vorliegenden Bedarfe, Bedürfnisse und Interessen der Bevölkerung in den Strukturen und Angeboten Kultureller Bildung berücksichtigt werden.

Unsere nächsten Schritte

02/2020  – Aktuell werden bestehenden Theorien und Forschungsergebnisse zu den Besonderheiten Kultureller Bildung in ländlichen Räumen systematisch aufbereitet. Daneben konkretisieren wir diese Informationen für die ausgewählten abgelegenen Regionen. Zudem sammeln wir mögliche Akteure Kultureller Bildung.

Kurz und Knapp

Alles auf einen Blick: Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu uns und unserem Projekt.

Das Projekt ist an der Leibniz Universität Hannover angesiedelt und wird von Forschenden der Erwachsenenbildung/Weiterbildung bearbeitet. Die Erforschung der Kulturellen (Erwachsenen-)Bildung bildet einen Schwerpunkt am Institut für Berufspädagogik und Erwachsenenbildung der Leibniz Universität. Die Projektleitung hat Frau Professorin Dr. Steffi Robak inne, zum Forschungsteam gehören außerdem Jessica Preuß (M.A.) und Birgit Schneider (M.A.).

Wir konzentrieren uns auf offene bildungswissenschaftliche Fragen zur Kulturellen Bildung und zu raumspezifischem Wissen: Welche Akteure prägen die Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen und wie sind diese vernetzt? Dazu gehört auch, zu untersuchen, welche Strukturen in den kulturellen Angeboten und Bildungsgelegenheiten erkennbar sind. Interessant ist beispielsweise, welche Zugänge zu Lern- und Bildungsprozessen ermöglicht werden und an welchen regional- und zielgruppenspezifischen Bedarfen der Bevölkerung sie ausgerichtet werden.

Zu sehen ist eine Grafik. Vor grünem Hintergrund sind die Köpfe von Menschen gezeichnet, welche gemeinsam ein Netzwerk bilden, Foto: colourbox.de
Foto: Colourbox

Grundlage ist ein komplex angelegter Forschungszugang, der verschiedene Perspektiven einbezieht. Hierbei untersuchen wir zunächst die einzelnen Perspektiven (Dokumenten-, Akteurs-, Netzwerk- und Angebotsanalyse sowie Planungshandeln) und führen anschließend die gewonnenen Erkenntnisse zusammen. So machen wir Wechselwirkungen zwischen institutionellen, organisationalen und raumbezogenen Gesichtspunkten sichtbar. Daraus leiten wir dann bildungswissenschaftliche Theorien über den Zusammenhang zwischen Beteiligten, dem Angebot und ländlich-regionalen Besonderheiten ab.

Zu sehen sind fünf Erwachsene, welche an einem Tisch sitzen und sich unterhalten, Foto: colourbox.de
Foto: Colourbox

Durch die Unterschiedlichkeit der ausgewählten Untersuchungsregionen trägt unser Projekt dazu bei, die Vielfalt ländlicher Räume aufzuzeigen (z. B. Wattenmeer vs. Bergbau). Darüber hinaus können wir verallgemeinerbare Analysen bezüglich bildungswissenschaftlicher Fragen zur Kulturellen Bildung erstellen. Durch die Verschränkung verschiedener Perspektiven kann ein ganzheitlicher Blick auf die Prozesse der Strukturierung und die Angebotsstrukturen der ländlichen Kulturellen Bildung erfolgen, der bislang im Forschungsdiskurs fehlt. Zugute kommt uns auch: Alle Teammitglieder stammen selbst aus ländlichen Räumen.