Wer wir sind, was wir untersuchen, wie wir es untersuchen und welche Funktion wir innehaben, erfahren Sie auf dieser Seite.

Unser Metavorhaben „MetaKLuB“

Projektleitung: Professorin Nina Kolleck (bis März 2023 an der Universität Leipzig, ab April 2023 an der Universität Potsdam)

Wissenschaftliche Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen: Dr. Luise Fischer, Lea Fobel, Esther Benning (bis März 2023)

Förderbetrag: 1.605.273,46 EUR

Laufzeit: 1.12.2019 bis 30.11.2024

Unterstützung der Projekte der Förderrichtlinie

Das Metavorhaben MetaKLuB unterstützt die Forschungsvorhaben und bündelt die Ergebnisse der Förderrichtlinie zu Kultureller Bildung in ländlichen Räumen in drei zentralen Bereichen: durch eigene Forschung, durch die Vernetzung der geförderten Projekte untereinander und mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis und schließlich durch die Aufbereitung der gewonnenen Ergebnisse für eine interessierte Öffentlichkeit.

Wissenschaftliche Expertise zur Kulturellen Bildung in ländlichen Räumen

Im ersten Schwerpunkt, der Forschung, führt das Metavorhaben die Erkenntnisse der Einzelprojekte zusammen und verknüpft diese mit dem internationalen Forschungsstand. Dazu werden vor allem Sekundärdaten und Publikationen zum Thema der Förderrichtlinie ausgewertet: Mit einem systematischen Review nationaler und internationaler Literatur erarbeitet das Metavorhaben einen umfassenden Überblick über Entwicklungen, Schwerpunkte und Desiderate in der Forschung zu Kultureller Bildung in ländlichen Räumen. Darüber hinaus analysiert MetaKLuB mit quantitativen Methoden vorhandene Sekundärdaten zu Kultureller Bildung und Kulturpartizipation in ländlichen Räumen. Ergebnisse werden zu einem theoretischen Rahmen zusammengeführt, in den sich die Einzelprojekte der Förderrichtlinie einordnen können. Schließlich werden Ideen für die künftige Forschung generiert.

Brückenfunktion und Knotenpunkt

Im Kontext des zweiten Schwerpunkts, der Vernetzung, koordiniert das Metavorhaben die Organisation von Tagungen, Workshops, Fortbildungen und die Förderung des wissenschaftlichen Mittelbaus. Ein wissenschaftlicher Beirat mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus verschiedenen Handlungsbereichen Kultureller Bildung in Praxis und der Wissenschaft begleitet und berät die Förderrichtlinie und die Arbeit des Metavorhabens. Erste Fortbildungen finden beispielsweise zum Forschungsdatenmanagement oder zur Wissenschaftskommunikation statt. Einmal im Jahr treffen sich zudem die Forschungsvorhaben der Förderrichtlinie an der Universität Leipzig zu einer Vernetzungstagung.

Wissen für die Öffentlichkeit

Der dritte Schwerpunkt des Metavorhabens fokussiert die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und damit den nachhaltigen Transfer der Erkenntnisse in Praxis und Öffentlichkeit. So werden unter anderem Ergebnisse und Entwicklungen aus den Forschungsvorhaben der Förderrichtlinie auf dieser Webseite bekanntgegeben. Hier sind auch ein Veranstaltungskalender, Neuigkeiten aus dem Metavorhaben sowie den Projekten der Förderrichtlinie und dem Bereich Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen zu finden. Außerdem gibt es regelmäßige Blogbeiträge zu Veranstaltungen und Themen, die im Kontext der Kulturellen Bildung stattfinden. Für die Ohren gibt es unseren Podcast KuBiLand. Folgen Sie uns außerdem auf Twitter und Instagram.

Durch diese Formate werden zentrale Inhalte miteinander verknüpft, aufbereitet und vermittelt.  

Kurz und Knapp

Alles auf einen Blick: Wir beantworten die wichtigsten Fragen zu uns und unserem Projekt

Unser Team arbeitete bis März 2023 am Lehrstuhl für Politische Bildung unter Leitung von Professorin Nina Kolleck an der Universität Leipzig. Umgesetzt wurde das Projekt von drei wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen: Dr. Luise Fischer, Lea Fobel und Esther Benning. Dr. Luise Fischer war Post-Doc und Projektkoordinatorin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen (inter)kulturelle und politische Bildung, Bildungssysteme und Transformation. Gemeinsam mit Nina Kolleck führte sie zudem die qualitativen Analysen durch. Lea Fobel koordinierte als Doktorandin und wissenschaftliche Mitarbeiterin den quantitativen Part des Projekts. Dabei führte sie besonders Analysen vorhandener Daten zu Kultureller Bildung und Kulturpartizipation in ländlichen Räumen durch. Esther Benning war zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit und die Wissenschaftskommunikation. Unterstützt wurden die Mitarbeitenden durch die wissenschaftlichen Hilfskräfte Felica Selz, Malin Nissen, Svenja Samstag und Sophia Bader.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Das Logo von MetaKLuB, Grafik: MetaKLuB
Das Logo von MetaKLuB, Grafik: MetaKLuB

Als Metavorhaben untersuchen wir Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen nicht wie viele der anderen Projekte in der Förderrichtlinie auf der Basis von Primärforschung, also durch das Erheben eigener Daten. Vielmehr stützen wir uns für die Überblicksforschung auf Sekundärdaten und Publikationen bereits durchgeführter Forschungsprojekte. So systematisieren wir in einem Forschungsüberblick verschiedene Ansätze und Blickwinkel auf Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen und ziehen weitere Schlussfolgerungen aus bereits bestehenden quantitativen Datensätzen. Zudem führen wir Erkenntnisse aus den Einzelprojekten der Förderrichtlinie zusammen und erarbeiten einen theoretischen Rahmen aus den unterschiedlichen Ansätzen und disziplinären Perspektiven der Forschungsvorhaben. Darüber hinaus unterstützen wir die Einzel- und Verbundprojekte der Förderrichtlinie bei der Vernetzung und Zusammenarbeit in der Förderrichtlinie und dem Wissenstransfer in Praxis und Öffentlichkeit.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Es werden verschiedene Elemente von Kultur in Form von Icons dargestellt.
Foto: Colourbox

Wir arbeiten sowohl mit qualitativen als auch mit quantitativen Methoden. Der systematische Review bietet Überblick und Analysen zu bislang publizierter Forschung im Themenfeld der Förderrichtlinie; sowohl im deutschsprachigen, als auch im internationalen englischsprachigen Kontext. Auf der Grundlage von Ergebnissen und Einordnungen in den einzelnen Forschungsvorhaben erarbeiten wir einen theoretischen Rahmen, der einen Ausgangspunkt für weitere Forschung bieten soll. Außerdem untersuchen wir anhand quantitativer Methoden vorhandene Datensätze, unter anderem mit Blick auf Potenziale, Hindernisse, Gelingensbedingungen und Teilhabemöglichkeiten von und an Kultureller Bildung in ländlichen Räumen.

Das Metavorhaben übernimmt innerhalb der Förderrichtlinie eine koordinierende und verbindende Funktion. Neben der eigenen Forschung zu kultureller Bildung steht die Koordinierung der Zusammenarbeit der beteiligten Forschungsvorhaben im Mittelpunkt. Angesichts einer breiten fachlichen Ausrichtung unter Beteiligung unterschiedlicher bildungs-, sozial-, geistes-, und kulturwissenschaftlicher Disziplinen kommt dem Metavorhaben innerhalb der Förderrichtlinie eine wichtige Brückenfunktion bei der Zusammenführung und Aufbereitung der Erkenntnisse für Wissenschaft, Praxis und Öffentlichkeit zu.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Zu sehen ist eine Grafik. Vor grünem Hintergrund sind die Köpfe von Menschen gezeichnet, welche gemeinsam ein Netzwerk bilden, Foto: colourbox.de
Foto: Colourbox
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Zu sehen ist ein Stapel bunter Bücher mit einem Tablet. Sie liegen auf einem Tisch in einer Bibliothek
Foto: Colourbox

VERÖFFENTLICHUNGEN 

  • Büdel, Martin/Fobel, Lea/Kolleck, Nina (2022): Zur Forschung des Metavorhabens zur Förderrichtlinie kulturelle Bildung in ländlichen Räumen. Herausforderungen und blinde Flecken. In: Kolleck, Nina/Büdel, Martin/Nolting, Jenny (Hrsg.): Forschung zu kultureller Bildung in ländlichen Räumen. Methoden, Theorien und erste Befunde. Weinheim: Beltz/Juventa, S. 402-418. 
  • Fobel, Lea/Kolleck, Nina (2023). Kulturelle Bildungsteilhabe in Deutschland. Zur Bedeutung von Komposition und Kontext für die Wahrnehmung non-formaler kultureller Bildungsangebote am Beispiel der innerdeutschen Ost-/West-Dichotomie. In Lorenz, Astrid; Vogel, Lars; Pates, Rebecca (Hrsg.): Ostdeutschland 4.0 – Über die Nützlichkeit einer Kategorie. Wiesbaden: Springer VS.
  • Fobel, Lea (2022). Provision of Non-Formal Cultural Infrastructure in Peripheral Regions: Responsibility, Resources, and Regional Difference. Urban Planning. 7(4) https://doi.org/10.17645/up.v7i4.5675.
  • Fobel, Lea/Kolleck, Nina (2022). Regional Patterns of Access and Participation in Non-Formal Cultural Education in Germany. Educ. Sci. 12, 13. https://doi.org/10.3390/educsci12010013.
  • Fobel, Lea/Kolleck, Nina (2021): Cultural Education: Panacea or Amplifier of Existing Inequalities in Political Engagement? In: Social Inclusion 9(3), S. 324-336.
  • Kolleck, Nina/Büdel, Martin (2020): Kulturelle Bildung in ländlichen Räumen: Vorstellung der Forschungsvorhaben der BMBF-Förderrichtlinie. Kulturelle Bildung Online. Verfügbar unter https://www.kubi-online.de/artikel/kulturelle-bildung-laendlichen-raeumen-vorstellung-forschungsvorhaben-bmbf, letzter Zugriff: 15.11.2021.
  • Kolleck, Nina/Büdel, Martin/Nolting, Jenny (Hrsg.) (2022): Forschung zu kultureller Bildung in ländlichen Räumen. Methoden, Theorien und erste Befunde. Weinheim: Beltz Juventa. 
  • Le, Thi Huyen Trang/Fobel, Lea/Kolleck, Nina (2023).Die Bedeutung von Vertrauen in der kulturellen Arbeit in ländlichen Räumen: Zwischen Autonomie und finanziellen Dependenzen. In Brüggemann, Christian; Hermstein, Björn, Nikolai, Rita (Hrsg.) Bildungskommunen? Zum Wandel von Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung im Bildungsbereich. Weinheim: Beltz Juventa.
  • Nolting, Jenny/Büdel, Martin/Kolleck, Nina (2022): Wissenschaftliche Kooperation unter Bedingungen der Covid-19-Pandemie – Ein Rückblick auf die Konzeption und Durchführung einer Online-Tagung zu kultureller Bildung in ländlichen Räumen. In: Kolleck, Nina/Büdel, Martin/Nolting, Jenny (Hrsg.): Forschung zu kultureller Bildung in ländlichen Räumen. Methoden, Theorien und erste Befunde. Weinheim: Beltz/Juventa, S. 418-429.