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Pressemitteilung 014/2011 vom 01.02.2011

Bereich: Personalia
Sachgebiet: Chemie

Nachruf auf Prof. Dr. Dr. h. c. Kurt Dehnicke

 

Prof. Dr. Dr. h.c. Kurt Dehnicke
Prof. Dr. Dr. h.c. Kurt Dehnicke

Die Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig trauert um ihren Ehrendoktor, Prof. Dr. Dr. h. c. Kurt Dehnicke, der am 16. Januar 2011 im Alter von 79 Jahren in Marburg verstarb.


Kurt Dehnicke hat nach dem Abitur an der Petri-Schule in Leipzig von 1950 bis 1954 an den Chemischen Instituten der Universität Leipzig studiert und bei Professor Leopold Wolf diplomiert. Nach einem aus politischen Gründen erzwungenen Wechsel, bereits in Leipzig an der Dissertation arbeitend, wurde er 1957 an der TH Stuttgart promoviert, habilitierte sich dort und wurde bereits 1967 als Ordinarius für Anorganische Chemie an die Philipps-Universität Marburg berufen, wo man ihn 1971 zum Gründungsdekan des Fachbereichs Chemie wählte.

Professor Dehnicke gehörte zu den international führenden Chemikern. Sein wissenschaftliches Werk auf den Gebieten der Halogen- und Pseudohalogenchemie, Koordinations- und Metallorganochemie, das in etwa 800 Publikationen zusammen mit zahlreichen Schülerinnen und Schülern, die jetzt selbst Professoren sind, niedergelegt ist, gehört zum bleibenden Bestand der Anorganischen Chemie. Auf einstimmigen Vorschlag des Fakultätsrates und des Senates wurde Professor Dehnicke als erstem Chemiker nach der Hochschulerneuerung im Juli 1996 die Würde eines Ehrendoktors an seiner Alma mater Lipsiensis verliehen. Dabei wurde besonders auch sein aktives Wirken, die Unterstützung und praktische Hilfe bei der Neustrukturierung der Fakultät für Chemie und Mineralogie anerkannt, deren weitere positive Entwicklung er auch als Mitglied des Freundeskreises förderte.

Er war langjährig Fachgutachter bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und Leiter von DFG-Schwerpunktprogrammen. Nach seiner Emeritierung initiierte und leitete Professor Dehnicke in Marburg das "Chemikum", das er als eine einzigartige Ausbildungsstätte für Kinder und Jugendliche bei der Durchführung chemischer Experimente und zum Verständnis und zu ihrer Motivierung für die Chemie entwickelte, wofür ihm im Dezember 2010 das "Historische Stadtsiegel der Universität Marburg" verliehen wurde.

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letzte Änderung: 21.11.2018 

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