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Pressemitteilung 244/2012 vom 24.08.2012

Bereich: wissenschaftliche Tagungen
Sachgebiet: Chemie

Internationales Symposium zu Ehren des Chemikers Julius Tröger

 

Der Erfinder der in der Fachwelt bekannten Trögerschen Base - der Chemiker Julius Tröger (1862-1942) - wäre in diesem Jahr 150 Jahre alt geworden. Am 29. Juli war zudem der 70. Todestag des bekannten Wissenschaftlers, der an der Universität Leipzig studierte und in Braunschweig starb. Aus diesem Anlass veranstalten die Universität Leipzig und die Technische Universität Braunschweig am 30. und 31. August in Leipzig ein Symposium zu Ehren Trögers, das von der Liebig-Vereinigung der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und dem Fonds der Chemischen Industrie (FCI) gefördert wird.


Der Chemiker, der die nach ihm benannte Base in Leipzig im Rahmen seiner Doktorarbeit 1887 synthetisiert hat, konnte deren Struktur jedoch nicht vollständig bestimmen und bekam deshalb nur die Note 3 für seine Doktorarbeit. Es dauerte noch weitere 48 Jahre, bevor die Struktur durch einen amerikanischen Chemiker aufgeklärt wurde. Einer Anregung von Prof. Dr. Jose Elguero aus Madrid folgend, wird nun das Symposium Trögers Wirken näher beleuchten. Dazu wurden umfangreiche Nachforschungen im Leipziger Universitätsarchiv und in Braunschweig - der späteren Wirkungsstätte Trögers - angestellt. Damit kann jetzt ein relativ umfassendes Bild von Leben und Werk des Julius Tröger gezeichnet werden.

Durch die Unterstützung des Altpräsidenten der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Prof. Dr. Henning Hopf (TU Braunschweig) wurden der Fachwelt auch Kopien der gesamten Braunschweiger Personalakte Trögers zugänglich. Außerdem wurde einer der letzten lebenden Verwandten des Chemikers ausfindig gemacht, der Bildmaterial seines berühmten Vorfahrens zur Verfügung stellte.

"Da Trögers Wirken durch äußere Umstände zu seinen Lebzeiten nie die entsprechende Würdigung gefunden hat und in der Historie der Fakultät für Chemie und Mineralogie der Universität Leipzig bisher keine Rolle spielt, haben wir beschlossen, aus Anlass der Gedenktage im Jahre 2012 ein Tröger-Symposium mit internationaler Beteiligung in Leipzig zu organisieren", sagt Dr. Lothar Hennig vom Institut für Organische Chemie, einer der Organisatoren des Treffens. Das Symposium solle zeigen, welche Vielfalt der Chemie und Innovation mit der Trögerschen Base auch heute noch möglich ist, und welche bedeutende Rolle sie gegenwärtig sowohl in der Grundlagenforschung als auch in den Material- und Lebenswissenschaften spielt. International renommierte Chemiker wie François Diederich aus Zürich, Henri Kagan aus Paris, Henning Hopf aus Braunschweig sowie weitere Vortragende aus den USA, Belgien, Tschechien und Schweden werden zu der zweitägigen Veranstaltung im Gebäude der Fakultät für Chemie und Mineralogie in der Johannisallee 29 erwartet. Zudem halten Lothar Beyer, Athanassios Giannis und Lothar Hennig von der Universität Leipzig Vorträge.

Am Rande des Symposiums wird außerdem der Burckhardt-Helferich-Preis des Instituts für Organische Chemie der Universität Leipzig an den Chemiker Henri Kagan übergeben.

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Internationales Symposium zu Ehren des Chemikers Julius Tröger

letzte Änderung: 16.10.2018 

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