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Pressemitteilung 275/2018 vom 26.10.2018

Bereich: Organisatorisches, Publikationen
Sachgebiet: Chemie

Wilhelm-Ostwald-Institut erhält bedeutende Auszeichnung

 

Svante Arrhenius<br />Foto: Photogravure Meisenbach Riffarth & Co. Leipzig, erschienen 1909 in der Zeitschrift für Physikalische Chemie, Band 69. (Quelle: Wikipedia)
Svante Arrhenius
Foto: Photogravure Meisenbach Riffarth & Co. Leipzig, erschienen 1909 in der Zeitschrift für Physikalische Chemie, Band 69. (Quelle: Wikipedia)

Das Wilhelm-Ostwald-Institut für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig wird mit einem beutenden Preis von der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft ausgezeichnet. Den „Citations for Chemical Breakthrough Award“ erhalten Institutionen für historische wissenschaftliche Publikationen, Bücher und Patente, die bei ihnen auf den Weg gebracht wurden. Der spätere schwedische Chemie-Nobelpreisträger Svante Arrhenius hatte 1888/89 seine Arbeiten zur berühmten „Arrhenius-Gleichung“ in Leipzig am Institut von Wilhelm Ostwald durchgeführt und von dort aus zur Publikation eingereicht.


Die Preisplakette wird am 2. November 2018 im Rahmen des Festkolloquiums „Jubiläen der Chemie in Leipzig“ an das Wilhelm-Ostwald-Institut verliehen und von der Rektorin Prof. Dr. Beate Schücking entgegengenommen. Das Kolloquium findet von 14:30 bis 16:30 Uhr im Großen Hörsaal der Fakultät für Chemie und Mineralogie (Johannisallee 29, 04103 Leipzig) statt.

Die über 125 Jahre alte „Arrhenius-Gleichung“ ist von so fundamentaler Bedeutung, dass sie heutzutage bereits in der gymnasialen Oberstufe vermittelt wird. Sie stellt die alltägliche Erfahrung, dass chemische Reaktionen bei Temperaturerhöhung typischerweise beschleunigt werden, auf ein quantitatives Fundament. Die Arbeiten dazu führten Arrhenius nach seiner Dissertation im Jahre 1884 an der Universität Stockholm quer durch Europa und an die Wirkungsstätten seiner Mentoren Wilhelm Ostwald (Riga, Leipzig), Friedrich Kohlrausch (Würzburg) und Jacobus van't Hoff (Amsterdam).

Alle diese Wissenschaftler zählen heute zu den Mitbegründern der Physikalischen Chemie. Deren Geburtsstunde wird oft mit dem erstmaligen Erscheinen der Zeitschrift für Physikalische Chemie im Jahre 1887 gleichgesetzt, herausgegeben von Ostwald und van't Hoff im Verlag von Wilfried Engelmann in Leipzig.  Wilhelm Ostwald, der Chemie-Nobelpreisträger von 1909, wirkte ab 1887 als Ordinarius an der Universität Leipzig, wo ihn Arrhenius mehrmals als Postdoktorand besuchte. Von Leipzig aus reichte Arrhenius 1889 die nun ausgezeichnete Publikation „Über die Reaktionsgeschwindigkeit bei der Inversion von Rohrzucker durch Säuren“ zur Veröffentlichung ein (Zeitschrift für Physikalische Chemie 1889, Ausgabe 4, S. 226-248).

Der „Citations for Chemical Breakthrough Award“ wird von der „Division of the History of Chemistry“ der Amerikanischen Chemischen Gesellschaft seit 2006 jährlich verliehen. Zu den bisherigen Preisträgerinstitutionen in Deutschland zählen unter anderem die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (2011), das Vivantes Klinikum Am Urban in Berlin (2014), die Universität Würzburg (2014), die Universität Stuttgart (2018) und die Humboldt Universität zu Berlin (2018).

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letzte Änderung: 20.11.2018 

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