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Pressemitteilung 228/2016 vom 13.09.2016

Bereich: Forschung, Hochschulpolitik, Studium und Lehre, Statements
Sachgebiet: Musik / Musikwissenschaft

Gründung eines gemeinsamen Zentrums für Musikwissenschaft

Universität Leipzig und Hochschule für Musik und Theater schließen Kooperationsvereinbarung

 

Universitäts-Rektorin Beate Schücking, Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke und HMT-Rektor Martin Kürschner (v.l.n.r.) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung<br />Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig
Universitäts-Rektorin Beate Schücking, Kulturbürgermeisterin Skadi Jennicke und HMT-Rektor Martin Kürschner (v.l.n.r.) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung
Foto: Swen Reichhold/Universität Leipzig

Die Universität Leipzig und die Hochschule für Musik und Theater "Felix Mendelssohn Bartholdy" (HMT) werden im Bereich der Musikwissenschaft zusammenarbeiten. Die Rektorin der Universität, Prof. Dr. Beate Schücking, und der Rektor der HMT, Prof. Martin Kürschner, unterzeichneten am (heutigen) Dienstag (13.9.16) eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Beide Hochschulen werden ab dem Wintersemester 2016/17 ihre Studienangebote und Ressourcen miteinander vernetzen. In diesem Zusammenhang wurden bereits die Denominationen der in Kürze auszuschreibenden Professuren "Musiksoziologie und -philosophie" sowie "Musikgeschichte 19. bis 21. Jahrhundert" miteinander abgestimmt. Das Ziel ist die Verschmelzung beider Institute zu einem von beiden Kooperationspartnern gemeinsam getragenen Leipziger Zentrum für Musikwissenschaft.


"Ich freue mich sehr, dass unsere beiden Hochschulen enger zusammenrücken und ihre Kompetenzen im musikwissenschaftlichen Bereich bündeln. Wir kooperieren bereits eng im Bereich der Musikpädagogik. Das wollen wir jetzt noch weiter intensivieren", sagte Schücking nach der Unterzeichnung der Vereinbarung. HMT-Rektor Kürschner betonte: "Leipzig ist für die Musikwissenschaft seit dem 19. Jahrhundert ein wichtiger Ort. Sowohl an der Universität als auch am einstigen Königlichen Konservatorium und der heutigen HMT waren namhafte Musikforscher tätig, etwa Moritz Hauptmann, Hugo Riemann, Hermann Kretzschmar und seither viele andere mehr. Durch den Zusammenschluss der beiden Institute entsteht ein Kompetenzzentrum, das im Zusammenwirken von künstlerischem Handeln und wissenschaftlicher Reflexion der Musikwissenschaft am Standort Leipzig neue Impulse geben und eine besondere Ausstrahlung verleihen wird."

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung betonte: "Leipzig ist eine Stadt der Musik. Unser Gewandhaus, unsere Oper, der Thomanerchor, aber auch die reiche Musikkultur und Musikgeschichte unserer Stadt belegen diese Tatsache. Ich begrüße es daher außerordentlich, dass die Universität Leipzig und die Hochschule für Musik und Theater Felix Mendelssohn-Bartholdy zusammenfinden, um ein gemeinsames Zentrum für Musikwissenschaft zu gründen. Ich bin sicher, aus dieser Zusammenarbeit werden sich, weit über unsere Stadtgrenzen hinaus, große Möglichkeiten eröffnen, für die Musik und die Musikstadt Leipzig neue Freunde zu gewinnen."

Mit der Bündelung der musikwissenschaftlichen Kompetenzen beider Hochschulen entsteht in Leipzig ein großes musikwissenschaftliches Zentrum von überregionaler Anziehungskraft und Sichtbarkeit. Das Fach wird sowohl im Kontext zu den wissenschaftlichen Nachbardisziplinen als auch im Kontakt zur künstlerischen Praxis verortet. Die Kooperation wird ohne Personalkürzungen die Studien- und Forschungsmöglichkeiten an beiden Hochschulen erweitern und verbessern. Zudem soll sie dazu beitragen, interdisziplinäre Arbeiten sowie gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsvorhaben zu ermöglichen.

Das musikwissenschaftliche Lehrangebot wird ab dem kommenden Wintersemester von beiden Hochschulen gemeinsam getragen. Die Immatrikulation von Studierenden erfolgt bei dem Kooperationspartner, bei dem der entsprechende Studiengang eingerichtet wurde. Zudem erfolgt eine Zweitimmatrikulation der Musikwissenschaftsstudierenden beim anderen Kooperationspartner. Die Lehrenden erhalten Angehörigenstatus beim jeweiligen Kooperationspartner. Studierende der musikwissenschaftlichen Fächer erhalten Zugang zu fachnahen Veranstaltungen der jeweils anderen Hochschule wie etwa Praktika, studentischen Symposien und Sprachkursen. Geplant ist die Einführung eines gemeinsamen Masterstudiengangs mit variablen Schwerpunkten zum Wintersemester 2018/19.

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letzte Änderung: 21.11.2017 

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