Stellenausschreibung vom Kennziffer: 297

An der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt oben genannte Stelle zu besetzen.

Wissenschaftliches Umfeld

Die Forschungsschwerpunkte des Instituts für Öffentliche Finanzen und Public Management der Universität Leipzig liegen an der Schnittstelle zwischen Volks- und Betriebswirtschaftslehre. Im Mittelpunkt stehen multidisziplinäre Analysen des öffentlichen Sektors, die sich insbesondere auf die Themen „Fiskalföderalismus", ,,Kommunalfinanzen", ,,Öffentliche Wirtschaft", ,,Public Management" und „Nachhaltigkeitsmanagement" beziehen. Mit der empirischen Ausrichtung der Arbeit des Instituts sollen praxisrelevante Themen und Projekte bearbeitet werden, deren Ergebnisse in die Beratung von Politik, Verwaltung, öffentlichen Unternehmen und Nonprofit-Organisationen einfließen.

Aufgaben

Die zu besetzende Professur zielt auf die wissenschaftliche Analyse des öffentlichen Sektors aus einer integrierten, mehrdimensionalen Perspektive. Erwünscht ist eine inhaltliche Fokussierung auf die Bereitstellung öffentlicher Leistungen im föderalen Mehrebenensystem unter besonderer Berücksichtigung der Ebenen der Länder sowie der Kommunen. Dabei sollen Forschungsbezüge nicht nur zu den Kernhaushalten der öffentlichen Hand, sondern auch zu den aus den Kernbudgets ausgelagerten Einrichtungen und Unternehmen hergestellt werden. Die Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit an der Fakultät und über die Fakultätsgrenzen hinaus wird erwartet.
Die:Der Inhaber:in der Stelle vertritt das Fachgebiet der angewandten Finanzwissenschaft entsprechend dem Profil der Universität Leipzig in der Lehre, der Forschung und im Wissenstransfer mit dem Fokus auf die Leistungsfähigkeit und Resilienz des öffentlichen Sektors. Es werden innovative Schwerpunktsetzungen in der theoriegeleiteten empirischen Forschung zu allokativen und distributiven Fragestellungen erwartet, um daraus politikfeldrelevante Anwendungen abzuleiten. Ein besonderer Fokus ist auf Fragestellungen der Bereitstellung und Erhaltung der kommunalen Infrastruktur mit einem regionalen Fokus auf den Freistaat Sachsen zu richten. Dies schließt einen engen Austausch sowohl mit Forschenden im Bereich der Kommunalwissenschaft als auch mit Vertreter:innen der Kommunal-, Landes- und Bundespolitik ein.
Die zu berufende Person soll aktiv zur Weiterentwicklung der Lehre und des Transfers beitragen. Hierzu gehört die eigenverantwortliche Einbindung in das Lehrangebot der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät sowie in die Transferaktivitäten des Instituts für öffentliche Finanzen und Public Management.

Anforderungen

Gesucht wird eine Persönlichkeit mit wissenschaftlichem Ausweis auf dem Gebiet der angewandten und empirischen Finanzwissenschaft und engem Bezug zur öffentlichen Wirtschaft und lnfrastrukturforschung. Einschlägige Kenntnisse in einem kommunalen Politikfeld der Daseinsvorsorge werden vorausgesetzt. Eine Spezialisierung in mindestens einem Forschungsfeld des öffentlichen Sektors, Erfahrungen mit innovativen Lehrmethoden (insbesondere E-Learning, E-Assessment) sowie der Drittmitteleinwerbung sind erwünscht. Vorausgesetzt wird außerdem die Bereitschaft zur Mitwirkung in Gremien der Hochschulselbstverwaltung.
Die Tenure Track-Professur wird als Qualifikationsstelle ausgeschrieben und richtet sich daher an Bewerber:innen, die eine Promotion mit herausragender Qualität (mindestens magna cum laude) abgeschlossen haben, eine weitere wissenschaftliche Qualifikation anstreben und noch nicht über eine abgeschlossene Habilitation verfügen. Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche:r Mitarbeiter/:n und/oder als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollten Promotion- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen haben (Erziehungszeiten werden berücksichtigt).
Da die Juniorprofessur an die Arbeit am Kompetenzzentrum für kommunale Infrastruktur Sachsen (KOMKIS) gebunden ist, wird eine Tätigkeit am Dienstort Leipzig vorausgesetzt.

Unser Angebot

Die Tenure Track-Professur ist zunächst auf drei Jahre befristet. Eine Verlängerung auf insgesamt sechs Jahre erfolgt im Falle erfolgreicher Zwischenevaluation gemäß der Ordnung für das Verfahren zur Zwischenevaluation von Juniorprofessor_innen an der Universität Leipzig (Zwischenevaluationsordnung - ZEvaO).
Spätestens im fünften Jahr nach Dienstantritt erfolgt eine Tenure-Evaluation gemäß der Ordnung über Ausgestaltung, Verlauf und Evaluation von Tenure-Track-Professuren an der Universität Leipzig (Tenure-Track-Ordnung - TTO). Grundlage des Evaluationsverfahrens bildet eine zu Dienstantritt einvernehmlich geschlossene Evaluationsvereinbarung, in der die Entwicklungsziele und Erwartungen an die individuellen Leistungen der:des Professor:in in den Kategorien Forschung, Lehre, Wissenstransfer sowie akademisches und außeruniversitäres Engagement verbindlich festgeschrieben sind. Nach erfolgreicher Tenure-Evaluation erfolgt die Berufung auf eine unbefristete W3-Professur gemäß § 59 Abs. 2, Satz 2 Ziff. 2 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) ohne erneute Stellenausschreibung.
Die Einstellungsvoraussetzungen sowie die dienstrechtliche Stellung ergeben sich aus den §§ 63, 64, 70 SächsHSFG und der Sächsischen Dienstaufgabenverordnung (DAVOHS).

Die Universität Leipzig legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.

Schwerbehinderte werden zur Bewerbung aufgefordert und bei gleicher Eignung berücksichtigt.

Bitte bewerben Sie sich bis zum 15. Juli 2022 mit den üblichen Unterlagen ausschließlich über das Berufungsportal der Universität Leipzig.

Bewerbungsschluss:

Hinweise zum Datenschutz

Eine Bewerbung und damit die Zusendung der für eine Bewerbung üblichen Unterlagen erfolgt freiwillig. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden von der Universität Leipzig – hier der ausschreibenden Dienststelle – ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet und, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich eingewilligt wird, nicht an Dritte weitergegeben. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist § 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i. V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Verantwortlich für das Bewerbungsverfahren ist der in dieser Ausschreibung angegebene Adressat der Bewerbung.

Ihre personenbezogenen Daten werden für sechs Monate nach Beendigung des Einstellungsvorgangs gespeichert und danach gelöscht bzw. datenschutzgerecht vernichtet. Die Einwilligung kann verweigert oder mit Wirkung auf die Zukunft ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesen Fällen ist eine Bearbeitung der Bewerbung durch die Universität Leipzig und damit eine Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren nicht oder nicht mehr möglich. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GVO); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Universität Leipzig (dienstansässig: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten.