Stellenausschreibung vom Kennziffer: 293

An der Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften ist zum 01. April 2023 die oben genannte durch das Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses (Tenure-Track-Programm) geförderte Juniorprofessur zu besetzen.

Wissenschaftliches Umfeld

Diese neue Professur ist an der Schnittstelle von Archäologie und Archäoinformatik verortet und bündelt wissenschaftliche Kompetenzen, die an der Universität Leipzig von Fächern aus dem Historischen Seminar (Ur- und Frühgeschichte, Archäologie des Mittelmeerraumes, Alte Geschichte), aus den weiteren Altertumswissenschaften (Altorientalistik und Ägyptologie, Latinistik und Gräzistik, Judaistik), der Kunstgeschichte und aus der Informatik vertreten werden. Ergänzt wird das wissenschaftliche Profil dieser Professur durch eine thematische Anbindung an die universitären Museen und Sammlungen. Die Professur trägt zur Stärkung der Digital Humanities bei, die im Institut für Informatik und am Forschungszentrum ReCentGlobe aktiv befördert werden. Durch die Ausschreibung dieser Professur strebt die Fakultät für Geschichte, Kunst- und Regionalwissenschaften die Verbesserung der interdisziplinären Verzahnung dieser Disziplinen im Verbund mit den Universitäten Halle und Jena sowie außeruniversitären Institutionen wie dem Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa und dem Landesamt für Archäologie Sachsen an.

Aufgaben

Zu den Aufgaben des Stelleninhabers bzw. der Stelleninhaberin gehören neben der Lehre in den Studiengängen „Archäologie und Geschichte des Alten Europa“ (B.A.) sowie „Archäologie der Alten Welt“ (M.A.) und der Beteiligung an den B.A./M.A.-Studiengängen Geschichte auch die Mitgestaltung neu zu konzipierender B.A.-Studiengänge im Bereich „Antike Welten“, ebenso die Betreuung von Abschlussarbeiten und die Mitarbeit in der akademischen Selbstverwaltung. Erwartet wird ein substantielles Engagement im Schwerpunktbereich „Antike Welten“ und in den Digital Humanities. Es wird außerdem erwartet, dass der:die Stelleninhaber:in innerhalb dieses Forschungskontextes eigene, zur weiteren Profilbildung beitragende Projektideen entwickelt und entsprechende Drittmittelanträge stellt.

Anforderungen

Wir suchen eine:n herausragende:n Nachwuchswissenschaftler:in auf dem innovativen Gebiet der Digitalen Archäologie mit einem regionalen Schwerpunkt in der Archäologie Mitteleuropas. Diese junge Forscherpersönlichkeit soll zentral archäoinformatische Kompetenzen einbringen, die komplementär oder anschlussfähig sind zu Digital Humanities und Cultural Heritage. Von der erfolgreichen Kandidatin bzw. dem erfolgreichen Kandidaten wird die Bereitschaft zur interdisziplinären Zusammenarbeit mit den altertumswissenschaftlichen Fächern insbesondere an der Schnittstelle von Archäologie und Materieller Kultur erwartet.

Von dem:der zukünftigen Stelleninhaber:in wird außerdem erwartet, dass sie:er zur Entwicklung neuer Konzepte interdisziplinärer Lehre in den Altertumswissenschaften beiträgt und die Arbeit an den neuen B.A.-Studiengängen im Bereich „Antike Welten“ mitgestaltet. Lehrerfahrungen und Vorstellungen zur Lehre sind in der Bewerbung darzulegen.
Die Tenure Track Professur ist als Qualifikationsstelle zu verstehen. Die Ausschreibung richtet sich daher an Bewerber:innen in einer frühen Karrierephase, die eine Promotion mit herausragender Qualität (mindestens magna cum laude) abgeschlossen haben, eine weitere wissenschaftliche Qualifikation anstreben und noch nicht über eine abgeschlossene Habilitation verfügen. Sofern vor oder nach der Promotion eine Beschäftigung als wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in und/oder als wissenschaftliche Hilfskraft erfolgt ist, sollten Promotion- und Beschäftigungsphase zusammen nicht mehr als sechs Jahre betragen haben. Bewerber:innen sollen nach der Promotion die Universität gewechselt haben oder mindestens zwei Jahre außerhalb der Universität Leipzig wissenschaftlich tätig gewesen sein. Die Promotion soll längstens vier Jahre zurückliegen.

Unser Angebot

Die Tenure Track Professur ist zunächst auf drei Jahre befristet. Eine Verlängerung auf insgesamt sechs Jahre erfolgt im Falle erfolgreicher Zwischenevaluation gemäß der Ordnung für das Verfahren zur Zwischenevaluation von Juniorprofessor_innen an der Universität Leipzig (Zwischenevaluationsordnung – ZEvaO). Spätestens im fünften Jahr nach Dienstantritt erfolgt eine Tenure-Evaluation gemäß der Ordnung über Ausgestaltung, Verlauf und Evaluation von Tenure-Track-Professuren an der Universität Leipzig (Tenure-Track-Ordnung - TTO). Grundlage des Evaluationsverfahrens bildet eine zu Dienstantritt einvernehmlich geschlossene Evaluationsvereinbarung, in der die Entwicklungsziele und Erwartungen an die individuellen Leistungen der Professorin bzw. des Professors in den Kategorien Forschung, Lehre, Wissenstransfer sowie akademisches und außeruniversitäres Engagement verbindlich festgeschrieben sind. Nach erfolgreicher Tenure-Evaluation erfolgt die Berufung auf eine unbefristete W2- Professur gemäß § 59 Abs. 2 Satz 2 Ziff. 2 Sächsisches Hochschulfreiheitsgesetz (SächsHSFG) ohne erneute Stellenausschreibung.

Die Einstellungsvoraussetzungen sowie die dienstrechtliche Stellung ergeben sich aus den §§ 63, 64, 70 SächsHSFG und der Sächsischen Dienstaufgabenverordnung (DAVOHS).

Die Universität Leipzig legt Wert auf die berufliche Gleichstellung von Frauen und Männern.

Schwerbehinderte werden zur Bewerbung aufgefordert und bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Bitte bewerben Sie sich bis zum 24. Juni 2022 mit den üblichen Unterlagen ausschließlich über das Berufungsportal der Universität Leipzig.
 

 

Bewerbungsschluss:

Hinweise zum Datenschutz

Eine Bewerbung und damit die Zusendung der für eine Bewerbung üblichen Unterlagen erfolgt freiwillig. Ihre in den Bewerbungsunterlagen enthaltenen bzw. ggf. im Bewerbungsgespräch erlangten personenbezogenen Daten werden von der Universität Leipzig – hier der ausschreibenden Dienststelle – ausschließlich zum Zwecke des Auswahlverfahrens für diese hier ausgeschriebene Stelle verarbeitet und, sofern nicht im Einzelfall ausdrücklich eingewilligt wird, nicht an Dritte weitergegeben. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung ist § 11 Abs. 1 Sächsisches Datenschutzdurchführungsgesetz i. V. m. EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO). Verantwortlich für das Bewerbungsverfahren ist der in dieser Ausschreibung angegebene Adressat der Bewerbung.

Ihre personenbezogenen Daten werden für sechs Monate nach Beendigung des Einstellungsvorgangs gespeichert und danach gelöscht bzw. datenschutzgerecht vernichtet. Die Einwilligung kann verweigert oder mit Wirkung auf die Zukunft ohne Angabe von Gründen widerrufen werden. In diesen Fällen ist eine Bearbeitung der Bewerbung durch die Universität Leipzig und damit eine Berücksichtigung im Bewerbungsverfahren nicht oder nicht mehr möglich. Nach der DS-GVO stehen Ihnen gegenüber dem Adressaten der Bewerbung bei Vorliegen der entsprechenden gesetzlichen Voraussetzungen folgende Rechte zu: Auskunftsrecht (Art. 15 DS-GVO), Recht auf Berichtigung unrichtiger personenbezogener Daten (Art. 16 DS-GVO); Datenlöschung (Art. 17 DS-GVO), Einschränkung der Verarbeitung (Art. 18 DS-GVO) und Widerspruch gegen die Verarbeitung (Art. 21 DS-GVO). Bei Fragen können Sie sich an den Datenschutzbeauftragten der Universität Leipzig (dienstansässig: Augustusplatz 10, 04109 Leipzig) wenden. Weiterhin besteht ein Beschwerderecht beim Sächsischen Datenschutzbeauftragten.