Mit dem „Mentoringprogramm der Universität Leipzig – Inspiration – Qualifizierung – Vernetzung“ wollen wir Studierende bei ihrem Weg in den Berufseinstieg und ihrer persönlichen Entwicklung, insbesondere in der Region Leipzig, unterstützen und begleiten. Vor allem Alumni der Universität Leipzig, aber auch weitere Vertreterinnen und Vertreter regionaler Unternehmen, geben dabei ihre Erfahrungen an aktuelle Studierende weiter.

Sujetbild: Zwei Frauen stehen in einem Büro und schauen in die Kamera.
Mit der Begleitung Ihrer Mentorin oder Ihres Mentors erhalten Studierende Einblicke in konkrete Berufswege, Tätigkeitsfelder, Institutionen und Unternehmen. Foto: Colourbox

Programmbausteine

Jeder Durchlauf („Staffel”) des Programms dauert insgesamt ein Semester. Start der ersten Staffel ist im Wintersemester 2020/21.

  • Inspiration
    Während der Laufzeit des Mentoringprogramms finden mindestens drei individuell vereinbarte Treffen zwischen Mentee und Mentorin oder Mentor statt. Häufig thematisierte Aspekte betreffen:
    • Laufbahngestaltung: Standortanalyse, berufliche Perspektiven und Zieldefinition
    • Erarbeitung/Festigung des beruflichen Profils
    • Strukturen, Prozesse und Spielregeln im Arbeitsleben
    • Zeit- und Aufgabenmanagement
    • Anforderungen an Führungs- und Leitungsaufgaben
    • strategisches Netzwerken
    • Anforderungen an Kommunikation mit Mitarbeitenden, Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzten
    • Work-Life-Balance: Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Qualifizierung
    Aus dem begleitenden Workshop-Programm besuchen Mentees zwei Vorträge zu fachlich und methodisch-sozial relevanten Themen wie Netzwerken, Selbstmarketing oder Führung. Die jeweiligen Themen werden rechtzeitig vor Programmstart bekannt gegeben.
  • Vernetzung
    Zum Rahmenprogramm gehört eine Auftaktveranstaltung, bei dem sich die Mentoring-Tandems kennen lernen und die kommenden Monate gemeinsam planen. Bei der gemeinsamen Abschlussveranstaltung ziehen die Mentoring-Tandems Bilanz und reflektieren die gemeinsam erreichten Ziele. Während des Programmdurchlaufs gibt es weitere Punkte zum gemeinsamen Austausch.

Ich finde es toll, dass die Studierenden einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen, das hätte ich früher auch gern gehabt.

Annette, Alumna der Germanistik
Sujetbild: ein junger und ein älterer Mann unterhalten sich.
Mit Zeit, persönlichem Engagement und Vertrauen unterstützen unsere Mentorinnen und Mentoren ihre Mentee dabei, ihre individuellen Kompetenzen zu stärken. Foto: Colourbox

Anmeldung/Bewerbung

Die Anmeldephase für Mentorinnen und Mentoren sowie die Bewerbungsphase für Mentees der ersten Mentoring-Staffel im Wintersemester 2020/21 ist abgelaufen.

Für 2021 ist eine neue Staffel geplant. Ihre generelle Bereitschaft, als Mentor oder Mentorin zur Verfügung zu stehen, können Sie uns jederzeit per E-Mail melden.

Ich erhielt beim Mentoring eine völlig neue Perspektive und wurde in der Wahl meines Studiengangs bestärkt.

Tina, Masterstudentin der Germanistik

Ablauf

  • 13.10.2020 (15:00 - 16:00 Uhr) Info-Veranstaltung für Studierende
  • Nov. 2020 - März 2021 (mind.) 3 individuelle Treffen zwischen Mentorin oder Mentor und Mentee
  • 26.11.2020 (17:30 - 20:00 Uhr) Auftaktveranstaltung für Mentorinnen oder Mentoren und Mentees
  • 09.12.2020 (17:00 - 19:00 Uhr) Qualifikation I für Mentees
  • 22.01.2021 (17:00 - 19:00 Uhr) Zwischenbilanz für Mentorinnen oder Mentoren und Mentees
  • 03.03.2021 (17:00 - 19:00 Uhr) Qualifikation II für Mentees
  • 30.03.2021 (17:00 - 19:30 Uhr) Abschlussveranstaltung für Mentorinnen oder Mentoren und Mentees


Einzelne Veranstaltungen werden aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen durch Covid-19 digital stattfinden. Detailierte Informationen erhalten Sie nach der Anmeldung zum Programm.
Die Termine und Modalitäten der Tandem-Treffen werden individuell von Mentee und Mentorin oder Mentor festgelegt.

Tipps und Hinweise

Als Mentorin oder Mentor geben Sie Ihre Berufs- und Lebenserfahrungen weiter und gewähren Einblicke in Ihre Branche und Aufgabenfelder. Durch die Zusammenarbeit mit der oder dem Mentee können Sie gleichzeitig auch selbst neue Anregungen für Ihre Arbeit und möglicherweise auch geeignete Nachwuchskräfte gewinnen und erhöhen zudem die Sichtbarkeit Ihres Unternehmens.

Sie als Mentor oder Mentorin

  • sind daran interessiert, die Kompetenzen einer oder eines Mentee zu stärken und zu ihrer oder seiner Entwicklung beizutragen
  • verfügen über ein gutes Netzwerk und umfangreiche Kontakte und können sich vorstellen, diese für die oder den Mentee zu nutzen
  • kennen die informellen Strukturen und Regeln Ihrer Institution und sind bereit, Ihr Wissen preiszugeben
  • sind an einem vertrauensvollen Austausch auf Augenhöhe interessiert, der es auch zulässt, Fehler und Schwächen offen anzusprechen
  • sind offen, auch selbst durch die oder den Mentee Neues zu lernen und dies als einen bereichernden Aspekt der Mentoring-Partnerschaft zu erkennen
  • sind bereit, Zeit in die Mentoring-Partnerschaft zu investieren und über einen definierten Zeitraum eine verbindliche Kooperation einzugehen


Für die Gespräche mit den Mentees ist es hilfreich, sich noch einmal selbst in die Situation des Berufseinstiegs zu versetzen und sich zu erinnern, welche Fragen Sie damals bewegt haben. Die Beantwortung der folgenden Fragen kann Ihnen zur persönlichen Vorbereitung dienen:

  • Was ist Ihre eigene Motivation, um am Mentoring-Programm mitzuwirken?
  • Wer waren Förderer auf Ihrem Weg? Und wie haben Sie diese gefunden?
  • Welche persönlichen und beruflichen Herausforderungen haben Sie gemeistert?
  • Was waren dabei Ihre Erfolgsfaktoren?
  • Wie haben Sie Ihre eigene Studienzeit (an unserer Universität Leipzig) erlebt?
  • Wie viel Zeit können Sie mit Ihrer oder Ihrem Mentee verbringen?
  • Welche Erwartungen und Wünsche haben Sie an Ihre oder Ihren Mentee?
  • Zu welchen Veranstaltungen könnte Sie Ihre oder Ihr Mentee begleiten, um den Zugang zu Netzwerken zu erleichtern?

Die Teilnahme am Mentoringprogramm unserer Universität bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre beruflichen Perspektiven weiterzuentwickeln und Ihren Berufseinstieg sowie weitere Karriereschritte zu planen.

Sie als Mentee

  • haben berufliche/persönliche Ziele und sind entschlossen, sich aktiv dafür einzusetzen
  • sind in der Lage, Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen und zu pflegen
  • können offen über Ideen, Befürchtungen und Schwächen sprechen
  • haben den Mut zu Fehlern, zum Ausprobieren und dazu, Dinge aktiv in die Tat umzusetzen
  • sind bereit, über die eigene Position nachzudenken und sich zu reflektieren
  • sind bereit, Ratschläge von außen anzunehmen und umzusetzen
  • sind ehrlich, vertrauenswürdig und Ihrer Mentorin oder Ihrem Mentor gegenüber loyal
  • sind für sich selbst verantwortlich und fällen Ihre eigenen Entscheidungen
  • bereiten die Gespräche mit Ihrer Mentorin oder Ihrem Mentor aktiv vor und stoßen diese an
  • sind bereit, Zeit in die Mentoring-Partnerschaft zu investieren und über einen definierten Zeitraum eine verbindliche Kooperation einzugehen

Als Mentee sind Sie federführend verantwortlich für die Vorbereitung der Treffen und Gespräche. Nehmen Sie sich dafür Zeit und überlegen, welche Punkte Sie mit Ihrer Mentorin oder Ihrem Mentor besprechen möchten. Machen Sie sich vorab entsprechende Notizen und halten Fragen fest, die Sie gerne klären möchten.  

Im Rahmen des Mentorats finden nach individueller Absprache Treffen zwischen Mentorin oder Mentor und Mentee statt. Die konkreten Themen, die im Mentorat besprochen werden, unterliegen so individuellen Bedingungen, dass eine abschließende Aufzählung nicht möglich ist. Häufig thematisierte Aspekte betreffen:

  • Laufbahngestaltung: Standortanalyse, berufliche Perspektiven und Zieldefinition
  • Erarbeitung/Festigung des beruflichen Profils
  • Strukturen, Prozesse und Spielregeln im Arbeitsleben
  • Zeit- und Aufgabenmanagement
  • Anforderungen an Führungs- und Leitungsaufgaben
  • strategisches Netzwerken
  • Anforderungen an Kommunikation mit Mitarbeitenden, Kolleginnen, Kollegen und Vorgesetzten
  • Work-Life-Balance: Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Der oder die Mentee ist federführend verantwortlich für die Vorbereitung der Treffen und Gespräche. Nehmen Sie sich dafür Zeit und überlegen, welche Punkte Sie mit Ihrer Mentorin oder Ihrem Mentor besprechen möchten. Machen Sie sich vorab Notizen und halten Fragen fest, die Sie gerne klären möchten. 

Nutzen Sie Ihr erstes Treffen, um sich einander vorzustellen und Ihre gegenseitigen Erwartungen zu skizzieren. Nehmen Sie bei dieser ersten Gelegenheit bitte unbedingt auch die Möglichkeit wahr, sich über grundsätzliche Rahmenbedingungen, Arbeitsverteilung und Vertraulichkeit auszutauschen.  

(Bitte beachten Sie bei Ihren Planungen auch die aktuellen Umstände bedingt durch die COVID-19-Pandemie. Die meisten Treffen mit Ihrem oder Ihrer Tandempartner oder -partnerin werden vermutlich online stattfinden.)

Rahmenbedingungen

  • Wann sind der Beginn und das Ende der Mentoring-Beziehung?
  • Wie häufig und wo sollen die Mentoring-Treffen stattfinden?
  • Wie groß sollte der Abstand zwischen den Mentoring-Treffen sein?
  • Ist Kontakt per Telefon und E-Mail gewünscht? Wie häufig darf der Kontakt sein? Zu welchen Zeiten sollte nicht angerufen werden?
  • Wie kurzfristig darf ein Termin verschoben werden?

Mentoring-Themen

  • Was sind die Erwartungen aneinander und an das Mentoring allgemein?
  • Welche Ziele sollen durch das Mentoring erreicht werden?
  • Welche Themen sollen im Mentoring behandelt werden?
  • Welche Themen sollen im Mentoring nicht behandelt werden?

Arbeitsverteilung im Mentoring

  • Wem obliegen welche Aufgaben im Mentoring?
  • Wie sollen die Mentoring-Treffen vorbereitet werden? Und durch wen?
  • Wie sollen die Mentoring-Treffen nachbereitet werden? Und durch wen?

Vertraulichkeit

  • Beidseitige Vereinbarung eines vertraulichen Umgangs mit Informationen, welche im Mentorat ausgetauscht wurden, gegenüber Dritten.

Abbruch oder Beendigung des Mentorings

  • Wie wird mit Problemen im Verlauf des Prozesses umgegangen?
  • Was soll getan werden, wenn sich eine der beiden Parteien nicht an die Vereinbarung hält?
  • Wie soll das Ende des Mentorings gestaltet werden?

*Hinweis

Um passgenaue Mentoring-Tandems zusammenzubringen, arbeiten wir mit anderen Universitäten (unter anderem FU Berlin und RWTH Aachen) im Forschungsprojekt tech4comp zusammen, das Angebote zur mentoriellen Begleitung im Studium entwickelt, erprobt und dafür ein digitales Matching Tool entwickelt hat.

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