Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Geschichte, Kunst- und Orientwissenschaften
  • Studientyp

    weiterführend
  • Abschluss

    Master of Arts
  • Lehrsprache

    Deutsch
  • Studienform

    Teilzeit, Vollzeit
  • Studienbeginn

    Wintersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    zulassungsfrei, Eignungsprüfung
  • Regelstudienzeit

    4 Semester

  • Leistungspunkte

    120

Zugangsvoraussetzungen

  • berufsqualifizierender Hochschulabschluss: Bachelorstudiengang „Archäologie der Alten Welt“ oder vergleichbarer archäologischer Studiengang oder anderer Bachelorstudiengang mit sechs abgeschlossenen Modulen des Bachelorstudiengangs „Archäologie der Alten Welt“ bzw. gleichwertigen Modulen anderer Hochschulen
  • nur empfohlen für Absolventen/Absolventinnen von Studiengängen mit Lehrinhalten in Ur- und Frühgeschichte und Klassischer Archäologie
  • Englischkenntnisse auf Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens
  • Kenntnisse in zwei weiteren modernen Fremdsprachen auf Niveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens oder
  • Kenntnisse in den Alten Sprachen Latein oder Altgriechisch
  • bei angestrebtem Abschluss mit Spezialisierung in Klassischer Archäologie muss eine der insgesamt drei Fremdsprachen Latein oder Altgriechisch sein, Nachweis durch Latinum oder Graecum
  • bei angestrebtem Abschluss mit Spezialisierung in Ur- und Frühgeschichte müssen zwei der insgesamt drei Sprachen moderne, bevorzugt europäische Sprachen (z.B. Fran­zösisch, Italienisch, Schwedisch, Russisch, Polnisch) oder Alte Sprachen (Latein, Alt­griechisch) sein
  • für einen angestrebten Ab­schluss mit Spezialisierung in Ur- und Frühgeschichte: Nachweis von Grabungserfahrungen

Für diesen Studiengang ist eine Eignungsfeststellungsprüfung erforderlich. Bitte informieren Sie sich auf der Seite des Instituts. Das Vorliegen der genannten Voraussetzungen wird durch die Fakultät überprüft, die hierüber einen Bescheid erlässt. Dieser dient zum Nachweis der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen.

Inhalte

Der Masterstudiengang „Archäologie der Alten Welt“ setzt auf eine Ausbildung, die die Vielfalt von Arbeitsfeldern und Methoden verschiedener archäologischer Disziplinen vermittelt. Zugleich ist der Masterstudiengang in hohem Maße fachwissenschaftlich ausgerichtet und geht aktuellen Fragestellungen der Forschung nach. Durch die Vertiefung des archäologischen Fachwissens, das die Studierenden im Rahmen des Bachelorstudiengangs „Archäologie der Alten Welt“ oder in einem vergleichbaren Studien­gang an einer anderen Universität erworben haben, und durch die Schärfung von Problem- und Methodenbewusstsein werden die Studierenden zur eigenständigen wissenschaftlichen Reflexion befähigt.

Das Masterstudium „Archäologie der Alten Welt“ kombiniert Lehreinheiten und Inhalte aus den Fächern Klassische Archäologie und Ur- und Frühgeschichte. Die Studierenden erhal­ten durch die Einbeziehung von Schwerpunktmodulen beider Bereiche einen umfassenden Überblick über die Archäologie und Kulturgeschichte der Alten Welt unter besonderer Berücksichtigung der Mittelmeerwelt und den mit dieser in Kontakt und Austausch stehenden Kulturen. Im übergreifenden Sinne geht es um Verfahrensweisen, die eine Kontextuali­sierung und historische Interpretation archäologischer Funde und Befunde ermöglichen. Dabei erhalten auch berufspraktische Perspektiven ein erhöhtes Gewicht.

Mit der Aufnahme des Masterstudiums entscheiden sich die Studierenden für eine Speziali­sierung auf das Fach Ur- und Frühgeschichte oder Klassische Archäologie. Sie müssen ent­sprechende Qualifikationen mitbringen, insbesondere hinsichtlich der spezifischen Anforde­rungen im Bereich von Kenntnissen moderner Wissenschaftssprachen und Alter Sprachen. Die Spezialisierung schlägt sich in der thematischen Ausrichtung der Masterarbeit nieder.

Der Masterstudiengang „Archäologie der Alten Welt“ ist ein modularisierter Studiengang. Er setzt sich aus 12 Modulen zusammen, für die in der Regel 10 Leistungspunkte (LP) nach dem ECTS-System vergeben werden, umfasst in der Summe also 120 LP. Module bezeich­nen einen Verbund zeitlich begrenzter, in sich geschlossener, methodisch oder inhaltlich ausgerichteter Lehrveranstaltungen. Module werden entsprechend ihrem Arbeitsaufwand (workload) mit Leistungspunkten versehen. Sie werden mit einer Modulprüfung abge­schlossen, die aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen besteht und auf deren Grund­lage Leistungspunkte vergeben werden. Bei den Modulen wird grundsätzlich zwischen Pflicht- und Wahlpflichtmodulen unterschieden. Erstere müssen von allen Studierenden be­legt werden. Letztere können die Studierenden innerhalb eines bestimmten thematischen Rahmens frei auswählen.

Es werden folgende Module angeboten:

  • fünf fachspezifische Schwerpunktmodule
  • acht berufsfeldspezifische Praxismodule
  • zwei fachspezifische Vertiefungsmodule sowie
  • zwei Module „Spracherwerb“

Die Module Spracherwerb sind je nach gewählter Spezialisierung zu füllen mit dem Er­werb von Kenntnissen einer modernen europäischen Fremdsprache (für Ur- und Frühgeschich­te) bzw. vorzugsweise einer zweiten alten Sprache (Latein oder Altgriechisch für Klassische Archäologie). Wenn bereits beide alten Sprachen nachgewiesen sind, ist auch für die Spezialisierung Klassische Archäologie eine moderne europäische Fremdsprache zu erlernen. Die Fremdsprachenkenntnisse dienen der Erweiterung der Sprachkompetenzen, die für das Studium der antiken Quellen und die Teilnahme an der internationalen wissenschaftlichen Diskussion unerlässlich sind.

In den Schwerpunktmodulen werden stärker fachspezifisch definierte Methoden und Inhalte ver­mittelt unter übergreifenden Fragestellungen, die beide Fächer (Klassische Archäologie, Ur- und Frühgeschichte) verbinden.

Die Praxismodule dienen dazu, Vermittlung und praktische Fertigkeiten im Umgang mit archäologischen Befunden und Fundobjekten sowie die öffentlichkeitswirksame Vermittlung fachwissenschaftlicher Erkenntnisse einzuüben.

Die Vertiefungsmodule begleiten Themenwahl und Ausarbeitung der Masterarbeit. Hier ver­schaffen sich die Studierenden einen vertieften Einblick in die methodischen Voraussetzun­gen der archäologischen Arbeit und in die Grundlagen wissenschaftlicher Modell- und Theoriebildung.

Im ersten Studienjahr werden in den Schwerpunktmodulen ein vertieftes Fachwissen und ein verfeinertes methodisches Instrumentarium vermittelt, das sich auf ein relativ breites Spektrum von Fragestellungen der „Archäologie der Alten Welt“ bezieht. Gleichzeitig können die Studierenden den Ausbau ihrer sprachlichen Kompetenzen vorantreiben oder erste Praxiselemente mit einbeziehen.

Im zweiten Studienjahr steht die Anfertigung der Masterarbeit mit dem begleitenden Vertie­fungsmodul im Vordergrund, ergänzt durch Praxismodule, die einen direkten Bezug zu möglichen künftigen Berufsfeldern herstellen. Die Masterarbeit und das dazu belegte Vertiefungsmodul sind entsprechend der gewählten Spezialisierung thematisch im Bereich Ur- und Frühgeschichte oder im Bereich Klassische Archäologie angesiedelt. Die Masterarbeit ist mit einem studentischen Arbeitsaufwand von 30 Leistungspunkten verbunden.

Die interdisziplinäre Anlage des Masterstudiengangs „Archäologie der Alten Welt“ vermit­telt fächerübergreifende Kenntnisse und Fähigkeiten. Darunter sind zu verstehen:

  • Kompetenz im Umgang mit materiellen Hinterlassenschaften vergangener Epochen der Alten Welt und in deren Erschließung als sozial-, kultur-, und kunsthistorische Quellen,
  • Fähigkeit zur Beurteilung, Analyse und Interpretation von visuellen Kommunikations­formen und künstlerischen Phänomenen der Antike,
  • Fähigkeit zur Beurteilung und Analyse von Funden und Befunden, die durch archä­ologische Prospektion und Ausgrabung gewonnen werden.

Die Studierenden sollen zum Abschluss ihres Studiums in der Lage sein, ein Forschungsthema eigenständig zu bearbeiten. Das schließt die Möglichkeit zur Aufnahme eines archäologischen Promotionsstudiums ein. Sie sollen Techniken der musealen Bestandspflege beherrschen und Konzepte der musealen Präsentation beurteilen und erstellen können. Sie sollen ebenfalls zur selbstständigen Durchführung von wissenschaftlichen Projekten befähigt werden (z.B. Grabungsleitung).

Darüber hinaus sind die Absolventen durch den Erwerb von Sprachkompetenzen sowie aufgrund ihrer Fähigkeiten zu eigenständiger Problemlösung, zu methodisch reflektierter Argumentation, zu transparenter und intelligenter Präsentation und zur Analyse komplexer Zusammenhänge für ein breites Spektrum von Berufsfeldern geeignet. Unter den fachnahen, aber nicht fachspezifischen Berufsfeldern sind das Kulturmanagement im weiteren Sinne, das Verlagswesen und allgemein der Bereich der print- und elektronischen Medien sowie die anspruchsvolle, wissenschaftlich angeleitete oder begleitete Touristik zu nennen.

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): nein
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09.
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren Seiten "Online-Bewerbung" und "Bewerbung für ein Masterstudium".

Studienangebot im Wintersemester: 3. FS - zulassungsfrei
Studienangebot im Sommersemester: 2. FS und 4. FS - jeweils zulassungsfrei
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

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