Auf einen Blick

  • Studienrichtung

    Informatik und Mathematik, Geistes- und Sprachwissenschaften
  • Studientyp

    weiterführend
  • Abschluss

    Master of Science
  • Lehrsprache

    Deutsch, anteilig englischsprachig
  • Studienform

    Vollzeit, Teilzeit
  • Studienbeginn

    Winter- und Sommersemester
  • Zulassungsbeschränkung

    zulassungsfrei
  • Regelstudienzeit

    4 Semester

  • Leistungspunkte

    120

Zugangsvoraussetzungen

  • ein erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss oder ein Abschluss einer staatlichen oder staatlich anerkannten Berufsakademie in der Regel im Studiengang B.Sc. Digital Humanities oder
  • ein Abschluss eines Bachelorstudiengangs in einem anderen Fach mit folgenden Inhalten: 
    • Einführungsveranstaltungen im Bereich Digital Humanities im Umfang von mind. 10 LP
    • Kenntnisse im Bereich der praktischen und/oder angewandten Informatik im Umfang von mind. 40 LP
    • Kenntnisse im Bereich der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften und/oder Digital Humanities (zusätzlich zu geforderten Einführungsveranstaltung) im Umfang von mind. 20 LP
  • oder ein Nachweis darüber, dass bei geordnetem Studienverlauf dieser Abschluss bis zum Beginn des Masterstudiums erreicht werden kann
  • Kenntnisse in Englischer Sprache auf Niveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens (oder Äquivalent)

Das Vorliegen der genannten Voraussetzungen wird durch die Fakultät überprüft, die hierüber einen Bescheid erlässt. Dieser dient zum Nachweis der entsprechenden Zugangsvoraussetzungen.

Inhalte

Der konsekutive Masterstudiengang Digital Humanities setzt drei inhaltliche Schwerpunkte um: Das sind einerseits Vertiefungen in den Bereichen (1) Informatik (insbesondere im Bereich statistisches Lernen und Informationsvisualisierung) sowie auch in (2) geisteswissenschaftlichen Fächern.

Diese fachspezifischen Vertiefungen synthetisieren die Studierenden schließlich in Modulen, die genuin dem Bereich der (3) Digital Humanities zuzuordnen sind und die den größeren thematischen Rahmen des Studiums setzen. Diese thematische Klammer des dritten Bereichs bestimmt üblicherweise auch die Themen für die Masterarbeit. Durch das Pflichtpraktikum im Umfang von mindestens 10 LP erhält der Masterstudiengang Digital Humanities zudem einen starken Praxisbezug.

Ziel des Masterstudiengangs ist es, die Studierenden so auszubilden, dass sie langfristig in der Lage sind, die neuen geistes- und sozialwissenschaftlichen Herausforderungen einer in zunehmendem Maße digitalisierten Welt zu meistern. Sie sollen die neuen Forschungsparadigmen, Anwendungstools und Problemlösungstechniken der Digital Humanities methodisch durchdringen und praktisch anwenden können. Absolventinnen des Studiengangs sollen nach Abschluss des Masters in der Lage sein, auf dem Gebiet der Digital Humanities wissenschaftlich und praktisch zu arbeiten. Hierzu sollen sie Kompetenzen und Fähigkeiten erwerben, die sie befähigen:

  • geistes- und sozialwissenschaftliche Problemstellungen und die dazu gehörigen Daten gemäß den bestehenden Ansätzen und Standards zu erfassen, zu modellieren und zu bearbeiten;
  • die computergestützte, statistische Analyse der digitalen Forschungsdaten und die Lösung der Forschungsprobleme technisch umzusetzen; dazu gehört insbesondere auch die Fähigkeit, selbst Softwaremodule zu programmieren oder die Architektur für technische Lösungen zu entwickeln;
  • die erzielten Ergebnisse methodisch zu reflektieren, kritisch zu bewerten und schließlich in angemessener Form zu präsentieren bzw. sie zu visualisieren; dazu gehört insbesondere auch die Fähigkeit, in einer fächerübergreifenden und interdisziplinären Arbeitsweise verschiedene Lösungsansätze für komplexe Fragestellungen zu entwickeln und zu evaluieren.

Die Studieninhalte werden in Modulen vermittelt. Module bezeichnen einen Verbund zeitlich begrenzter, in sich geschlossener, methodisch oder inhaltlich ausgerichteter Lehrveranstaltungen. Module werden entsprechend ihrem Arbeitsaufwand mit Leistungspunkten bewertet. Sie werden mit einer Modulprüfung abgeschlossen, die aus einer oder mehreren Prüfungsleistungen besteht.  

Es gibt drei Grundformen von Modulen:

  • Pflichtmodule: diese haben alle Studierenden zu belegen
  • Wahlpflichtmodule: die Studierenden können innerhalb eines thematisch eingegrenzten Bereichs auswählen
  • Wahlmodule: die Studierenden haben die freie Auswahl innerhalb des Modulangebots des Fachs bzw. der fakultätsübergreifenden Kooperationsvereinbarungen

Veranstaltungen und Prüfungsleistungen werden in deutscher und englischer Sprache durchgeführt.

Das Studium umfasst insgesamt 120 LP. Davon entfallen 30 LP auf den Bereich Digital Humanities, 30 LP auf den Bereich Informatik, 10 LP auf ein Importmodul aus den geisteswissenschaftlichen Fakultäten und 10 LP auf ein Praktikum. Weitere 10 LP entfallen auf ein Wahlmodul, in dem eine Vertiefung der Bereiche Informatik oder Geisteswissenschaften möglich ist oder ein zweites Praktikum belegt werden kann. Den Abschluss des Studiums stellt die Masterarbeit dar. Sie ist mit einem studentischen Arbeitsaufwand von 25 LP verbunden und wird von einem Masterseminar (5 LP) begleitet.

Als Absolvent/Absolventin des Masterstudiengangs Digital Humanities bieten sich Karrierechancen in allen Bereichen der Wirtschaft und Industrie, insbesondere im Umgang mit texttechnologischen Herausforderungen im Bereich des Wissens- und Content Managements, des Informationsmanagements und der Softwareentwicklung. Der hohe Praxisanteil des Masterstudiengangs sorgt für eine optimale Vorbereitung auf das spätere Berufsleben. Durch ihre Doppelqualifikation im Bereich der Geisteswissenschaften einerseits und im Bereich der Informatik andererseits, finden Master-Absolventen/Absolventinnen der Digital Humanities auch in Sektoren des Bildungswesens (Schule, Hochschule, Erwachsenenbildung) oder der Medien (Verlage, Radio, Fernsehen, Online-Medien) einschlägige Beschäftigungsfelder. Zu den Berufsfeldern, in denen Digital Humanities-Kompetenzen heute einen erheblichen Startvorteil bedeuten, gehört insbesondere auch der Bereich der mit dem kulturellen Erbe befassten Institutionen und Einrichtungen (GLAM), der aufgrund der Digitalisierungswelle nach Spezialistinnen in diesem Bereich verlangt.

Wird nach erfolgreichem Masterabschluss ein Verbleib im universitären Umfeld angestrebt, so bietet die Fakultät für Mathematik und Informatik seit Kurzem auch explizit die Möglichkeit, im Fachgebiet „Digital Humanities mit Schwerpunkt Informatik“ zu promovieren.

Das Masterstudium beinhaltet ein verpflichtendes Praktikum sowie ein Wahlpflichtpraktikum.

Ein Auslandsaufenthalt wird grundsätzlich empfohlen. Er ist von den Studierenden selbst zu organisieren.

Bewerbung

Studienbeginn: Wintersemester und Sommersemester
Zulassungsbeschränkt (NCU): nein
Bewerbungsfrist: 02.05.-15.09. für Wintersemester; 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb

Weiterführende Informationen finden Sie auf unseren Seiten "Online-Bewerbung" und "Bewerbung für ein Masterstudium".

Studienangebot im Sommersemester: 2. FS - zulassungsfrei
Bewerbungsfrist: 01.12.-15.03. für Sommersemester
Bewerbungsportal: AlmaWeb
besondere Immatrikulationsvoraussetzungen: Anrechnungsbescheid

Weiterführende Informationen finden Sie auf unserer Seite "Bewerbung für höhere Fachsemester".

zum Seitenanfang